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Premiere 2019 für den Topcat K2X © Werft
Allrounder Topcat K2X

17 Fuß für ein, zwei oder vier Segler an Bord

Der neue Topcat K2X: 17-Fuß-Allrounder für Solosegler und ganze Familien – und erster Regatta-Kat mit Rollgennaker.

Michael Krieg
von in
4 Minuten

Nachdem die deutsche Topcat-Werft aus Inning am Ammersee 2017 mit dem 15-Fuß-Strandkatamaran ihre vorhandene Modellreihe nach unten abrundete, vervollständigt der nach eigenen Angaben größte Katamaran-Hersteller Deutschlands zum 40. Firmenjubiläum seine Modellreihe nun mit einem 17-Füßer, dem Topcat K2X.

Gut beherrschbar für eins bis vier

Weltpremiere hat das 5,17 m lange und 2,44 m breite Mini-Mehrrumpfboot des Familienunternehmens auf der boot Düsseldorf 2019. Dass der Topcat K2X sportlich schnell ist, davon kann man wohl ausgehen. Besonders interessant macht das Boot, dass man es als möglichst zuverlässigen Allrounder entworfen hat.

Allrounder bedeutet in diesem Fall, dass sich der Kat, je nach Ausstattung, allein oder zu zweit segeln lässt, so wie es meist üblich ist. Aber sogar von einer vierköpfigen Familie lässt sich der Neuling aufgrund seiner Rumpfform gut beherrschen, versichert der Hersteller. Das ist eher ungewöhnlich.

Topcat K2X

Topcat K2X © Werft

Drei Segelvarianten für viele Zielgruppen

Wie beim kleineren Topcat K4X möchten die Konstrukteure vom Ammersee also wieder mehrere Zielgruppen ansprechen. Für den Topcat K2X bietet die Werft unterschiedliche Grundkonfigurationen an, die sich vor allem bei der Besegelung unterscheiden. Drei Varianten stehen zur Auswahl: Die einfachste unter dem Namen „Classic“ bietet ein Dacron-Großsegel von 13,5 qm und eine 4,2 Quadratmeter große Rollfock. Die Crew hat hierbei ein Einfachtrapez zur Verfügung.

Beim sogenannten Streamcut misst das Dacron-Groß 15,9 qm. Es ist oben im Topp nach hinten ausgestellt. Mit dabei sind ein effektiver Vorliekstrecker und ein Doppeltrapez. Die Regattaversion bietet unter anderem einen kugelgelagerten Traveller und einen Großschotblock von Harken. Aufgerüstet für noch mehr Power ist der Kat dann mit einem Rollgennaker (17,7 qm) sowie einem Pentex-Groß. Mit dem Gennaker als Extra lassen sich auch die anderen beiden Varianten aufrüsten.

Die Handhabung des Rollgennakers ist denkbar einfach. Ein Grund dafür ist, dass nur wenig Kraftaufwand notwendig ist. Durch ein am Mast geführtes Fall lässt sich die Spannung der Torsionsleine beim Ein- und Ausrollen jederzeit kontrollieren. Ist doch einmal Holland in Not, kann über dieses Fall der komplette Gennaker im Notfall auf dem Wasser abgeworfen und geborgen werden.

Topcat K2X

Topcat K2X © Werft

Wavepiercer aus dem Computer

Entwickelt hat die Werft das Rumpfdesign per Strömungssimulation am Computer (CFD) mit Anleihen bei der Luft- und Raumfahrttechnik. Das für die kleineren Modelle Topcat K4X und Topcat K3X berechnete Rumpfdesign hat der Katamaran-Hersteller für die Premiere des Topcat K2X noch weiter verfeinert. Geblieben sind – für die notwendige Sicherheit des Allrounders – der voluminösere U-Spant, der mehr Auftrieb erzeugt.

Überzeugend ist die Wavepiercer-Form mit dem negativen Steven der Rümpfe. Dadurch segeln alle drei Modelle ruhiger. Günstig wirken sich auch die Chines aus: Die Verbreiterung vorne über Wasser reduziert die gefürchtete Steckergefahr durch Unterschneiden. Und minimiert so das Risiko zu kentern.

  • Topcat K3XTopcat K3X © Werft
  • alternativetextTopcat K4X © Werft
  • Topcat K3XTopcat K3X © Werft

Mit dem neuen Topcat K2X ist die Aktualisierung der Modellpalette jetzt abgeschlossen. Die aktuelle Armada vom Ammersee reicht nun vom Topmodell K1 (18 Fuß) und dem brandneuen Allrounder K2X (17 Fuß) über den Einmann-Performance-Kat Topcat K3X (16 Fuß) und den Topcat K4X für Einsteiger (15 Fuß) bis zum Kinderkat Chico mit nur 3,60 Metern Länge.

Ausreichend für eine vierköpfige Familie

Pablo Walden, der Geschäftsführer von Topcat, zeigt sich überzeugt, dass der Auftrieb des Rumpfs beim neuen Topcat K2X für ein Elternpaar mit zwei Kindern ausreichend ist. Sollte dennoch einmal der Fall eintreten, dass die Crew mit dem Kat über Kopf geht, reichen zum Aufrichten nach einer Kenterung wohl schon 85 Kilogramm Gewicht. Bringt ein Solosegler diese notwendigen Kilo nicht auf die Waage, hilft eine Aufrichthilfe mit Flaschenzug.

Die große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, die sich mit dem Topcat K4X abdecken lässt, macht das Boot auch für Segelschulen interessant. Vor allem zu Beginn der Kurse kann ein Segellehrer zusätzlich zum Kat-Einsteiger mit auf das Boot gehen.

Topcat K2X

Topcat K2X © Werft

Kielschuhe und Anticoralli schützen

Zum Schutz, wenn es zum An- oder Ablegen im häuslichen Revier oder unterwegs keinen weichen Sandstrand gibt, montiert die Werft auf Wunsch schützende „Kielschuhe“. Im Angebot ist außerdem eine sogenannte Anticoralli-Rumpfverstärkung. Mit einer Breite von 2,44 m ist der Topcat K2X auch fertig montiert trailerbar. Wer häufiger unterwegs ist, sollte den teilbaren Mast ordern. Dann geht sogar der Dachtransport.

Interessant für alle, die neu mit diesem Bootstyp beginnen, ist der Beschluss der Klassenvereinigung, dass der Topcat K2X schon ab der kommenden Saison vergütungsfrei mit den älteren Topcat K2 bei Regatten antreten kann. Nebenbei: Als erste Regatta-Katamaranklasse überhaupt nutzt Topcat einen Rollgennaker.

New TOPCAT X-Series: K2X & K3X

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Technische Daten Topcat K2X

Länge: 5,17 m
Breite: 2,44 m
Mastlänge: 8,20 m (optional 5,10 m oder geteilte 3,50 m)
Großsegel: 15,9 qm (13,5 qm bei Classic)
Rollfock: 4,2 qm
Rollgennaker: 17,7 qm
Gesamtgewicht: ab 160 kg (segelfertig, je nach Variante)
Maximale Passagierzahl: 4 Personen (1 bis 2 bei Regatten)

Topcat K2X

Topcat K2X © Werft

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