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Jeanneau Cap Camarat 6.5 © Kerstin Zillmer
Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR

Der kleine Unterschied

Mehr Leistung und Platz bei den Kleinen bietet die Jeanneau CC 6.5

Arek Rejs
von in
4 Minuten

Nach dem Aufwärmen mit der Cap Camarat 5.5 BR teste ich die Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR, die gut einen Meter länger und 12 cm breiter ist als das kleinste Einsteigermodell. Obwohl die zweitkleinste, ebenfalls zum Saisonstart 2017 vorgestellte Cap Camarat nicht wirklich viel größer als das Schwesterboot ist, sieht es mit dem optionalem Wakeboard-Haken und dem 200 PS starken Motor am Heck weitaus wuchtiger aus. Tatsächlich ist die CC 6.5 das deutlich leistungsstärkere Boot.

© Werft

Kein kleiner Unterschied: ein Meter mehr

Nebeneinander in der Marina liegend lassen sich beide Boote fast nicht unterscheiden. Der einzige, offensichtlich zu erkennende Unterschied besteht in der Leistung der Motoren. Die minimal verfügbare Leistung für die CC 6.5 sind 130 PS. Das Maximum beträgt 200 PS. Bei der Cap Camarat 5.5 sind maximal 130 PS das Limit.

Für das größere Boot bietet Jeanneau als Extra einen Wakeboard-Haken an – und einen Boden aus Teakholz. Davon abgesehen fällt es wirklich schwer, die breiten Boote auf einem Foto auseinanderzuhalten. Die Cap Camarat 6.5 BR bietet die gleichen Features wie die CC 5.5 BR: Dabei sind die unter dem Bug verborgenen Stufen für den leichteren Einstieg zu nennen, zwei drehbare Sitze für den Piloten und den Navigator sowie das achterliche Sofa, das sich leicht in eine Sonnenbank umwandeln lässt.

Der einzige wesentliche Unterschied beim Deckslayout besteht in der Größe der Elemente. Auf der Cap Camarat 6.5 BR sind das Sofa im Heck und die Sonnenliegen im Vorschiff und auf dem Achterdeck etwas größer dimensioniert. Hinter den beiden Steuerstandsitzen lässt sich außerdem ein U-förmiges Sofa anstelle des geraden Hecksitzmöbels integrieren. Dafür ist auf der CC 5.5 BR nicht genügend Platz vorhanden.

Weitere und sehr nützliche Funktionen der größeren Cap Camarat sind die Dusche auf der Badeplattform und ein Waschbecken im Cockpit. Der Wassertank fasst zwar nur 50 Liter, aber für eine schnelle Dusche nach dem Bad im Meer oder um die Brille zu reinigen ist das genug. Leider gibt es keinen Kühlschrank oder WC an Bord. Aber auf beiden Booten lässt sich sicherlich Platz für eine Kühlbox finden.

Eine andere Klasse trotz ähnlicher Maße

Die Cap Camarat 6.5 BR ist bei den Außenmaßen nicht viel größer als die 5.5. So war es auch bei meinen beiden ersten Autos, von denen schon die Rede war. In der Größe unterschieden sich der Fiat 126 und der Opel Kadett D kaum. Der Opel hatte aber einen 60 PS starken Motor (und damit das Doppelte der Leistung meines ersten Autos), bot Platz für fünf Erwachsene, hatte Servolenkung und dazu zwei Sätze Reifen, für Sommer und Winter. Zudem war die Fahrqualität viel besser.

Die CC 6.5 BR ist für sieben Personen zertifiziert, bietet die doppelte Motorleistung, mehr Stauraum und eine hydraulische Lenkung. Natürlich war der Preis für den Opel höher als für den Fiat. Dies gilt auch für die beiden Boote: Für die Basisversion der CC 6.5 BR zahlt man ca. 5.000 Euro mehr als für die CC 5.5 BR, nämlich laut Liste 22.015 Euro.

Das Fahrverhalten der Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR ist angenehmer als bei der kleineren 5.5. Es gibt keine Kavitation in scharfen Kurven, und das hydraulische Lenkrad reagiert wirklich federleicht, egal wie schnell man fährt. Das von mir getestete Boot wurde von einem Yamaha F200 angetrieben, der stärkste Motor, der für dieses Boot erhältlich ist. Die von mir erreichte Höchstgeschwindigkeit beträgt 43 Knoten, und das nach nur vier Sekunden ab Start. Die 5.5 BR benötigt für 34 Knoten das Doppelte an Zeit, nämlich acht Sekunden.

Das spricht für die Jeanneau Cap Camarat 6.5

Welches dieser beiden Boote des Typs Jeanneau Cap Camarat würde ich wählen? Um ehrlich zu sein: Es hängt davon ab, wie viel Geld man ausgeben kann. 5.000 Euro Unterschied sind nicht viel, wenn man ein Boot für 200.000 Euro kauft. Bei einem kleinen Boot ist das anders. Was hat die Cap Camarat 6.5 mehr als die CC 5.5? Sie bietet mehr Geschwindigkeit und mehr Platz an Bord. Dazu gibt es mehr Komfort mit Teakholzboden, Waschbecken und Handbrause.

Wenn man also etwas mehr Geld ausgeben kann, das gewisse Mehr an Luxus gleich zum Start der eigenen Bootseigner-Laufbahn wünscht und ein schnelleres Boot will, geht die Entscheidung sicher eher in Richtung Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR. Bei kleinerer Brieftasche wird die Cap Camarat 5.5 BR genau das Richtige sein und kann ebenso viel Freude machen.

Mehr über das Boot erfahren Sie hier: Jeanneau.de

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