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Best of Boats Award © Volkmar Otto, Boot & Fun Berlin
BEST OF BOATS AWARD

Die besten Boote 2017

Die Gewinner des Best of Boats Award stehen fest. Die europäische Bootsbranche kam zur Preisverleihung nach Berlin.

float Redaktion
von in
3 Minuten

Die Gewinner des Best of Boats Awards 2017 stehen fest. Gestern Abend wurde vor großem internationalen Publikum die Auszeichung für Motorboote zum vierten Mal vergeben. Die 17-köpfige Jury wählte in fünf Kategorien die besten Boote des Jahres 2017.

Vertreter aller nominierten Werften aus Deutschland und aus ganz Europa waren angereist und folgten gespannt der Preisverleihung. Besonders stark repräsentiert waren in diesem Jahr Boote aus Finnland und Frankreich. Entsprechend erwartungsvoll waren die mehr als 120 geladenen Gäste, darunter Jarkko Pajusalo, Chef des finnischen Branchenverbands Finnboat und einige Werftchefs. In der festlich illuminierten Klassikerhalle verfolgten sie die live von der float-Redaktion ins Internet übertragene Präsentation.

Insgesamt 22 Bootsmodelle standen auf der Shortlist. Sie repräsentieren die Essenz aus 585 Motorboottests der BOB-Juroren in diesem Jahr. Insgesamt fünfmal gingen Jury-Mitglieder als Laudatoren auf die Bühne. Sie würdigten alle Finalisten – alle für sich genommen hervorragende Boote – vor dem gespannten Publikum der potenziellen Preisträger, um dann den Gewinner zu verkünden.

Auch großes Gefühl war bei den BOB-Awards zu erleben: Nach der Annahme des Preises, der eleganten Glastrophäe mit eingelasertem Best-of-Boats-Logo, versagte einem der Preisträger die Stimme. Feuchte Augen auch im Publikum. Und Stimmung, die man sonst nur von Sportveranstaltungen kennt: Manche feuerten „ihr“ Boot bei der Vorstellung der Finalisten auf der Leinwand lautstark an.

Der Preisverleihung am ersten Messetag der Boot & Fun Berlin schloss sich eine ausgelassene Party zum ersten Geburtstag des deutschen Jury-Partner float an – eine Gelegenheit, die von den Award-Gewinnern, Finalisten, den BOB-Juroren und vielen Branchenvertretern zum Austausch bis spät in die Nacht genutzt wurde.

Best for Beginners: finnisch fürs Wochenende

Die Finnmaster Husky R5, eines von drei finnischen Booten bei den vier Anfänger-Booten, machte in der Einsteigerkategorie das Rennen. Das kleinste Modell der 2016 aus der Taufe gehobenen Aluboot-Baureihe kombiniert den verwindungsfreien und hochbordigen Leichtmetallrumpf einwandfrei mit der wohnlichen GFK-Deckschale. Vielseitig einsetzbar, wendig und mit maximal 70 PS zu motorisieren, ist der Husky für knapp über 30 Knoten Höchstfahrt gut. Dabei bietet das Boot ausreichend Schutz bei rauer See hinter der hohen Windschutzscheibe und im tiefen Cockpit.

Finnmaster Husky R5

Finnmaster Husky R5 © Finnboat

Best for Fishing: US-Interpretation eines Angelboots

Dieser Fisherman ist die US-amerikanische Interpretation eines Angelboots. Die 222 ist das sportlichste Boot im Quartett der besten Angelboote des Jahrgangs 2017. Das Schiff besitzt reichlich Muskelmasse in Form von 250 Außenborder-Pferdestärken. Und es bringt mehr als 1,6 Tonnen auf die Waage. Der Fisherman verfügt über das größte Tankvolumen aller Finalisten. 390 Liter Treibstoff für den Motor erlauben auch längere Ausfahrten. Sämtliche Einrichtungen für entspanntes Angeln a l’américaine sind an Bord vorhanden.

Wellcraft 222 Fisherman

Wellcraft 222 Fisherman © Best of Boats Award

Best for Family: Souverän aus Frankreich

Die neue Leader bietet mit 33 Fuß Rumpflänge den gleichen modern und sportlich wirkenden Look, der die Leader-Linie auszeichnet. Das jüngste Modell wird in zwei Versionen angeboten: als Open-Version mit einem Instrumententräger und als Sporttop-Variante, also halboffen mit einem elektrisch zu öffnenden Hardtop.
Das Cockpit ist so geräumig und gut geschnitten, dass Familie und Freunde hier entspannt und mit Komfort unterhalten und bewirtet werden können. Unter Deck ist das Boot wandelbar: Der dortige Salon lässt sich per Schiebetür einfach in ein schönes Privatgemach verwandeln.Mit zwei in der Standardversion verbauten Volvo Penta D3 erreicht das Boot 34 Knoten Höchstfahrt.

Jeanneau Leader 33

Jeanneau Leader 33 © Werft

Best for Fun: Italienische Eleganz

Der Sieger in der Kategorie Best for Fun kommt aus Italien. Die Invictus 370 GT entspricht ganz dem italienischen Design aus der Feder von Christian Grande und hebt sich durch die Rumpfform mit dem negativen Steven deutlich von allen Mitbewerbern ab. Das Fahrverhalten der 370 GT ist außergewöhnlich gut – wie schon das kleinere Modell 280 GT, mit dem Invictus bekannt wurde.
Das großzügig gestaltete Decklayout mit Mittelsteuerstand, viel Platz im Heck und einer prächtigen Sonnenliegefläche macht die 370 GT zu einem eleganten Weekender mit vielen exklusiven Designlösungen auf und unter Deck.

Invictus 370 GT

Invictus 370 GT © Werft

Best for Travel: Lounge-Boot für binnen und Küste

Die BluEscape 1200 ist das erste Modell der BluEscape-Serie, einer neuen, ausdrücklichen, modernen und eleganten Linie von Motoryachten von Delphia. Am besten beschreibt der Begiff Komfortboot den Charakter der Neuheit, die der Crew viel Platz bietet.
Äußerlich haben die Konstrukteure manches anders gemacht: Der Rumpf und das langgezogene Vordeck lassen die BluEscape eher wie ein ultramodern gestaltetes Schiff als wie ein Wanderboot erscheinen. Durch die Zertifizierung in der CE-Kategorie B – so geplant von der 1990 in Olecko gegründeten Werft – lässt sich das Boot auch auf dem offenen Meer nutzen.

Delphia BluEscape 1200

Delphia BluEscape 1200 © Best of Boats Award

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