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Topcat K3X © Werft Topcat K3X © Werft

Darf’s auch ein Rumpf mehr sein?

Die aktuelle Kollektion kompakter Multihullboote segelt ebenso schnell wie sich die Neuheiten auf- und abbauen lassen.

Michael Krieg
von in
5 Minuten

Kleine Mehrrumpfboote sind schnell, wendig und meist einfach zu segeln. Sind es gar Trimarane, sind diese auch bei stärkerem Wind dank geringer Krängung durchweg sicher. Dank der an den Hauptrumpf anklappbaren Schwimmer sind die Mini-Tris der neuesten Generation auch gut trailerbar. Und die ganz Kurzen unter den Multihull-Booten sind leicht für den Transport auf dem Autodach auseinanderzubauen. float stellt die aktuelle Kollektion 2018 der Mini-Mehrrumpf-Neuheiten vor.

Leicht und unkompliziert: Topcat K4 und Topcat K3X

Der deutsche Bootsbauer Topcat stellte letztes Jahr seinen neuen 15-Fuß-GFK-Strandkatamaran vor. In diesem Jahr brachte der Hersteller aus Inning am Ammersee neben dem nur 4,50 m langen und 2,21 m breiten Modell Topcat K4X nun den 16 Fuß kurzen Einhand-Performance-Kat Topcat K3X auf den Markt.

Topcat K3X

Topcat K3X © Werft

Während der Topcat K4X die vorhandene Modellreihe nach unten abrundet und vor allem Einsteigern einen preisgünstigen sportlichen Einstieg ins Kat-Segeln bietet, ist die Konstruktion des Topcat K3X kompromisslos auf Einhandsegeln und hohe Geschwindigkeit ausgelegt.

Für die notwendige Segelsicherheit des kleinen Allrounders Topcat K4X sorgt der voluminösere U-Spant. Der bietet nach Angaben des Herstellers mehr Auftrieb. Durch die Form als Wavepiercer, also mit einem wellenschneidenden Rumpf, und mit den negativen Rumpfsteven soll das Boot ruhiger segeln. Chines, also Kimmkanten, sollen außerdem die Gefahr des Kenterns reduzieren. Entwickelt wurde das neue Rumpfdesign mit Hilfe von Strömungssimulationen am Computer, wobei Anleihen bei der Luft- und Raumfahrt gemacht wurden. Wie alle Kats des Bootsbauers vom Ammersee kann auch der neue Topcat K4X auf dem Autodach transportiert werden. Der Clou ist dabei der teilbare Mast.

Topcat K4X

Topcat K4X

Topcat K4X

beide © Werft

Versionen für alle Zielgruppen

Der bayerische Hersteller möchte mit seinen kleinen Katamaranen gleich vier Zielgruppen ansprechen. Und so gibt es für die Topcats mit entsprechend unterschiedlicher Grundkonfigurationen. Diese unterscheiden sich vor allem bei der Besegelung.

Der „Solo“, nur mit einem Großsegel ausgestattet, ist für den Einhandsegler gedacht. Beim „Classic“ gibt es neben dem Groß ein 2-qm-Vorsegel als Rollfock. Wer es noch sportlicher haben möchte, kann den „Streamcut“ mit einem im Topp nach hinten ausgestellten Großsegel wählen. Das Topcat-Topmodell, der K4X Reacher, bietet außerdem einen zusätzlichen Roll-Gennaker für tiefere Kurse. Nur beim Topcat K3X verzichtet die Hersteller auf die Basis-Variante „Classic“.

In der Regattaausführung des Topcat K3X stehen 33 qm Segelfläche zur Verfügung. Das ist viel Segelfläche. Durch das aus dem Trapez zu bedienende Cunningham lässt sich das Großsegel gut beherrschen. Der K3X gilt als der einzige Einhand-Katamaran, der mit Reacher gesegelt wird. Das fordert sicher einiges an Athletik und entsprechendes Können des Seglers. Aber auch dabei tragen die Laufruhe der Wavepiercer-Rümpfe und die Chines dazu bei, dass man möglichst auf jedem Kurs ins Trapez steigen kann.

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  • Topcat K3X

Technische Daten Topcat K4X

Länge über alles: 4,50 m
Breite: 2,21 m
Gewicht: 115 kg
Transport: auf dem Autodach oder per Trailer

Technische Daten Topcat K3X

Länge über alles: 4,92 m
Breite: 2,42 m
Gewicht: 130 kg
Transport: auf dem Autodach oder per Trailer

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