float Magazine

© Alex Thomson
Vendée Globe 2020

Ach, Alex!

Alex Thomson muss die Vendée Globe abbrechen. Wieder scheitert der Spitzensegler weit vor dem Ziel.

von
Kerstin Zillmer
in
2 Minuten

„Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass wir nicht mehr im Vendée Globe fahren“, schreibt das Team von Alex Thomson vor einer Stunde auf Facebook. Für die Weltumseglung heißt das, dass einer der Favoriten nach fulminantem Start wieder einmal aufgeben muss.

Nachdem Alex gestern um 19 Uhr seinem Team meldete, dass er einen Schaden am Steuerbordruder festgesellt hatte, musste Alex Thomson deshalb heute die Teilnahme an der Vendée Globe abbrechen. Bereits in den letzten fünf Tagen und Nächten, zwischen Sonntag und Donnerstag, hatte der britische Segler viel Zeit damit verbracht, die Risse an der inneren Bugstruktur seines brandneuen Boots zu reparieren. Jetzt kommt der Ruderschaden – genau als Axel Thomson auf der Schwelle zu den Roaring Forties wieder in Fahrt kam. Was für ein Pech.

Alex Thomson äußerte sich bereits: „Leider ist eine Reparatur nicht möglich. Wir akzeptieren daher, dass dies für uns das Ende des Rennens bedeutet. Ich selbst, mein Team und unsere Partner sind tief enttäuscht. Wir glauben, dass das Beste in diesem Rennen noch bevorsteht.“

Gestern das Steuerbordruder abgetrennt

Alex hat gestern Abend das Steuerbordruder abgetrennt. Seither segelt er die Segelyacht mit nur einem Ruder. Nach Beurteilung der heutigen Situation haben Alex und sein Technikteam beschlossen, dass die einzige richtige Vorgehensweise ist, die Weltumsegelung zu beenden. Alex Thomson wird das Boot jetzt nach Kapstadt segeln. Das bestätigte inzwischen auch die Rennleitung der Vendée Globe.

Nach dem Ruderschaden verlangsamte er gestern Abend auf 10 bis 11 Knoten und lag damit 752 Seemeilen hinter dem Erstplatzierten Charlie Dalin auf Platz 15. Alex ist derzeit 1.800 Seemeilen von Kapstadt entfernt, und es wird erwartet, dass er etwa sieben Tage für die Reise benötigt.

Er wird die Reise ohne Steuerbordruder zurücklegen und somit sicher und vorsichtig vorankommen. Sein technisches Team wird nach Kapstadt reisen, um das Boot, das nun nicht um die Welt segelt, nach seiner Ankunft abzuholen. „Im Namen von Alex und dem Team danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung während dieser Zeit“, so endet die Pressemitteilung.

„Es ist eine verheerende Nachricht für uns Fans und ein bitterer Schlag für Alex, sein Team und seine Familie, die so hart für dieses Rennen gearbeitet haben. Wir alle dachten und hofften, dass diese Vendée Globe seine große Chance für den Sieg werden würde, aber der Segelsport ist brutal,“ sagt Dee Caffari traurig.

Die schiere Menge an Botschaften an Alex Thomson Racing, in denen Fans ihr Mitgefühl aussprechen, zeigt, wie viele Menschen von Alex Thomson und seinem Team begeistert  sind.

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