float Magazine

DK Yacht Navigator

Kinderkrankheiten geheilt

Delius Klasing hat seine Yacht Navigator App überarbeitet. float hat sie sich angesehen.

Stephan Boden
von in
2 Minuten | 14 Kommentare

Als vor einigen Jahren die ersten Navigations-Apps für Seekarten auf den Markt kamen, haben das zunächst nur wenige Wassersportler ernst genommen. Die Entwickler der Apps hatten daher Zeit für ausgiebige Tests und wenn mal was schief ging, hat sich kaum jemand daran gestört. Die Leute waren zunächst einfach begeistert, dass es auf ihren Smartphones und Tablets überhaupt möglich war, zu navigieren. Kinderkrankheitenverschwanden erst nach und nach. Die wohl meist verbreitete App von Navionics wurde in der ersten Jahren gleich mehrfach komplett umgestellt. Die Nutzer mussten dann das Kartenmaterial nochmal kaufen. Auch iSailor und Co. ging es in der Anfangsphase oft nicht besser. Bugs waren normal, wurden aber von den Nutzern akzeptiert.

Yacht Navigator Review

Seit letztem Jahr spielt ein neuer Player in dieser Riege mit: Delius Klasing, Verlag und Anbieter von Papierseekarten, hat seine App “Yacht Navigator” auf den Markt gebracht. Die Navigationssoftware, die auf den bekannten DK Seekarten basiert und sie in der App rastert, kam gleich zum Start für iPads und Android Tablets auf den Markt. Projektleiter Gerhard Kley: “Das war schon eine echte Aufgabe. Vor allem die unterschiedlichen Android Versionen und die verschiedenen Hardwareanforderungen haben uns sehr gefordert”. So lief die App im ersten Jahr auf vielen Geräten nicht rund.

  • Hauptmenü
  • Navigation

Mittlerweile hat der Bielefelder Verlag die Kinderkrankheiten abstellen können und die App auch auf Smartphones erweitert. Der Yacht Navigator ist ausgereift. Im kommenden Jahr – das ist ein Novum bei diesen Apps – werden die Kartenlizenzen in einer Cloud gespeichert und sind somit nach einmaliger Registrierung nicht an bestimmte Geräte oder Betriebssysteme gebunden. Steigt man bspw. beim Smartphone von Apple auf Android um, sind die bezahlten Lizenzen bei vielen Anbietern oft wertlos, weil man sie nicht übernehmen kann. Der Yacht Navigator kann dagegen einfach abgerufen werden – unabhängig von Hardware und System. Erweitert werden soll die Nutzung ab 2017 auch auf Windows PCs.

Bezahlt werden kann ab Saisonbeginn – auch das ist neu – unter anderem über Prepaid-Gutscheinkarten, wie sie Amazon, iTunes und Google Play Store anbieten. Diese Gutscheinkarten enthalten alle Kartenupdates für 12 Monate nach Einlösung.

Der Nachteil, später als viele Mitbewerber auf den Markt zu kommen, ist bei der App-Entwicklung ein Vorteil: DK hat die wohl am besten ablesbare App entwickelt. Sie ist funktional und schnörkellos gestaltet.

Vorteile:

  • Sehr übersichtlich gestaltete App
  • Gute Ablesbarkeit
  • Intuitiv bedienbar
  • Kartenbild entspricht Papierseekarten
  • Günstige Kartensätze
  • Zuverlässiger Kartenanbieter
  • Lizenzen sind nicht an OS gebunden
  • Auch auf PCs nutzbar

Nachteile:

  • Größerer Speicherbedarf von Rasterkarten
  • Tracks noch nicht exportierbar

Preis:

  • App: Kostenlos inkl Testkartensatz
  • Kartensatz In-App-Kauf: 24,99€ bis 29,99€ inkl Updates für die Saison
  • Kartensatz als Gutscheincodekarte: 19,99 € inkl 365 Tagen Updateservice
  • Abomodell: 19,99 € pro Kartensatz und Jahr inkl. aller Updates

Zur Website des Yacht-Navigator

14 Kommentare

Axel Löwe /

Hallo Herr Kley,

leider kann ich den Link nicht öffnen. Aber vermutlich meinen Sie das Kreuz/Stein deutlich weiter nördlich. Ich schicke Ihnen mal einige Screenshoots Navionics vs DK. Hier wird deutlich was ich meinte und beschreibt die Stelle exakt (Boating HD).

Mir sind die Tücken des Guldborgsundes sehr wohl bekannt, da dieses bereits meine sechste Passage war. Mein Pech war sicher auch, dass gut 30 cm Wasserstand gefehlt hatten und ich exakt diesen Stein voll getroffen habe. Ich schätze mal 1 m weiter Bb wäre nicht passiert.

Zu Navionics (Boating HD) kann ich nur sagen, dass der Stein schon seit 2015 (durch NV-User) vermerkt worden ist. Das konnte ich gleich hinterher im Hafen auf dem HANDY!!! recherchieren.
Wie dick mein Hals damals war, möchte ich hier nicht beschreiben …

Zur GPS-Genauigkeit nur soviel. Wenn ich bei Navionics direkt neben der Tonne xy war, war ich mit Chart Navigator ca. 20m bis davor. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber das es so ist!
Mir ist klar, dass GPS-Signale eine „eingebaute“ Streuung haben, die aber von Navionics wohl „besser“ verarbeitet werden.

Da ich hier keine Bilder einstellen kann, schicke ich Ihnen die Screenshoots per Mail.

Beste Grüße

Axel Löwe

Antwort
Gerhard Kley /

Hallo Herr Löwe,

vielen Dank für die Info!

Da ist dann wohl tatsächlich noch ein Stein, der in den amtlichen Karten nicht vermessen und eingetragen ist!
Natürlich werden wir diesen Stein in unseren Karten nachtragen und zusätzlich zu den amtlichen Daten vermerken. Insoweit vielen Dank!

Die Verzögerung der GPS-Darstellung lasse ich prüfen und hoffe, dass es sich nicht mal wieder um eine Besonderheit, ausschließlich auf Ihrem Gerät handelt. Können Sie mir noch mitteilen, welches Tablet oder Smartphone mit welchem Betriebssystem in welcher Version Sie benutzen, damit wir dieses verhalten reproduzieren können? Gern direkt an meine e-Mail-Adresse.

Mit besten Grüßen

Gerhard Kley
Delius Klasing Verlag
g.kley@delius-klasing.de

Antwort
Axel Löwe /

Sorry, ich trenne mich nach zwei Jahren Geduld, jetzt von dieser App. Einerseits leider, weil ich nach wie vor, die Bedieneroberfläche für sehr innovativ und Nutzerfreundlich halte. Leider kann das Kartematerial hier nicht mithalten, ich würde es sogar als unbrauchbar und unsicher bezeichnen.. Hier sind Navionics und NV deutlich besser, was nicht ganz unwichtig im Segelsport ist. Und das ist nicht nur Bauchgefühl, sondern leidvolle Erfahrung am eigenen Schiff bzw. Körper, durch eine heftige Grundberührung. Das Unterwasserhinderniß im Tonnenstrich war hier nicht verzeichnet, sowohl aber bei Navionics u. NV. Boating HD ist hier in den Zoomstufen deutlich präziser und aktueller. Auch scheint die Auswertung des GPS-Signals, im Verglei zu Navionics, deutlich unpräziser zu sein.
Leider ein beispielhafter Fall von „gut gedacht, aber schlecht gemacht“!

Handbreit
Axel Löwe

Antwort

Sehr geehrter Herr Löwe,

zunächst einmal tut es mir leid, wenn Sie schlechte Erfahrungen mit den Inhalten unserer Karte gemacht haben.

Genau das können wir allerdings nicht nachvollziehen ohne genaue und detaillierte Angaben.
Wir arbeiten immer mit den aktuellen amtlichen Vermessungsdaten, sofern wir von den Seekartenämtern auch diese Daten in Lizenz beziehen können und stellen exakt diese Daten in unseren Karten dar.

Eigentlich kann also der von Ihnen geschilderte Fall so nicht vorkommen.
Bitte teilen Sie mir doch mit, an welcher Stelle Ihnen welcher Eintrag gefehlt hat.

Meine E-Mail-Adresse lautet:
g.kley@delius-klasing.de

Vielen dank im Voraus dafür, dass Sie uns die Möglichkeit geben, einen möglicherweise vorhandenen Fehler in den amtlichen Vermessungsdaten oder aber unserer Umsetzung dieser Daten zu analysieren und natürlich zu beheben.

Mit besten Grüßen
Delius Klasing Verlag
Gerhard Kley

Antwort
Axel Löwe /

Sehr geehrter Herr Kley,

der Chrasch ist uns im südlichen Guldborsund (wo auch sonst), Höhe der kleinen Insel Flatö passiert.
Hier liegt ein Unterwasserhindernis (Felsen oder Tonnenstein) auf ca. 1,6 m im Tonnenstrich (Stb-Seite Richtung Nyköbing). Das Problem ist nicht nur, dass der Stein bei DK nicht verzeichnet ist, sondern auch, dass es unmöglich ist, den Bereich in großer Zoomstufe zu betrachten (unscharf, verpixelt). Das ist bei Navionics eindeutig besser gelöst (bleibt sehr scharf auch in größter Zoomstufe) und lebt, durch Usereinträge.
Ich bin noch mit einem blauen Auge davon gekommen, da die Versicherung den kompletten Schaden (12500€) bis auf die Selbstbeteiligung, übernommen hat.

Nochmal: Sehr gute Bediener-Sw, aber schlechtes Kartenmaterial. Auch dass das DK GPS-Signal gegenüber Navionics soweit hinterhinkt, kann ich nicht nachvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Löwe

Antwort

Hallo Herr Löwe,

vielen Dank für den Hinweis, den ich an unseren Kartographen weitergeleitet habe um das genau zu analysieren.

Dazu habe ich noch zwei Fragen:

1. meinen Sie das Gebiet wie auf dem folgenden Screenshot vom Yacht Navigator:

https://transfer.delius-klasing.de/f/2160a1c6ead546cfa971/

und insbesondere den darin als Kreuz im Fahrwasser doch verzeichneten Stein?
Scheinbar haben Sie den übersehen oder gibt es noch einen anderen Stein?

2. Was meinen Sie mit „hinterherhinkendem“ GPS-Signal?

Zu dem Kartenmaterial kann ich allgemein und vor der Prüfung durch unseren Kartographen sagen, dass wir das detaillierteste amtliche dänische Kartenbild vollständig umsetzen. Hochauflösendere amtliche Kartendaten sind leider nicht verfügbar und wir arbeiten – anders als Navionics nicht mit meistens ungenauen Messdaten, die nicht aus präziser amtlicher Messtechnik stammt weil diese in den meisten -nicht in allen – Fällen ungenau ist.

Auch gilt der südliche Guldborgsund als sehr gefährlich bezüglich der Wassertiefe. Es ist allgemein bekannt, dass hier starke wetterabhängige Wasserstandsschwankungen vorhanden sind. Bei 2,1m Fahrrinnentiefe stellen die damit möglichen 50 cm Mindertiefe natürlich schon ein großes Problem dar. Die meisten Vercharterer verbieten deshalb z.B. auch generell die Passage des Guldborgsunds.

Eine präzise Analyse Ihrer Kritik an unserer Karte sende ich Ihnen nach, sobald unser Kartograph Ihren Hinweis geprüft hat.

Beste Grüße

Gerhard Kley
Delius Klasing Verlag

Antwort
Gerhard Kley /

Sehr geehrter Herr Löwe,

ich habe inzwischen folgende Bewertung unseres Kartographen bekommen:

Zuständige Karte Delius Klasing: Satz 4 Krt. 31
Zuständige Referenzarte Geodatastyrelsen/KMS: 163 Ausgabe vom Juni 2014. Berichtigungsstand Sökortrettelser 49/2017 und dänische Seefahrtsverwaltung Efterretninger for Söfarende 50/2017 (das entspricht vergangenem Freitag).

Unsere Karte entspricht dem aktuellen Stand von Geodatastyrelsen/KMS. Es liegen keine Berichtigungen und Nachrichten mit Hinweisen auf diese beiden Steine vor.
Natürlich werden wir entsprechende Einträge in der Karte vornehmen. Aber schon interessant, dass die dänische Seefahrtsverwaltung da keinerlei Hinweise hat. Vielleicht war zum Zeitpunkt der Kollision starkes Niedrigwasser. Das Fahrwasser im Guldborgsund ist gerade erst vor einem Jahr offiziell mit 1,9 m Mindesttiefe freigegeben worden. (SKR 49/533 2016).

In der Navionicskarte ist ja „offiziell“ auch nichts drin, das scheint ja ein Hinweis aus NV-Nutzerkreisen zu sein.

Das bedeutet im Klartext:
Nach den amtlichen dänischen Vermessungsdaten ist über dem Stein eine Mindestwassertiefe von 1,90 m vorhanden, was sich ja auch mit Ihrer Aussage deckt, das etwa 30 cm weniger Wasser als normal vorhanden war.

Der Stein oder die Steine sind in den Vermessungsdaten des Amtes nicht vorhanden aber natürlich nehmen wir Ihre Information über den Stein sehr gern in unsere Karten auf.

In dem sehr schmalen Fahrwasser ist ein solcher Stein ja leider nicht zuverlässig innerhalb des Fahrwassers zu umfahren ohne das Fahrwasser zu verlassen. Dies wäre natürlich auch nicht zu empfehlen. Insofern ist die stärkere Aufzoombarkeit der Navionicskarten – ohne dass zusätzliche Detaildaten dargestellt werden – auch keine Hilfe sondern wären nur dann tatsächlich von Vorteil wenn detailliertere umfangreichere und zuverlässige Vermessungsdaten für einen detaillierteren Kartenmaßstab vorhanden wären. Da diese aber nicht verfügbar sind ist eine noch detailliertere Darstellung im Guldborgsund leider nicht möglich.

Es bleibt also im Guldborgsund bei mehr als 1,5 m Tiefgang je nach Wasserstand immer riskant – egal mit welcher Navigationssoftware und Karte.

Ich bedanke mich für die hilfreiche Information zu dem oder den Steinen.

Mit besten Grüßen
Gerhard Kley
Delius Klasing Verlag

Antwort
Marcus Fruggel /

aktuell ist die grundsätzlich gute App nahezu unbrauchbar, da sie leider seit dem letzten Update sehr unzuverlässig ist. So hängt sich die App zum Beispiel grundsätzlich auf, wenn man die Routenfunktion startet.
sollte dieser Fehler nicht asap behoben werden, wird die App den Sommer bei mir nicht überleben und ich werde die bislang in Karten inwestierten mehr als 100 Euro zurück fordern.

Antwort
Jan ulrich /

wow, das hat geholfen. tatsächlich hatte die App keine Berechtigung, das war der entscheidende Tipp. Ist die erste App, der ich das nach der Installation nochmal extra geben musste, aber kann ja eine früher Version oder eigene Schusseligkeit gewesen sein. Alles fein. Ungewöhnlicher weg zur Hilfe aber hat ja funktioniert ;-). Supportfall hatte ich schon mal aufgemacht, das war jetzt aber auch nicht sooo einfach zu erkennen. Jetzt kann ja mal endlich Ostern werden und es geht ins Wasser wäre dann so weit – bis auf 2-3 andere kleine Dinge auf meiner todo-Liste… 😉

Antwort

Hallo Herr Ulrich,

Das von Ihnen beschriebene Problem mit den beiden Samsung-Handys ist uns so nicht bekannt.

Lediglich unter Android 6 kann es durch eine schnelle Installation der App ohne Beachtung der abgefragten Rechte für die Standortdienste (neu bei Android 6) zur Blockierung der Auslesung der GPS-Daten kommen.

Diese Rechte können Sie aber auch nachträglich in den Android-Einstellungen erteilen.

Lesen Sie dazu bitte den Beitrag in unseren FAQs unter dem folgenden Link:

http://www.yacht-navigator.com/faq/

sowie weiterführende Darstellungen unter:

http://www.areamobile.de/news/35119-android-6-0-marshmallow-so-lassen-sich-app-berechtigungen-anpassen

Bei weiteren Fragen steht Ihnen natürlich auch unser Support unter der folgenden e-Mail-Adresse zur Verfügung und löst sämtliche Probleme sicher kompetent und schnell:

support-team@delius-klasing.info

Ich hoffe, diese Hinweise lösen ihr Problem mit dem Yacht Navigator und wünsche Ihnen viel Spaß damit!

Beste Grüße

Gerhard Kley
Delius Klasing Verlag

Antwort
Jan Ulrich /

Und da wird dringend ein Update notwendig. Weder auf einem s5 noch einem s7 funktioniert das GPS. Das sind jetzt keine exotengeräte und kann so schwer nicht sein. Ohne GPS nicht so richtig nutzbar..

Antwort
Axel Löwe /

Du schreibst hier etwas von “überarbeitet“ ? Aber ein Update wird im Play Store (noch) nicht angeboten …

Antwort
Kompassrose /

Ich habe mich im vergangenen Jahr oft über diese App geärgert, weil sie seht fehlerhaft und nicht zu gebrauchen war.
Seit dem letzten Sommer funktioniert sie tadellos und ist meine App der Wahl.

Antwort

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