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Beneteau Excess 15 Neue Reihe im Portfolio bei Benetau: leistungsfähiger Fahrtenkatamaran Excess 12 © Beneteau
Beneteau Excess-Katamarane

Gotta say yes to another Excess?

Die neuen Katamarane von Beneteau Excess 12 und Excess 15 sind erstmals beim Cannes Yachting Festival zu sehen.

von
Michael Krieg
in
4 Minuten

Fahrtenkatamarane kommen leistungsmäßig schon mal an ihre Grenzen. Vor allem dann, wenn sie in Vollausstattung unterwegs und mit vielen Personen belegt sind. Auf diese mögliche Kalamität hat der Branchenprimus Beneteau reagiert. Excess heißt die neue Katamaran-Marke. Was ist anders an den Neuen?

Um effektiver und vor allem sportlicher unterwegs zu sein, gilt es zum einen, das Gewicht zu reduzieren. Aber auch die Performance soll sich steigern, was durch eine größere Segelfläche erreicht wird. Und: Auf Komfort möchte die Werft auch nicht verzichten.

Beneteau Excess 15
Beneteau Excess 15: Weniger Gewicht bei größerer Segelfläche © Werft

In Cannes stellen die Franzosen erstmals neben der bisherigen Hausmarke Lagoon diese neue, gut aussehende und vor allem sportlichere Interpretation eines Mehrrumpfboot-Konzepts aus. Zunächst kommt Beneteau mit den Modellen Excess 12 und Excess 15 auf den Markt.

Beide Kats werden ohne Oberdeck angeboten. Strukturbedingt lassen sich schon dadurch viele Kilogramm Gewicht sparen. Ein weiterer Vorteil, der sich durch den Verzicht auf eine Flybridge ergibt: Der sonst sehr hoch stehende Großbaum kann sehr niedrig angesetzt werden kann. Das schafft zusätzlichen Raum für Segelfläche.

Wem das alles noch nicht reicht: Für höhere Geschwindigkeiten sollen optional angebotene Riggs und noch größere Segelflächen sorgen. Beim Excess 15 kommt serienmäßig sogar ein Squaretop-Großsegel zum Einsatz.

  • Beneteau Excess 12Kommt ohne Oberdeck aus: Beneteau Excess 12 © Werft
  • Beneteau Excess 15Ohne Flybridge: Großbaum niedriger angesetzt © Werft
  • Beneteau Excess 15Kimmkannten oberhalb der Wasserlinie sorgen für mehr Raumkomfort unter Deck © Werft

Wie Kimmkanten für mehr Raumkomfort sorgen

Natürlich sind die Rümpfe fürs Segeln mit wenig benetzter Fläche unter Wasser konstruiert und optimiert – das ist gut für höhere Geschwindigkeiten und bessere Wendigkeit. Um aber den Raum unter Deck durch die schmaleren Wasserlinien nicht zu sehr einzuschränken, setzen die Kimmkanten schon am Bug an. Das sorgt für den nötigen Raumkomfort in den Rümpfen oberhalb der Wasserlinie.

Gesteuert wird mit doppelten Rädern in den Hecks. Durch den Wegfall der Flybridge gibt es nun die Möglichkeit, dass der Rudergänger achtern sitzen kann und möglichst weit außen. Damit hat er (oder sie) den optimalen Überblick über das Geschehen. Außerdem sind alle Fallen, Strecker und Schoten bedienungsfreundlich an zentralen Stellen positioniert – für den direktem Zugriff des Steuermenschen.

Beneteau Excess 12
Beneteau Excess 12: Viel Schatten und trotzdem optimaler Überblick © Werft

Mal großzügig sein

Besonders große Fenster ermöglichen auf beiden Kats aus den Salons eine gute Rundumsicht. Sowohl ein teils zu öffnendes Sonnendach auf der (oder dem) Excess 15 sowie ein optional angebotenes, gut zu öffnendes achterliches Sonnensegel auf dem 12er-Kat schützen die Crews auf dem Achterdeck vor zu starker Sonneneinstrahlung. Das erlaubt auch im geöffneten Zustand die freie Sicht aufs Großsegel und auf den Verklicker.

Achtern gibt es für die Mitsegler reichlich Platz am großen Tisch. Die Crew-Gäste können die Sonne beim 12er auf dem Netz zwischen den Rümpfen genießen. Beim größeren Excess 15 kommt ein zusätzlicher „Liegewiesenplatz “ im Bugbereich dazu. Und die Werte im Inneren?

  • Beneteau Excess 12Achterdeck mit Sonnensegel © Werft
  • Beneteau Excess 15Beneteau Excess 15: Großzügiger Aufenthaltsbereich auf dem Salondeck © Werft
  • Beneteau Excess 15Beneteau Excess 15: Pantry mit viel Arbeitsfläche © Werft
  • Beneteau Excess 12Etwas kleiner, aber nicht weniger edel: Salon auf der Excess 12 © Werft
  • Beneteau Excess 15Beneteau Excess 15: geräumig schlafen it viel Stauraum © Werft
  • Beneteau Excess 15Luxuriöser Naßbereich auf der Beneteau Excess 15 © Werft

Schön bei beiden Katamaranen sind die große Arbeitsfläche der Pantry und der großzügig bemessene Aufenthaltsbereich neben der Navigation an der Frontscheibe. Beim Excess 15 fällt alles natürlich erheblich größer aus.

Mit Bad, Bett und Home-Office

Auf beiden Modellen nächtigen die Bordgäste bei der Drei-Kabinen-Eignerversion in riesigen Schlafzimmern mit Bad und Office-Bereich. Im Excess 15 fällt der Raum noch luxuriöser und größer als beim kleineren Schwestermodell aus. Auf der Excess 12 müssen sich die Gäste der beiden gegenüber liegenden Kabinen ein großes Bad teilen.

  • Beneteau Excess 15Beneteau Excess 15: Luxuriöse Drei-Kabinen-Eignerversion © Werft
  • Beneteau Excess 12Beneteau Excess 12: Eignerversion etwas bescheidener - hier teilen sich die Gäste ein Bad © Werft
  • Beneteau Excess 15Excess 15: hat sogar Platz für sechs Kabinen mit eigener Nasszelle © Werft
  • Beneteau Excess 12Beneteau Excess 12: Variante mit vier Kabinen mit jeweils eigenem Bad © Werft

Auf Wunsch gibt es auch eine Vier-Kabinen-Version mit Zwei-Bäder-Variante oder vier Kabinen mit vier Bädern. Das ist dann etwas für große Familien oder die Charter. Auf dem 15er ist sogar eine Sechs-Kabinen-Version mit jeweils eigenen Bädern inklusive Dusche erhältlich. Gut, dass der Wassertank hier mehr als eine halbe Tonne fasst.

Der Start mit dem neuen Namen ist gemacht. Im Laufe der Zeit will Beneteau seine neue Marke um weitere drei Modelle erweitern, die schlicht Excess 11, 13 und 14 heißen.

Beneteau Excess 12 Beneteau Excess 15
Schwesternschiffe: die Beneteau Excess 12 und 15 sind die ersten beiden Modelle einer Reihe © Werft

Technische Daten Excess 12

Länge über alles: 11,73 m
Breite: 6,73 m (maximal)
Gewicht: 10.300 kg
Motorisierung: 2 Diesel mit je 29 oder 45 PS
Kraftstofftank: 2 x 200 l
Wassertank: 300 l
Square-Top-Großsegel: 50 qm
Selbstwendefock: 32 qm
Code Zero: 67 qm
Maximale Passagierzahl: 16 Personen
CE-Kategorie: A (Hochsee)

Technische Daten Excess 15

Länge über alles: 14,46 m
Breite: 8,03 m (maximal)
Gewicht: 18.400 kg
Motor: 2 Diesel mit je 57 oder 80 PS
Kraftstofftank: 2 x 520 l
Wassertank: 2 x 240 l oder 2 x 275 l plus 2 x 63 l
Square-Top-Großsegel: 104,5 qm
Selbstwendefock: 55 qm
Code Zero: 117 qm
Maximale Passagierzahl: 16 Personen
CE-Kategorie: A (Hochsee)

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