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Rechts mal schauen, links mal schauen – Düsseldorf ist die Messe der Weltpremieren © Messe Düsseldorf / C. Tillmann
Segel-Neuheiten

Segeln auf ein, zwei und drei Rümpfen

Die spannendsten Neuheiten unter Segeln auf der boot Düsseldorf 2020 – von 18 bis 60 Fuß Länge.

Florian Nierich
von in
12 Minuten

Die boot Düsseldorf ist die größte Wassersportmesse der Welt – auf 105.000 qm Ausstellungsfläche stellen hier rund 2.000 Aussteller hunderte Segelyachten und Motorboote aller Art aus. Pünktlich vor dem Start der vom 18. bis 26. Januar 2020 laufenden Schau stellen wir die interessanten Weltpremieren und viele erstmals in Deutschland präsentierte Neuheiten vor. Den Anfang machen heute die Segler.

Im Überblick

Dragonfly 40: Punktlandung für die Dänen

Vor eineinhalb Jahren hat Jens Quorning, Chef des gleichnamigen dänischen Multihull-Herstellers, den großen Trimaran Dragonfly 40 auf dem Papier vorgestellt. Jetzt hat die fertige Segelyacht auf der boot Düsseldorf Weltpremiere (Halle 17, Stand A20). Die Libelle aus Dänemark ist für Fahrtensegler eine flinke Alternative zu herkömmlichen Booten mit nur einem Rumpf.

Seit mehr als 50 Jahren baut Quorning Boats familientaugliche Trimarane – teils trailerbar, aber immer schnell. Bereits im vorigen Jahr aktualisierte die Werft mit der Dragonfly 32 Evolution die eigene Flotte.

  • Dragonfly 40 © Quorning Boats
  • Dragonfly 40 © Quorning Boats
  • Dragonfly 40 © Quorning Boats
  • Dragonfly 40Punktlandung. Die neue ist kurz vor Messebeginn fertig © Facebook

Der Dragonfly 40 verbindet die günstigen Eigenschaften von Ein- und Mehrrümpfern. Der Trimaran ist innen geräumig – mit zwei Kabinen und vier Kojen, dem großen Cockpit und enorm großen Netzflächen zwischen den Seitenrümpfen. Die versprochene Reisegeschwindigkeit gleicht der einer Rennyacht. Das Fahrgefühl dürfte dabei deutlich komfortabler und stabiler ausfallen.

Der große Clou ist, wie bei den anderen Dragonfly-Trimaranen, die Klapptechnik des in Fahrt breiten Boots. Eingeklappt misst der 40-Füßer nur vier Meter in der Breite und unterscheidet sich im Hafen damit nicht stark von herkömmlichen Yachten.

Wieso segeln wir dann überhaupt noch mit nur einem Rumpf? Neben Revier- und Platzvorteilen schlagen die meisten Einrumpfyachten die Multihulls besonders bei einem Punkt, dem Preis. So ist es auch beim Dragonfly. Der Einstieg mit Standardausstattung liegt beim Dragonfly bei knapp über einer halben Million Euro. Der Mehrwert bei Geschwindigkeit, Raumangebot und Funktionalität hat also seinen Preis.

Excess 11: Beneteau im Excess-Modus

Die neue Multihull-Marke Excess von Beneteau kam aus dem Nichts und hat sich in kurzer Zeit am Markt etabliert. Das Einstiegsmodell der Fahrtenkatamaran-Serie, die Excess 11, stellt die französischen Werftgruppe nun auf der boot Düsseldorf in Halle 15, Stand B42 vor.

  • Excess 11Der kleinste Excess bei den ersten Seatrials © Excess-catamarans
  • Excess 11Steuerstände weit achtern © Excess-catamarans
  • Excess 11Vier Kabinen Layout © Excess-catamarans

Die Excess 11 steht im krassen Kontrast zum Dragonfly 40. Mehr Segelyacht kann man für ein 37 Fuß langes Schiff zu einem Standardpreis von 310.000 Euro zurzeit kaum bekommen. Die Excess 11 besitzt in der Version mit vier Kabinen – dazu kommen zwei Vorschiffskojen – Platz für zehn Personen an Bord, die sich auf dem 6,60 m breitem Kat frei und sicher bewegen können.

Nach Auskunft der Werft war die Prämisse bei der Entwicklung der Excess 11, dass der Katamaran trotz seines Volumens gute Segeleigenschaften bieten soll. Segelfläche und Gewicht liegen beim Excess 11 im Durchschnitt, womit sich diese Aussage noch bewähren muss. Hier gab es in der Vergangenheit einige Kritik an den großen Kat-Herstellern: Sie bauten schwimmende Apartments anstelle von seegängigen Segelyachten.

Interessant ist, dass die Steuerstände der Excess 11 ungewöhnlich weit achtern außen liegen. Das schafft mehr Raum im Cockpit, könnte für Blauwassersegler jedoch ein wenig zu ungeschützt sein. Aber für Weltumsegler ist der neue Kat aus Frankreich wohl auch nicht konzipiert. Der günstige Preis und das hohe Raumvolumen unter Deck wird die Serie vor allem für die Charter interessant machen.

Bavaria C42: Neuer V-Bug als Zukunftsmodell

Bavaria is Back! Mit zwei neuen Booten will die fränkische Serienwerft unter Leitung des Berliner Investors wieder zurück auf die große Bühne. Auch wenn der Messeauftritt (Halle 17, Stand C43) wohl deutlich schmaler als noch vor zwei Jahren ausfallen dürfte, können wir uns vor allem bei der neuen Segelyacht auf eine interessante Premiere freuen.

Für den traditionell wichtigen Segelbereich ist die Bavaria C42 der neue Hoffnungsträger der Giebelstädter Werft. Neben viel Volumen standen vor allem gute Segeleigenschaften im Vordergrund, und so kommt die neue Bavaria C42 schon im Standard mit deutlich mehr Segeltuch als ihre Vorgängermodelle auf den Markt.

  • Bavaria C42Die neue Hoffnungsträgerin © Bavaria
  • Bavaria C42Ein Foto von der Wasserung wurde von der Werft geleaked © Bavaria
  • Bavaria C42Blick von oben auf die Neue © Bavaria
  • Bavaria C42Die große Kabine im neuen V-Bug © Bavaria Yachts

Auch die Breite ist ein Novum. Stolze 4,29 Meter misst die Bavaria C42 maximal von Backbord nach Steuerbord. Ursache dafür sind vor allem die neuen Doppelkojen achtern, die in rechteckiger Ausführung mit 1,60 m Breite beim Hotelstandard mithalten können.

Ein besonderes Detail der neuen 42-Fuß-Yacht der Bayern ist der neue „Bavaria-V-Bug“. Dieser war nötig, da die Wasserlinie des am Heck überbreiten Schiffs bei Krängung die Segelyacht aus der Bahn heben könnte. Der breite Bug verhindert dies mit viel Auftrieb und bietet gleichzeitig viel Platz für die Bugkabine.

Ob Bavaria damit einen neuen Trend gesetzt hat, wird sich zeigen. Hier hilft vielleicht ein kurzer Blick in die Superyacht-Szene: Auch Arcadia Yachts hat vor ein paar Jahren mit dem neuen Bugdesign für Furore gesorgt. Heute ist sie eine der angesagtesten Marken in exklusiven Marktsegment der Großyachten.

Von außen betrachtet gleicht die Bavaria C42 der neuen C-Linie. Das sportliche, italienische Yachtdesign wird so nicht nur Chartergästen, sondern wohl auch bei Eignern gut ankommen. Preislich liegt die neue Bavaria C42 – von float ausführlich hier vorgestellt – mit 187.900 Euro in der Standardausstattung im Klassendurchschnitt.

Moody DS 41: Ein SUV unter Segeln

Eine moderne, schnittige Deckshaus-Segelyacht auf nur 41 Fuß zu entwickeln ist nicht einfach, aber möglich – wie Designer Bill Dixon mit der Moody DS 41 zeigt. Die neue Moody 41 macht den Spagat zwischen Funktionalität und Design. HanseYachts präsentiert das lang erwartete und von CEO Jens Gerhardt im float-Interview als Game Changer bezeichnete Schiff auf der boot 2020 zum ersten Mal (Halle 16, Stand A41), gleich neben der deutlich größeren Moody 54.

  • alternativetext © HanseYachts
  • alternativetext © HanseYachts
  • alternativetextDas Herz der Moody, der Decksalon © HanseYachts

Das neue Decksalonschiff der ursprünglich britischen Marke Moody bietet viel Platz an und unter Deck. Der Salon einer Einrumpfyacht wird ab und zu liebevoll auch als Höhle bezeichnet. Bei der Moody DS 41 ist dieser zentrale Bereich auf einem Level mit dem Cockpit angelegt und mit Panoramaverglasung versehen. Das Mehr an Komfort bei jeder Witterung verlängert die Saison auf dem Wasser.

Das einer Motoryacht ähnliche Layout steigert die Lebensqualität erheblich. Im Salon der 41er ist ein ein großes U-förmiges Sofa platziert, dazu gibt längsseitig die Pantry und einen Kartentisch mit Blick voraus.

Die Moody DS41 ist quasi ein Segel-SUV, bereit für die See bei jedem Wetter. Über breite Laufdecks mit hohem Schanzkleid gelangen Crew und Gäste auf das Vorderdeck. wo es eine große Liegefläche  gibt. Das untere Deck teilt sich in zwei Doppelkabinen mit ein oder wahlweise zwei Bädern auf.
Die Moody DS41 ist im Standard für knapp eine halbe Millionen Euro zu haben und zählt damit zu den teureren Premieren auf der Messe.

Hallberg-Rassy 40C: Traditionswerft folgt dem Trend

Eine weitere 40 Fuß lange Segelyacht, die auf der boot Düsseldorf Weltpremiere hat, kommt von Hallberg-Rassy. Die Werft, die letztes Jahr ihr 75-jähriges Bestehen mit der Einführung ihrer neuen 57er feierte, ist in Leserumfragen weiterhin die Traum- und Wunschmarke bei den deutschen Seglern. Die Hallberg-Rassy 40C übernimmt den Platz der 40 Mk2 und bricht bei der Form mit alten Konventionen.

Im Überblick

Die neue Hallberg-Rassy HR 40C wurde an den aktuellen Trend bei Segelyachten angepasst, sie legt vor allem im Heck an Volumen zu. Das Heck läuft nun nicht, wie bisher üblich, nach achtern zusammen, sondern hält die Breite bis zum Spiegel bei. Dadurch gewinnt die ohnehin schon große Achterkabine weiter an Platz. Das Inselbett wird dadurch breiter. Bei der Dreikojenvariante sind Einzel- und Doppelbett voneinander getrennt.

  • Hallberg-Rassy HR 40C © Hallberg-Rassy
  • Hallberg-Rassy HR 40Cklassisches Interieur © Hallberg-Rassy
  • Hallberg-Rassy HR 40CGroßes Inselbett in der Eignerkabine © Hallberg-Rassy

Im wesentlichen wurde das Interieur-Layout der Hallberg-Rassy 40 MK2 beibehalten, jedoch in gespiegelter Variante. Auch die  Sessel im Salon sind an ihrer gewohnten Stelle. An Deck bietet die Hallberg-Rassy 40C ein zentrales Cockpit mit der bekannten Windschutzscheibe. Sie kann durch ein festes Hardtop erweitert werden. Das bietet viel Schutz an nassen Tagen auf der Ostsee. Die neue Hallberg-Rassy 40C kostet in der Basisversion rund 440.000 Euro.

Allures 40.9: Mit Alurumpf auf Langfahrt

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, auf Langfahrt zu gehen, sind die Allures 40.9 und die Alubat Ovni 400 interessante Ausstellungsstücke. Beide sind Explorer-Segelyachten, beide sind aus Aluminium gefertigt, und beide sind etwa zwölfeinhalb Meter lang. Auf der boot Düsseldorf können künftige Blauwasser-Segler die Schiffe direkt miteinander vergleichen.

Die auffälligste Besonderheit gleich vorweg: Die 12,60 m lange und 4,15 m breite Allures 40.9 hat mit ihrem robusten Aluminiumrumpf bei hochgezogenem Schwert nur 1,06 m Tiefgang. So lassen sich auch flache Buchten ansteuern, und das Schiff kann bei Bedarf auch zu Fuß begutachtet werden. Grundberührungen, sei es mit dem Schwert oder Rumpf, sollte die Allures 40.9 gut wegstecken können. Damit wird das von Blue Yachting aus Bremen angebotene Schiff der französischen Werft zur sicheren Begleiterin auf hoher See.

  • Allures 40.9Mit nur einem Meter Tiefgang kann die Allures direkt am Strand ankern © Allures Yachting
  • Allures 40.9Die Allures 40.9 kann auch anders © Allures Yachting
  • Allures 40.9Heck mit klassischen Geräteträger © Allures Yachting

Auch das Cockpit und Layout der Allures 40.9 ist an die Bedürfnisse von Langfahrern angepasst. So besitzt die Segelyacht einen großen Bügel am Heck. Der dient zum einen als Geräteträger, zum anderen als Aufhängung fürs Dinghi. Für den Außenbordmotor des Beiboots hat die Werft sogar einen praktischen Stauraum am Heck konzipiert. Das kann den Motor vor Salzwasser schützen und das Heck sieht ohne Flautenschieber aufgeräumter aus.

Überraschung unter Deck: Die Allures 40.9 hat Stil und erfreut das Auge des Benutzers durch das sehr moderne und puristische Design. Die Konstrukteure verbinden so die Vorteile der robusten Aluminiumbauweise mit zeitgenössischem Yachtinterieur. Die Werft präsentiert die Allures 40.9 in Halle 16 auf Stand D40. Als deutscher Vertragshändler ist Blue Yachting aus Bremen Ansprechpartner für interessierte Kunden.

Alubat Ovni 400: Sicher für die See

Mit ganz ähnlichem Konzept, aber in anderer Ausführung steht die Alubat Ovni 400 zum ersten Mal auf einer deutschen Messe (Halle 16 Stand D20). Die Ovni 400 teilt die Merkmale der Allures und geht in vielen Punkten noch einige Schritte weiter. So hat sich die Werft zum Beispiel besonders auf das Zusammenspiel von Segelyacht und Dinghi konzentriert. Das ist ein wesentlicher Punkt auf Langfahrt. Große Handgriffe am Heck der Yacht, eine breite und tiefe Ein- und Ausstiegsplattform und ein manuelles Aufzugsystem am Bügel für den Tender zeugen von der Erfahrung, die hier eingebracht wurde.

  • Alubat Ovni 400Ein kraftvoller Segelplan auch am Wind © Alubat
  • Alubat Ovni 400Sicherer Halt durch Schanzkleid und Griffe © Alubat
  • Alubat Ovni 400Längspantry im Salon mit Rundumsicht © Alubat

Der sichere Aufenthalt an Bord ist bei der Ovni 400 an jeder Stelle bedacht. Das Schanzkleid ist aus Alu und zieht sich um das gesamte Schiff. Sogar die umlaufende Kante an der Arbeitsfläche in der Pantry hat eine Vertiefung nach innen – für maximalen Halt auch für die Koch-Crew.

Amel 60: Der Blauwasserkreuzer

Die Amel 60 ist wahrscheinlich eine der luxuriösesten Blauwassersegler auf dem Markt. Die Amel 60 hat auf der boot 2020 Deutschlandpremiere (Halle 16, Stand B58) und löst damit die Amel 64 ab.

  • Amel 60Der abgesetzte Steuerstand ist das Markenzeichen von Amel © Amel Yachts
  • Amel 60Durch das zentrale Cockpit ist viel Platz auf dem Heck © Amel Yachts
  • Amel 60Warmes Interieur mit viel Holz und Details © Amel Yachts

Bezeichnend für die französische Luxuswerft, deren kleinstes Modell immerhin 50 Fuß lang ist, ist der zentrale Steuerstand unter einem geschützten Aufbau. So können die Eigner auch bei schwerem Wetter komfortabel Kurs halten und sicher die Meere kreuzen. Dass die Amel genau dafür gemacht ist, zeigen auch die abgedichteten Schotts, die die Segelyacht unsinkbar machen sollen.

Einzigartig ist der im Standard enthaltene Carbon-Rollmast. Durch  ihn kann der Ballastanteil geringer ausfallen, und die Yacht gewinnt an Fahrt dazu.

Dufour 530: Drei Weltpremieren in einer

50 Fuß ist das neue 40. So wundert es nicht, dass Dufour sein neues Design im vielversprechenden Segment der 50-Fuß-Segelyachten realisiert. Die neue Dufour 530, die in Düsseldorf (Halle 16, Stand B37) ihre Weltpremiere hat, wird in drei Versionen angeboten: Easy, Ocean und Performance.

Die drei unterscheiden sich im wesentlichen durch die Anordnung der Beschläge an Deck. Während die Easy-Version dem heutigen Zeitgeist des komfortablen Einhandsegelns mit Winschen am Steuerstand folgt, bietet die Ocean-Variante ein klassisches Layout mit Winschen beim Niedergang. Die Performance-Version kommt mit 20 Quadratmetern mehr Segelfläche als im Standard.

  • Dufour 530Performance Version mit farblichen Details © Dufour
  • Dufour 530Die drei Versionen im Überblick © Dufour
  • Dufour 530Modern und hell im Interieur © Dufour

Unter Deck stehen vier unterschiedliche Layoutvariationen zur Wahl. Diese bieten jeweils drei, vier, fünf oder sechs Doppelkabinen. In der großen Ausbauversion gibt es ganze zwölf Kojen und damit genug Platz für drei vierköpfige Familien.

Sailart 18: Schnittiger Kleinkreuzer aus Erftstadt

Kleiner als die anderen Yachten, die wir vorgestellt haben, doch nicht weniger spannend ist die neue Sailart 18 aus Erftstadt in Deutschland. Das Boot basiert auf dem Vorgängermodel, der Sailart 17, und besitzt die Linien einer modernen Regattayacht.

Daysailer, die dazu gedacht sind, kleinere Tages- oder auch Wochenendtouren zu absolvieren, gehören zum alltäglichen Bild auf unseren Gewässern. Werftchef Frank Störck aber wollte mehr – ein Schiff, bei dem Design und Funktionabilität gleichermaßen wichtig sind.

  • Sailart 18Kantiger Rumpf mit modernen Chines © Sailart
  • Sailart 18Der Gennaker hat eine Fläche von 20 qm © Sailart
  • Sailart 18Das Vorgängermodell, die Stilart 17 © Sailart

Vor allem die Chines im Rumpf und das dadurch eingezogene Freibord am Bug sind klassische Merkmale aus der Offshore-Regattaszene. Und die neue Sailart 18 sieht nicht nur nach Tempo aus. Ganze 39 Quadratmeter Segelfläche auf raumen Kurs und 20 qm auf Amwindkursen machen die 450 kg leichte Konstruktion auf dem Papier zu einem Geschoss.

Dennoch ist die Sailart 18 auch fürs Cruisen ausgelegt. Das Boot, zu sehen als Weltpremiere in Halle 15, Stand D44, besitzt zwei Kojen für Wochenend- oder Urlaubstörns.

Was es sonst noch gibt – eine kleine Auswahl

Ebenfalls auf der boot Düsseldorf 2020 zu sehen sind viele Boote, die im Laufe des letzten Jahres vorgestellt wurden und nun teilweise erstmals auf der boot Düsseldorf zu sehen sind.

Mit der Dehler 30 one design präsentiert die Hanse-Werft (Halle 16, Stand C18) aus Greifswald eine von float bereits vorgestellte aufregende Neukonstruktion. Auf Highspeed gebürstet, aber familientauglich, will die Dehler 30 One Design beides bieten. Das von judel/vrolijk & co gezeichnete Boot wird von vielen Regattaseglern als die Nachfolgerin der Sprinta Sport und der größeren DB 1 gesehen. In ihrer Formensprache erinnert das Greifswalder Boot stark an die drei Vertreterinnen der bis auf 39 Fuß gewachsenen Bente-Familie, aber auch an den jüngsten Racer von Jeanneau, die neue Sun Fast 3300.

Grand Soleil wird unter Freunden schneller Fahrtenyachten oft auch mit italienischen Sportwagen verglichen – schick im Aussehen und leistungsstark auf dem Wasser. Die Grand Soleil 42 LC rundet die Fahrtenyachtserie der italienischen Werft Cantiere del Pardo nach unten ab. Worum ging es der Werft bei der Grand Soleil 42 LC, die den größeren Schwestermodellen auf den ersten Blick sehr ähnelt? Um Performance, Komfort oder Langstreckentauglichkeit? Die Antwort: um alles, wie unser Porträt der Grand Soleil 42 LC zeigt – zu sehen in Halle 16, Stand C21.

  • Grand Soleil 42 LCGrand Soleil 42 LC © Werft
  • Elan Impression 45.1Elan Impression 45.1 © Werft
  • Dehler 30 ODDehler 30 OD © Werft
  • X-Yachts X 4.0X-Yachts X 4.0 © Werft
  • Beneteau Oceanis 30.1Beneteau Oceanis 30.1 © Werft

Die neue Elan Impression 45.1 bricht mit aktuellen Mustern und stellt sich mit einem traditionellem Layout gegen die neuen Konzepte der Konkurrenz. Die neue Elan, in Deutschland von Blue Yachting vertreten, kommt im Standard ohne Selbstwendefock und Einhandtauglichkeit aus – und das auf gutem Grund, wie in Halle 16 Stand C41 zu sehen ist. Dort wird auch die neue Elan GT 6 zu sehen sein. Von dieser Weltpremiere wurden bisher nur ein paar Renderings geleakt. Bekannt ist schon, dass es ein sehr sportliches Flushdeck geben wird, das erste mit Stehhöhe in der Bugkajüte in der Bootsklasse unter 50 Fuß Rumpflänge.

40 Jahre nach ihrer Gründung beschenkt sich X-Yachts selbst mit der neuen X-Yachts X4, der kleinsten Einheit der Pure-X-Range (Halle 16, Stand D21). Versprochen wird neben gutem Aussehen und bester Bootsbauqualität vor allem Leistungsstärke. Das soll aber nicht zu Lasten des Komforts gehen. Denn eine X ist natürlich und in erster Linie eine Fahrtensegelyacht – nur eben eine besonders schnelle. Beim Silverrudder Race 2019 war das Boot zum ersten Mal im Regatta-Einsatz.

Eine Überraschung ist Beneteau im Sommer gelungen: Ohne Vorankündigung präsentierte der Segelyachtproduzent die neue Beneteau Oceanis 30.1, und landete einen großen Erfolg. Die kleinste Yacht der Cruising-Range (Halle 16, Stand B42) konnten wir jetzt ausgiebig unter die Lupe nehmen und bei einem Törn auf der Ostsee testen. Unser Test der größeren Beneteau Oceanis 46 folgt in Kürze.

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