float Magazine

Die Maxus 22 ging schon um die Welt © Maxus
Segelboote für den Einstieg

float empfiehlt: Maxus 22

Als kleiner Weltumsegler hat die Maxus 22 vor Kap Hoorn gezeigt, dass sie grundsolide ist – noch ist sie gebraucht zu haben.

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in
3 Minuten

Das erste Boot vergisst man nie! Und daher muss es gut sein! float stellt hier in lockerer Folge Einsteiger-Segelboote vor, die drei Dinge gemeinsam haben: Sie halten was aus, bieten Stabilität, haben einen Kiel und eventuell sogar eine kleine Kajüte. Viele sind zudem trailerbar – das macht unabhängig vom Liegeplatz-Mangel.

Wen sprechen wir an? Keine blutigen Anfänger! Sondern alle, die Segeln bereits in Grundzügen beherrschen. Und somit Erfahrungen erworben haben, sei es beim Erwerb eines Segelscheines in der Segelschule oder beim Mitsegeln mit Freunden.

Was kostet das? Leider immer mehr! Auf Neubauten wartet man aktuell bis zu einem Jahr. Weil viele das nicht aushalten, steigen auch die Gebrauchtboot-Preise permanent. Sie lassen sich im Übrigen drücken, wenn man viel selbst macht. Heißt: Handwerkliche Fähigkeiten können viel Geld sparen!

Wichtig: Die hier getroffene Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zu groß ist das Angebot an Neu- und Gebrauchtbooten. Wir wollen lediglich zeigen, wohin die (See-)Reise gehen kann.

Einmal um die Welt

Die polnische Werft Northman Shipyard hat ihre Maxus 22 aus dem Programm genommen, kann man sie als Neuboot nicht mehr ordern. Doch auch gebraucht ist der 6,36 Meter lange Kleinkreuzer für Segeleinsteiger eine gute Wahl.

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Gute Sicht aus dem Cockpit © Brodauer Bootshaus

Wenn’s doch mal Meer sein darf, titelte float im Jahr 2018 nach einem Test der Maxum 22, die als Überarbeitung der Maxus 21 startete. Bekannt geworden ist dieses kleinste Boot der Northman-Werft, als Szymon Kuczyński eine Weltumseglung auf 22 Fuß damit erfolgreich absolvierte. Wenn das kein Grund ist, Segeleinsteigern diese kleine Segelyacht zu empfehlen!

Übersicht durch hohe Sitzposition

Anders als die Vorgängerin stellt die Maxus 22 ihrer Crew eine Ducht zur Verfügung, so sitzt es sich im Cockpit angenehmer und geschützer. Das Heck dagegen ist weiterhin offen. Das breite Deck fällt leicht zu den Seiten ab.

Der Rudergänger kann sich bei Lage entspannt in die Relingsgurte lehnen. Die Füße finden ebenfalls Halt – dafür sorgen die Leisten auf dem Decksboden. Oder man stemmt die Füße gegen den erhöhten Deckel der im Boden eingebauten Backskiste im Cockpitboden.

Das offene Heck bleibt bestehen © Northman Shipyards

Die hohe Sitzposition ermöglicht den freien Blick ins Vorsegel und voraus. Der Großschotblock und die entsprechende Klemme sind in bester Reichweite für den Steuermenschen auf einem Podest platziert.

Unter Deck 1,72 Meter Stehhöhe

Der großzügig wirkende Wohnraum reicht, wenn man es denn auf die Spitze treiben möchte, für ein halbes Dutzend. Es ist möglich, wenn auch nicht sinnvoll, hier vier Erwachsene und zwei kleine Kinder unterzubringen. Diese Sechser-Crew hätte sogar um den großen Tisch Platz.

Der Zugang zur Bugkajüte © Brodauer Bootshaus

Allerdings sind die Salonbänke nur 1,28 Meter lang. Sie lassen sich durch Einlegebretter verbreitern. Im Vorschiff und achtern sind die Kojenmaße aber erfreulich groß: Vorn ist das Doppelbett zwei Meter lang und auf Schulterhöhe 1,50 Meter breit. Die achtern quer eingebaute Doppelkoje ist 2,15 auf 1,10 Meter groß. Genug lichter Raum unter dem Cockpitboden macht diesen Raum durchaus angenehm nutzbar.

Die Stehhöhe vor dem Pantryblock unter dem Luk beträgt 1,72 Meter. Am Tisch sind es noch 1,54 m. Wichtig für längere Aufenthalte an Bord: Zu den Ausbauoptionen dieses Kleinkreuzers gehört auch ein WC-Raum.

Erweiterung nach oben

Die Werft Northman hat ihre Maxus-Segelyachtflotte inzwischen deutlich nach oben erweitert. Nachdem die Maxus 22 ausgelaufen ist, bleibt als kleinste Einheit der derzeitige Bestseller, die von float vorgestellte Maxus 24 Evo.

Den Abschluss nach oben bildet die Maxus neue 34, wahlweise mit schwenkbaren Ballastschwert oder hydraulischem Hubkiel. Für den Zehn-Meter-Markt angekündigt ist die Maxus 35 mit Festkiel, die in dieser Saison erstmals auf dem Wasser und den Bootsmessen zu sehen ist. Die 35-Fuß-Segelyacht ist ein vollwertiges Reiseschiff.

Technische Daten Maxus 22

Länge 6,36 m
Breite: 2,48 m
Tiefgang: 0,30 m (Kielschwert, mit Festkiel 1,45 m)
Gewicht: 1.280 kg (Standard, mit Hubkiel, mit Festkiel 1.450 kg, Ballast 250 kg, Schwert 150 kg)
Segelfläche: Groß 13 qm, Genua, 11 qm
CE-Kategorie: C (küstennahe Gewässer)

Zurück zu unserer kleinen, für Einsteiger geeeigneten Maxus 22 – und ihrem Platzangebot: Hier ist unter Deck mit Backskisten, Schränken und Schapps ausreichend Stauraum vorhanden. Lediglich die Austattung der Pantry ist im Standard recht dürftig. Leider darf sie nicht größer ausfallen, um den Zugang zur offenen Achterkabine nicht zu verstellen.

Die Maxus 22 ist ein sehr guter Kleinkreuzer fürs verlängerte Wochenende oder für den Urlaub auf dem Wasser zu zweit. Einem Trailertrip an die Adria oder zwei Wochen Urlaub an der Müritz steht mit diesem Boot nichts im Wege.

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