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Liegeplätze an der Hafenmole von Kardamena auf Kos © Anne-K. Jung Liegeplätze an der Hafenmole von Kardamena auf Kos © Anne-K. Jung
Liegeplatz-App My Sea

Suchen, buchen, kommentieren

Schwarmintelligenz macht’s möglich: Mittels App lassen sich die besten Liegeplätze im Mittelmeer finden und buchen.

Thomas Stasch
von in
4 Minuten | 1 Kommentar

„Wir waren gestern dort, war super. Müsst ihr unbedingt hin.“ Die besten Tipps, welche Liegeplätze aktuell gefragt sind, gibt es meistens von denjenigen, die gerade dort waren. Die Betreiber der kostenlosen deutschen App mySea nutzen diese Mund-zu-Mund-Werbung und lassen die Wassersportler selbst die Informationen zu Häfen und Liegeplätzen sammeln. Dabei konzentriert sich mySea auf den Mittelmeerraum, insbesondere auf Kroatien und Griechenland.

Eigene Erfahrungen teilen

Auch ohne die mobile App kann jeder einfach so auf der Homepage nachschauen. Wer selbst Informationen beisteuern möchte, muss sich hingegen einmalig registrieren. Hält sich der Nutzer an den Verhaltenskodex des Unternehmens – keine Beleidigungen, Drohungen und/oder Falschaussagen – sieht er innerhalb weniger Minuten seinen Beitrag in der App. Die Kommentare und Fotos der Skipper sollen anderen helfen, sich in dem sehr umfangreichen Angebot an Liegeplätzen und Häfen zurechtzufinden. Schließlich gibt die persönliche Meinung immer ein anderes Bild wieder als die Marketing-Präsentation der Marinas.

MySea App

© mySea, Euminia GmbH

MySea App

© mySea, Euminia GmbH

Online-Buchungssystem schafft mehr Sicherheit

Zudem gibt es bei mySea die Möglichkeit, über die App in bestimmten Häfen einen Liegeplatz online buchen und bezahlen zu können – und zwar mittels zweier Varianten. Zum einen gibt es die Festbuchungsoption. In den vergangenen Jahren hatten die Marina- und Restaurantbetreiber im Mittelmeerraum zunehmend über Probleme mit telefonischen Reservierungen von Wassersportlern geklagt. Viele, die ihr Kommen angekündigt hatten, kamen letztlich doch nicht. Mit der Reservierung über Kreditkarte haben nun beide Seiten eine Sicherheit. MySea listet freie Liegeplätze auf, die über das appeigene Buchungssystem verbindlich gebucht werden. Neben dem Liegeplatz kann bei bestimmten Lokalitäten ein Restaurantbesuch mit reserviert werden. Haben die Gäste tatsächlich das Restaurant besucht, wird ein Teil der Kosten vom Liegeplatz rückerstattet. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, einen Platz in einer sehr begehrten Marina zu ersteigern. Der höchstbietende Skipper darf mit seinem Schiff den Liegeplatz nutzen.

MySea App

© mySea, Euminia GmbH

MySea App

© mySea, Euminia GmbH

Ein Kommentar

Ich nutze MySea seit einigen Jahren und war bis jetzt zufrieden.
Die Ersteigerung von Liegeplätzen halte ich für äußerst preistreibend und der Leidtragende ist dann wie immer der Yachtie, der, vor allem in Kroatien, jetzt schon ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans ohne dass ein gehobener Standard erreicht und angeboten wird. Dies gilt auch für die ACI-Marinas, wie ich im November leidvoll erfahren musste. In den Marinas Frapa und Tribunj waren die Sanitäreinrichtungen nicht nur eiskalt, sondern das Licht schaltete sich aufgrund der knapp eingestellten Zeit der Automatik immer wieder ab, ohne dass der Benutzer die Möglichkeit hat, in der Toilette bzw. der Duschkabine dieses wieder zu aktivieren. Die Sensoren waren defekt bzw. überhaupt nicht verbaut.
Aber noch einmal auf die so „tolle“ Sache mit der Ersteigerung zurück zu kommen, kann ich nur bitten, diesen Unfug schnellst möglich wieder zu deaktivieren.

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