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Frauscher Shipyard Die neue 1017 GT Air © Frauscher Shipyard/WARDA
Szene

Frauscher stellt Zukunftsprojekte vor

Die österreichische Werft gibt Einblick in neue Design- und Bootsprojekte – weit vor der Premiere. float war dabei.

Kerstin Zillmer
von in
2 Minuten

„Evolution und Revolution“ verspricht Geschäftsführer Michael Frauscher den 300 geladenen Gästen bei der Präsentation der neuen Projekte am Werftstandort Ohlsdorf nahe dem Traunsee im Salzkammergut. Am gestrigen Donnerstagabend stellte er in den Produktionshallen mehrere technische Innovationen und Produktneuheiten vor, die voraussichtlich im kommenden Jahr als Weltpremieren präsentiert werden.

Offene Varianten kommen

Für 2019 ist der Launch von drei neuen Modellen geplant. Den Anfang macht die Frauscher 1017 GT Air, die ihre Weltpremiere auf der Boot 2019 in Düsseldorf haben wird. Zudem gab die Werft ein Sneak Preview auf die „Air“ genannte offene Variante der Frauscher 1414 Demon. Das mehrfach prämierte größte Modell der österreichischen Werft hat sich seit der Markteinführung 2016 bereits mehr als zwanzig Mal verkauft.

Frauscher Shipyard

Die 1017 GT Air in der Produktionshalle © Frauscher Shipyard/WARDA

Die beiden neuen Air-Modelle unterscheiden sich von den geschlossenen Schwestermodellen durch ein noch großzügigeres Platzangebot und andere hochwertige Details. Annähernd identisch sein werden die erstklassigen Fahreigenschaften, da die Air-Modelle auf den jeweils gleichen Rümpfen der Frauscher 1414 Demon und 1017 GT basieren. Mit der Frauscher 1414 Demon Air würde Frauscher nochmals ein neues Marktsegment für sich öffnen.

Michael Frauscher, in der Geschäftsführung zuständig für die Produktion und Entwicklung, erklärt: „Wir verstehen uns als Engineers of Emotions. Wir fokussieren uns in der Entwicklungsarbeit sowohl auf technische Innovationen als auch auf Design.“ Sein Ziel sei, „immer die besten und gleichzeitig schönsten Boote ihrer Klasse auf dem Markt anzubieten“.

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Stefan und Michael Frauscher und der Designer Gerald Kiska © Kerstin Zillmer

Elektropionier seit 63 Jahren

Mit der Vorstellung von zwei Projekten in Kooperation mit der Automobilmarke BMW und dem Motorenhersteller Torqeedo setzt Frauscher über auch auf seine Herkunft als Pionier bei Elektrobooten. 1955 stellte der Werftgründer Hans Frauscher, Großvater der heutigen Führungsriege, die ersten Elektroboote her.

Die von der Werft angebotenen elektrischen Antriebssysteme werden sind ab sofort noch leistungsstärker und effizienter konstruiert. Dafür sorgen das neue, 150 PS starke Deep-Blue-Motor und die Verwendung der modernsten Batterietechnologien aus der Automobilbranche. Der auf der METS Amsterdam 2018 vorgestellte, von Torqeedo marinisierte Akku des BMW i3 bietet eine Effizienzsteigerung von 30 Prozent und damit eine deutlich höhere Reichweite und potenzielle Endgeschwindigkeit.

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Stefan und Michael Frauscher © Frauscher Shipyard/WARDA

Ungewöhnliches E-Konzept – noch geheim

Als „absolutes Zukunfts-Highlight“, so Stefan Frauscher, Geschäftsführer für strategisches Marketing und Sales, präsentierte die Werft erste Impressionen eines neuen Boots namens Frauscher 777 Specter. Details über das hoch effiziente Elektroboot, das ab Herbst 2019 in den Markt eingeführt werden soll, sind noch nicht öffentlich. Das E-Boot verspricht, neue Maßstäbe in Hinblick auf Effizienz, Manövrierbarkeit und Design zu setzen.

Radikale Entwicklungsschritte haben die Werft am Traunsee, die im vergangenen Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feierte und als Hersteller von Segelbooten begann, im Lauf ihrer Geschichte immer wieder ausgezeichnet.

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