float Magazine

Jeanneau Sun Fast 3300 beim Test in La Rochelle © Werft Jeanneau Sun Fast 3300 beim Test in La Rochelle © Werft
Jeanneau Sun Fast 3300

Die neue Sun Fast 3300 segelt

Das neue Regattaboot von Jeanneau könnte bei Olympia 2024 Furore machen. Jetzt gibt es erste Video-Bilder des Prototyps unter Segeln.

Michael Krieg
von in
2 Minuten

Neues von der französischen Regattayacht, mit der Jeanneau bei den nächsten Olympischen Spielen antreten möchte: Nach zwei Wochen technischer Vorbereitung wurde jetzt der erste Rumpf der Jeanneau Sun Fast 3300 in La Rochelle vorgestellt – und es ging aufs Wasser. Für die Zertifizierung des neuen Bootsmodells wurden gestern die Stabilitätsprüfungen vom französischen Institut ICNN durchgeführt. Nach einigen abschließenden Tests, so heißt es von der Werft, werde die neue Sun Fast 3300 bald bei vielen Regatten mit an den Start gehen – und sich möglicherweise bei den Olympischen Spielen 2024 tummeln.

Sun Fast 3300

Frisch im Wasser: die Sun Fast 3300 letzte Woche in La Rochelle © Jeanneau

Neue olympische Klasse?

Nahezu 400 Einheiten der Renn- und Fahrtenyachten Sun Fast 3200 und 3600 von Jeanneau gibt es inzwischen weltweit. Bei derartigen Zahlen scheint es nur zu verständlich, dass die Franzosen, die schon bei wichtigsten Rennen als Sieger hervorgingen, nun eine zusätzliche internationale Rennserie für diese Segelyachten planen.

Bis vor kurzem war das Boot gar nicht da. Auf der Bootsmesse in Paris im Dezember 2018 wurde erst einmal ein Modell vorgestellt – jetzt ist der Prototyp da, und er schwimmt. Bei der Einführung ihrer neuen Segelyacht hatten die Konstrukteure sicher auch die Entscheidung des Welt-Seglerverbands im Hinterkopf. Die Organisation hat gerade ein „Mixed Offshore Keelboat“ ins olympische Segelprogramm aufgenommen.

Die World Sailing (früher ISAF genannt) hatte sich bei der Mitgliederversammlung im letzten November 2018 sich auf die Segeldisziplinen für die Olympischen Spiele 2024 in Frankreich geeinigt. Das olympische Segelrevier wird dann vor Marseille sein. Nach langen Debatten hat man sich eben auch für ein Mixed-Offshore-Kielboot entschieden. Da bietet sich eine Bewerbung mit der neuen Jeanneau Sun Fast 3300 geradezu an.

Bekannte Optimierer als Konstrukteure

Verantwortliche Konstrukteure sind Daniel Andrieu und Guillaume Verdier. Daniel Andrieu ist der Vater der Sun-Fast-Reihe – er gilt als ausgewiesener Experte für die Optimierung von Segelbooten nach IRC im Inshore- und Offshore-Bereich. Der für seine Arbeit zum America’s Cup und für die Vendee Globe bekannt gewordene Guillaume Verdier und Daniel Andrieu sind gemeinsam für die Rumpflinien und die Rumpfanhänge der neuen Yacht verantwortlich.

Sun Fast 3300

Präsentation zum Start der Paris Boat Show © Jeanneau

Das Sun-Fast-Team (v. l.): Antoine Chancelier (Jeanneau), Daniel Andrieu (Andrieu Design), Véronique Soulé-Guillaume (Verdier Naval-Architekten), Hervé Piveteau und Basile Mayet (beide Jeanneau)

Was genau sie konzeptionell gemacht haben, um das Boot schnell zu machen, haben wir auf float bereits im November ausführlich vorgestellt. Im folgenden, deutsch untertitelten Video erklären die beiden Konstrukteure Daniel Andrieu und Guillaume Verdier die Besonderheiten beim Rumpf der neuen Sun Fast 3300.

Nouveau Sun Fast 3300 : La carène

direkt zum Video

Mein Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.