float Magazine

Smartphone-Apps

Apps an Bord, Teil 3. Nützliches für Android.

Praktische Helfer für den Bordalltag

Stephan Boden
von in
4 Minuten | 2 Kommentare

Im Dschungel der Apps gibt es viel Nutzloses aber auch einiges, was sehr sinnvoll ist. Neben den hier bereits behandelten Themen Navigation- und Wetter-Apps tummeln sich noch weitere nützliche Anwendungen in den Stores. float hat ein paar dieser tollen Helferlein zusammengestellt. Heute: Android Apps.

Smart Compass

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smart kompass

Fotos: Hersteller

Neue Smartphones und Tablets verfügen meist über einen Digitalkompass-Sensor, einen Fluxgate-Magnetometer (MEMS). Die erhältlichen Kompass Apps laufen mittlerweile sehr zuverlässig. Man sollte jedoch vor jeder Nutzung den Sensor kalibrieren. Gute Apps fordern vorm Start dazu auf oder besitzen diese Option zumindest im Menü.
Smart Kompass ist eine sehr durchdachte App mit vielen schönen Features. So kann man zum Beispiel die Kamerafunktion des Handys nutzen, der Kompass wird dann als Overlay im Bild angezeigt. Das ist zum Beispiel bei markanten Landmarken sehr hilfreich, um sich zu orientieren. Es gibt verschiedene Anzeigemodi.
Neben der Himmelsrichtung zeigt die App auch die Neigung um die Raumachse, die sogenannten Pitch- und Rollwerte an. Die App warnt zusätzlich bei starken Störfeldern vor einer ungenauen Messung und zeigt bei Bedarf auch die GPS-Geschwindigkeit zusätzlich an.

Smart Kompass ist kostenlos. Will man sich jedoch den geografischen statt des magnetischen Nordpols anzeigen lassen, benötigt man die gebührenpflichtige Pro Version.

DigiHud Speedometer

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  • DigiHudDigiHud
  • DigiHud WindowDigiHud Window

Speedfreaks können sich ihre Geschwindigkeit mit der DigiHud App übersichtlich und groß anzeigen lassen. Die App verfügt über viele Einstellungsmöglichkeiten, zeigt auch die GPS-Genauigkeit an. Integriert ist das DigiHud Window, eine ständige Geschwindigkeitsanzeige, die man auf seinem Screen frei verschieben kann und auch über anderen Apps liegt. Damit hat man sein Tempo immer im Blick, egal was gerade auf dem Smartphone angezeigt wird. Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt via GPS.
Stellt man das Bild von DigiHud auf spiegelverkehrt, kann sich das Ganze auch als Head-Up-Display (HUD) nutzen in einer Windschutzscheibe nutzen. Das ist zwar fürs Auto gedacht, geht aber auch auf Booten mit passenden Scheiben.

DigiHUD + 허드비전

Saildroid

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ankerwache

Fotos: Hersteller

Saildroid macht eigentlich all das, was man an Bord braucht. Die App zeigt die Position, Geschwindigkeit und Kurs an. Auch lassen sich Distanzmessungen vornehmen, Wegpunkte eingeben und anzeigen. Im Prinzip funktioniert Saildroid wie ein Basis-Naviinstrument. Die App ist der intuitiv bedienbar und verfügt eine hervorragend ablesbare Anzeige. Saildroid ist kostenlos.

Ankerwache

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ankerwache

Fotos: Hersteller

Es gibt zahlreiche Ankerwache-Apps. In der letzten Zeit ist es modern geworden, dass diese Apps über eine SMS Funktion verfügen. Die App meldet sich also per Nachricht, wenn das Boot einen festgelegten Schwojkreis verlassen sollte. Das jedoch ist in der Praxis sicher nur schwer umzusetzen, denn dazu benötigt man ein Handy mit Mobilfunk/Internetverbindung, welches an Bord zurück bleibt. Dazu muss es dauerhaft am Strom angeschlossen sein.

Ankerwache hat diese Funktion nicht, aber dafür einige Sicherheitseinstellungen, die sehr sinnvoll sind. So überwacht die App das GPS Signal und den Akkustand, in beiden Fällen warnt sie, wenn es zu Problemen kommt. Das sind zwei wichtige Features, denn einer am Ankerplatz schlafenden Crew nützt keine Ankerwache mehr etwas, wenn das Gerät mangels Strom ausfällt. Ansonsten verfügt die App über die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten, wie Kettenlänge, den zu überwachenden Sektor, einen einstellbaren GPS-Zyklus, um Akku zu sparen sowie einen frei wählbaren Warnton.

Auch Ankerwache ist kostenlos.

Vaavud

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  • vaavudFoto: vaavud
  • vavuudFoto: vaavud

Der Vavuud Windmeter verwandelt das Handy in ein Windmessgerät. Mit dem für rund 30 Euro erhältlichen Aufsatz Vaavud Sleipnir lässt sich der Wind sehr genau ablesen. Der kleine Windmesser ist wie ein professioneller Anemometer mit zwei Schalen gestaltet, deren Drehgeschwindigkeit die Windstärke anzeigen. Eine Teflonbeschichtung hält den Reibungswiderstand gering. Der Wind lässt sich von 2 bis 20m/s ablesen und in allen Einheiten anzeigen. Daneben lassen sich bspw. die Tageshöchstwerte speichern oder auf einer Weltkarte die Messergebisse anderer Benutzer sehen.
Achtung! Der Windmesser funktioniert nur mit Handys, die einen magnetischen Kompass besitzen. Denn über diese Funktion werden die Windwerte ermittelt. Der Vorteil: Vaavud benötigt keinen Strom und keine elektronische Verbindung zum Telefon, sogar der Klinkenstecker ist aus Plastik.

Wer sich die Windrichtung anzeigen lassen möchte und Windstärke bis 40 m/s, für den gibt es den etwas teureren Windmessaufsatz Mjolnir.

Vaavud gibt es auch für iOs.

SafeTrx

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Über die in Seenotfällen hilfreiche App hat float bereits ausgiebig berichtet.

2 Kommentare

Volker_aus_HH /

Schöne Zusammenstellung! Eine kleine Ergänzung für die Fans des elektronischen Log-Buchs: LD-Log. Habe die App als Verfechter des Papier-Logbuchs auf mehreren Törns eingesetzt und bin extrem zufrieden. Ich führe zwar immer noch mein Logbuch lieber per Hand, aber das ist ja Geschmackssache. Die App kann jedenfalls vollumfänglich ein Papier-Logbuch ersetzen und besitzt viele Features, die auf Papier nur umständlich sind (Exakte Position festhalten, Fotos machen, Manöver auf Knopfdruck eintragen, Tages- und Gesamtmeilen ausrechnen etc.)

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