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Spiderman 2019 © Sony Pictures
Frauscher 747 Mirage

Spiderman fährt 747 Mirage

Spiderman flüchtet in Venedig in Far away from Home mit einer Frauscher 747 Mirage – wir testeten sie auf dem Gardasee.

Kerstin Zillmer
von in
6 Minuten

Die 747 Mirage ist im Kino. Spiderman flüchtet mit dem schnellen schwarzen Panther von Frauscher in Venedig vor dem Bösen im neuen Film „Far away from Home“, der seit gestern in den deutschen Kinos läuft. Es ist die Fortsetzung des 2017 erschienenen Films „Homecoming“ des Regisseurs Jon Watts, der einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2017 wurde. Wir sind Spiderman um einiges voraus und haben die Frauscher 747 Mirage schon 2014, als das Boot gerade herauskam, auf dem Gardasee getestet.

Fata Morgana am Gardasee

In Gargnano am Gardasee habe ich im frühen Abendlicht eine Erscheinung: eine Fata Morgana auf dem Wasser. Schwarz und zu schnell, um die Umrisse zu erkennen. Zurück bleibt ein Bild auf meiner Netzhaut und der satte Klang des Motors in meinem Ohr.

Frauscher 747 Mirage

Die Erscheinung auf dem Gardasee © Kerstin Zillmer

Mauro Feltrinelli, Werftchef und Frauscher-Generalimporteur für Italien, holt mich zurück in die Wirklichkeit. Als enger Freund und Berater der Familie Frauscher stellt er für unseren Test Hafen und Logistik zur Verfügung. Um uns herum ist die gesamte Frauscher-Flotte ausgestellt. Während mir Mauro beim Espresso auf der Terasse die Werftgeschichte erzählt, wandert mein Blick über zehn Jahre Frauscher-Modellentwicklung im Hafen. Thomas Gerzer, Chef-Entwickler bei Frauscher und Konstrukteur der Mirage, kommt dazu. Er ist der Meister, der Illusionen in die Realität umsetzt.

Die Voraussetzungen für einen Test könnten besser nicht sein: Die späte Nachmittagssonne ist weich, das Wasser glatt, der Entwicklungschef mein Begleiter. Wir legen sofort ab. Die Mirage wirkt wie ein Rennwagen auf dem Wasser. Die Seitenlinie des Boots ist hinter den prägnanten Lüftern dreidimensional geschwungen und gibt dem Rumpf eine Form, wie man sie bisher nur von sehr sportlichen Autos kennt.

Der flache Stufenrumpf, für den auch bei diesem Modell Harry Miesbauer verantwortlich zeichnet, die für Frauscher typische Z-Linie im neuen Design von Gerald Kiska und die auffälligen Lufteinlässe machen das Boot optisch zu einer aufregenden Mischung aus Rennboot und Rennwagen.

Frauscher 747 Mirage

Die für Frauscher typische Z-Linie © Kerstin Zillmer

Was der böse Bube so kann

„Das Design der Mirage ist eine Weiterentwicklung der neuen Form, die wir mit der Fantom 858 vor einem Jahr begonnen haben“, erklärt Thomas Gerzer. „Jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Wir wollten mit der Mirage 747 einen Lamborghini auf dem Wasser entwickeln, sozusagen den bösen kleinen Bruder der Fantom.“

Nun, denke ich, dann wollen wir mal sehen, was der böse Bube so kann. Ich setze mich ans Steuer und starte die 300-PS-Maschine. Die Sicht ist gut, man hat alles bestens im Blick. Die getönte Windschutzscheibe passt optisch gut zum Boot, ist aber mit Sonnenbrille ein bisschen dunkel.

Im Heck arbeitet ein Mercury Mercruiser 350 MAG DTS. Dieser „Smartperformer“ hat ein hohes Drehmoment und beschleunigt sehr schnell. Das Getriebe schaltet dank Mercurys digitalem Drossel- und Schaltsystem (DTS, daher das Kürzel im Motorennamen) leicht und weich. Der Motor reagiert sofort und ohne Verzögerung auf jeden Befehl des Gashebels.

Über die seitlichen Lufteinlässe wird der Motor besonders gut gekühlt und arbeitet dadurch deutlich effektiver. Der Dreiblattpropeller, ein Mirage Plus 17 aus Edelstahl von Mercury, passt perfekt zu Rumpf und Antrieb. Die Elektrik wird von zwei 76-Ah-Batterien gespeist, einer Bord- und einer Starterbatterie, die als Notsystem verbindbar sind.

Frauscher 747 Mirage

© Arek Rejs

Das Geheimnis liegt in der Stufe

„Durch die Verlängerung der Wasserlinie wird der Widerstand bei Flachwasser geringer und die Geschwindigkeit auf der Geraden erhöht sich“, erklärt Thomas Gerzer. „Das Geheimnis des extrem guten Fahrverhaltens der Mirage liegt in der Stufe, den zwei zusätzlichen Gleitleisten, der breiten Kimm und dem geraden, langen Vorsteven.“ Die richtige Position der Stufe verhindert, dass das Boot in den Wellen zu Wippen beginnt.

Die vier Gleitleisten garantieren auch eine bessere Kurvenlage, denn sie verhindern, dass das Boot wegrutscht. „Und sie trimmen den Bug bei Höchstgeschwindigkeit ein bisschen nach unten“, so Gerzer, „und geben damit ein sicheres Gefühl.“

Ich beschleunige und bin ich in nur vier Sekunden bei knapp 20 Knoten und 2.500 U/min in Gleitfahrt. Die Mirage reagiert wie angekündigt außergewöhnlich direkt auf meine Manöver und ist absolut kurstreu. Bei leichtem Trimm in Marschfahrt liegt das Boot perfekt auf dem Wasser. Ich bin begeistert.

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