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APPS

Embark: Kostenlos navigieren

Ansprechende Navigations-App von i-Sea

Stephan Boden
von in
2 Minuten | 8 Kommentare

i-Sea AS ist ein Software-Unternehmen mit Sitz in Oslo, das maritime Apps entwickelt. Rund 40.000 Sportboote sind beispielsweise durch i-Sea mit dem norwegischen SAR-Rettungsdienst vernetzt. Sogar eine Fischerei-Community, in dem sich die Fischer über ihre Fänge austauschen können, hat das Start-Up entwickelt.

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Navigationsmodus © i-Sea

Das neueste Baby aus der App-Schmiede ist „Embark“, eine kostenlose Navigations-App. Die Nutzung der App und der Karten ist frei, solange man eine Internetverbindung hat. Möchte man die Karten offline nutzen, kann man diese Funktion per In-App-Kauf freischalten und die gewünschten Reviere ganz einfach herunterladen. Embark greift auf die Daten verschiedener Ämter für Hydrografie zurück, die ständig aktualisiert werden. Einige Reviere sind noch nicht dabei, so zum Beispiel Dänemark. Schweden lässt sich dagegen per In-App-Kauf kostenpflichtig freischalten.

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Einstellungsmöglichkeiten © i-Sea

Die gute Nachricht für Segler, die in deutschen Gewässern unterwegs sind: Sowohl die Nord- als auch Ostsee sind in der kostenfreien Version enthalten. Im Gegensatz zur Freeware OpenSeaMap auch mit Tiefenangaben. Alternativ dazu lassen sich in Embark seit kurzem auch C-Map-Karten integrieren.

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Nicht alle Reviere sind frei © i-Sea

Als kostenpfichtige Erweiterungen stehen einige sehr interessante Optionen zur Verfügung:

– Wetterbericht, in die Karte integriert
– Seeverkehr (AIS)
– ein Community-basierter Revierführer, Cruising Guide genannt

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Nacht- und Tag-Modus © i-Sea

Fazit: Embark ist die bisher wohl beste Free-App in diesem Bereich. Die schöne grafische Aufbereitung der Daten mit Tag- und Nachtmodus, einfache Bedienung und die vielfältigen Erweiterungsmöglichkeiten sind Gründe genug, sich diese Software fürs Mobiltelefon näher anzusehen. Wenn in Zukunft eine breitere geografische Abdeckung erhältlich ist, kann sich die App als ernsthafter Mitspieler in dem Segment etablieren.

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8 Kommentare

Ich kann die wohlwollende Bewertung nicht nachvollziehen, meines Erachtens ist die App und die Karten nicht zu gebrauchen. Zum Beispiel werden Details erst ab einem ganz hohen Zoomlevel eingeblendet, eine Übersicht zum Verlauf der VTGs in der Nordsee ist so nicht möglich, aber selbst wenn man maximal zoomt, findet man sie nicht.

Antwort
Stephan Boden /

Hallo Uwe,

danke für den Hinweis. Embark ist eine Freeware. Ich habe sie in genau dem Gebiet benutzt. Es stimmt, dass das VTG nicht enthalten ist. Das ist sicher ein Manko. Allerdings würde ich keine App der Welt ohne aktuelle Papierkarte nutzen.
Ich werde i-Sea aber mal schreiben und darauf hinweisen.

Grüße aus Berlin

Antwort

Ich denke, da sollte es keine Diskussion geben, dass die einzige vernünftige und rechtssichere Basis aus berichtigten Papierkarten (und was sonst noch so dazugehört) besteht. Zusätzlich eine App auf dem Tablet, was ja nur eine komfortablere Version eines festinstallierten Kartenplotters darstellt, ist nett, aber nur wenn sie benutzerfreundlich ist und das elektronische Kartenmaterial dem der Papierkarte entspricht. Beides ist bei Embark meiner Meinung nach nicht der Fall.

Es ist auch irgendwie komisch: Bei Embark werden m.E. viel zu wenig Details eingeblendet bzw. erst wenn man sehr stark in die Karte zoomt, viel zu spät finde ich. In iSailor ist es genau umgekehrt, da ist die Ansicht viel zu sehr zugepflastert mit Detailangaben auch wenn man sehr weit rauszoomt. Keine dieser beiden Apps lässt es zu, dass der Nutzer selbst darüber entscheiden kann, ab welchem Zoomlevel welche Details eingeblendet werden sollen. Aus Benutzersicht völlig unverständlich.

Antwort
Stephan Boden /

Das ist das Problem bei Vektorkarten, siehe den Vestas Crash, bei dem in der Zoomstufe eine ganze Insel fehlte.
Ich mag am liebsten Rastetkarten, so wie im Yacht Navigator. Das deckt sich grafisch dann auch mit meinen Papierkarten, so dass man keine Orientierungspribleme hat.

Embark ist eine gut gemachte, noch überarbeitungswürdige FREE App als Helferlein. Mehr nicht
Dafür aber finde ich sie recht gelungen

Antwort

Um es etwas konkreter zu machen, die Abweichungen die mir spontan aufgefallen sind betreffen z.B. den Bereich Medemrinne und Klotzenloch. Nicht das dort jeder durch möchte, ist aber ein guter Indikator für die Aktualität der zugrundeliegenden Daten.

Gruß!

Antwort

Nette Aufmachung – aber leider nach kurzer Überprüfung nicht nutzbar, zumindest im Bereich Nordsee.

Im Bereich der Elbmündung ist in Betonnung und Tiefenlinien keine Ähnlichkeit zu den NV-Karten von 2016 und 2017 erkennbar.

Wie alt sind die Daten und wie/wann werden sie aktualisiert?

Ich befürchte, dieses Tool wird (wie Navionics) zunächst nur als „Übersegler-App“ zum groben Tourenplanen nutzbar sein.

Antwort
Stephan Boden /

Hallo Max,

danke für Deinen Hinweis. I-Sea gibt nach eigenen Angaben Aktualisierungen sofort weiter. Ob und wann das zuständige Amt die von Dir genannten Bereiche schon berichtigt hat, weiss ich nicht. Ich mache mich mal kundig. Im übrigen passiert so etwas bei digitalen Karten sehr häufig. Man sollte natürlich immer einen aktuellen Papierkartensatz an Bord haben und diesen auch stets berichtigen.
Ich habe Embark auf der Nordsee benutzt und mir sind dort keine Abweichungen aufgefallen. Die Karte war meiner Auffassung nach aktuell.
Grüße, Stephan

Antwort

Moin Stephan,

danke für Deine Info! Wäre spannend Details zum Hintergrund zu erfahren.

Ganz beeindruckend und für jeden nachvollziehbar ist der Vergleich Embark vs. Navionics Web App im Bereich vor Cuxhaven. Beide sind nicht konsistent, und keiner von beiden entspricht in der Betonnung dem Stand den die laufend berichtigten NV-Karten aktuell haben.

Bei genauerer Betrachtung entsprechen die Tiefenlinien von Embark zum Teil den NV-Karten von 2016, die Betonnung passt wie schon angemerkt weder zu 2016 noch zu 2017.

Tiefenlinien sind sicherlich im Nordseebereich ein Spezialfall, da ist keine Karte wirklich aktuell in Bezug auf das wann man vorfindet. Eine „gute“ Seekarten-App muss aus meiner Sicht aber zumindest die Betonnung konsistent mit den aktuellen „Bekanntmachungen für Seefahrer“ darstellen.

Meine Annahme dabei ist natürlich das Anbieter wie NV etc. hier deutlich aktueller sind und „offiziell“ berichtige Karten anbieten. Quasi „das Beste“ was man als Endnutzer bekommen kann.

Das oben Geschilderte ist aus meiner Sicht die generelle Crux mit Navionics und nach der heutigen ersten Betrachtung auch von Embark (und OpenSeaMap etc. usw.): Man hat kaum Möglichkeiten zu prüfen was man vorliegen hat.
Wenn ich erst genau prüfen muss, ob und in welchem Umfang Navionics/Embark einer transparent berichtigten Papierseekarte (oder der dazugehörigen App) entsprechen, dann ist mein Standpunkt das ich dann lieber gleich „das Original“ verwende.

Aber: Navionics/Embark sind ohne Frage super um beim Bierchen grobe Pläne für die nächste Tour zu machen;)

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