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Lexikon der Phantom Inseln @ mareverlag
Lesetipp

Wer suchet, der glaubt zu finden

Nachdem der mareverlag sich vor einigen Jahren mit abgelegen Inseln beschäftigte, wirft er nun ein Licht auf solche, die zwar oft gesehen und verzeichnet worden sind, aber gar nicht existieren – Phantominseln eben.

Anja Boden
von in
1 Minuten | 1 Kommentar

Jemals Saxemberg betreten? Eher nicht, denn „seither hat niemand mehr die Insel gesehen“. Irgendwann einmal das Maria-Theresia-Riff gesehen? Vielleicht, denn „solange seine Nichtexistenz nicht bewiesen ist, bleibt es weiter in den Seekarten vermerkt“. Und Atlantis? Möglicherweise, denn vielleicht hatten Sie „einen Fieberanfall oder zu viel Rum gesoffen“.

Sie sind Ausgeburten der Fantasie, manchmal nur eines Scherzes, aber der Glaube an die Existenz dieser Eilande hat Datumsgrenzen verschoben. Die erstaunlich detaillierten Beschreibungen dieser Trugbilder erzählen von Schlössern, Dämonen, purpurnen Früchten und schwarzen Hasen. Einige wurden in mehr Karten verzeichnet, als dass sie tatsächlich gesichtet worden sind.

Das Lexikon versammelt dreißig Geschichten über Phantominseln, ihrer Entdeckung und ihres Verschwindens. Dabei erhebt es keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sodass davon auszugehen und zu hoffen ist, dass noch weit mehr auf die Widerlegung ihrer Existenz warten. Wir freuen uns, davon zu lesen! Und nein, Korea ist keine Insel.

Lexikon der Phantominseln
Dirk Liesemer
Mare-Verlag Hamburg 2016, 160 Seiten mit Illustrationen, 24 Euro
www.mare.de

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