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Da war die Welt noch in Ordnung: Start des Mini Transat 2021 © Mini Transat
Mini Transat 2021

24-Stunden-Bonus für 80 Minis

Nach Protesten gegen die Rennleitung erhalten 80 Segler eine Zeitgutschrift – mit Konsequenzen für die Rangfolge.

von
Kerstin Zillmer
in
2 Minuten

Der Sieg von Melwin Fink bei der ersten Etappe des Mini Transat ist um eine neue Wendung reicher. Demnach erhalten 80 der Segler, die während des Sturms eine Warnung der Rennleitung erhielten, einen Zeitbonus, nicht aber Melwin Fink, Christian Kargl und Piers Cobham – und auch nicht die vier führenden Boote der Prototyp-Klasse. Das hat spannende Auswirkungen auf die Rangfolge vor dem Start der zweiten Etappe.

Die internationale Jury, die für die Prüfung der Proteste zuständig ist, traf dazu heute (Mittwoch, 20. Oktober) seine Entscheidung. 19 Teilnehmer der 23. Ausgabe der Mini Transat hatten am Ende der ersten Etappe protestiert.

Die Jury entschied, dass die Empfehlungen, Informationen und Ratschläge der Wettfahrtleitung nach der Unwetterwarnung für Finisterre, im nächstgelegenen Hafen Schutz zu suchen, „vage und unpräzise“ und daher „für die Teilnehmer nicht klar verständlich“ waren.

„Unangemessene Maßnahme“ der Rennleitung

Infolgedessen hat die Jury entschieden, dass dies eine „unangemessene Maßnahme“ seitens der Rennleitung war. Daher wurde beschlossen, allen 80 betroffenen Skippern eine Wiedergutmachung zu gewähren. Konkret sollen ihnen 24 Stunden von ihren Rennzeiten abgezogen werden.

Melwin Fink Mini Transat
Der super-glückliche Gewinner © Minitransat 2021

Dieser Zeitbonus betrifft nicht die ersten vier Boote in der Prototypenwertung. Sie betrifft auch nicht die Segler, die nach der Wettermeldung der Wettfahrtleitung am 1. Oktober nicht gestoppt haben, nämlich neben Melwin Fink (920 – SingForCom) auch Piers Copham (719 – Voiles des Anges) und Christian Kargl (980 – All Hands On Deck). Der Österreicher hatte nach einem Ausfall der Elektronik lediglich einen technischen Boxenstopp eingelegt.

Melwin Fink hat die erste Etappe des Mini Transat 2021 in der Serienwertung gewonnen und kam nach zehn Tagen als jüngster und erster deutscher Minisegler nach 1.350 Seemeilen von Les Sables d’Olonne in Santa Cruz auf La Palma an. Im float Originals Podcast erzählt er, wie er diese erste Etappe gesegelt ist und wie seine Entscheidung zustande kam.

Podiumsplätze leicht verändert

In diesem Zusammenhang wurden die Podiumsplätze der ersten Etappe leicht verändert. Der junge deutsche Segler bleibt mit einem Vorsprung von 1 Stunde und 52 Minuten auf Hugo Dhallenne (979 – YC Saint Lunaire), der nun auf Platz 2 liegt, an der Spitze. Christian Kargl hat dagegen einen Platz verloren.

Bei den Prototypen gibt es keine Änderungen in der aktuellen Hierarchie, allerdings gibt es gute Nachrichten für Camille Bertel (900 – Cap Ingelec). Die Skipperin beendete die Etappe ursprünglich außerhalb der erlaubten Zeit. Sie wurde nun aber in ihrer Kategorie auf Platz 23 neu eingestuft.

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