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Louis Chemi hatte Spaß an der Eröffnungszeremonie © Brunswick

Größter US-Bootsclub expandiert in Europa

Wie es beim Freedom Boat Club nach der Übernahme durch den Bootshersteller Brunswick weitergeht.

float Redaktion
von in
2 Minuten

Der US-amerikanische Bootsvermieter Freedom Boat Club setzt seine Expansion in Europa fort. Die als Club organisierte Bootsvermietung gibt es an über 150 Standorten in 30 Bundesstaaten der USA und in Kanada. Nach der Übernahme des Franchise-Unternehmens durch den Boots- und Motorenhersteller Brunswick war unklar, ob die Anfang 2018 bekanntgegebene Kooperation mit Jeanneau und Beneteau für Europa weitergeht.

Jetzt ist klar: Zwar konkurrieren Brunswick und die Beneteau Group bei ihren Motorbootmarken. Doch mit der Zusammenarbeit beim Clubgeschäft geht es weiter. Vor wenigen Tagen wurde bei zwei großen Eröffnungsveranstaltungen in Frankreich der konkrete Start der Partnerschaft mit Jeanneau begangen.

Harmonie zwischen den Konkurrenten

„Sie wollen, dass wir weiterhin das tun, was wir tun“, erklärt John Giglio, Gründer des Freedom Boat Clubs, und meint damit die eigene neue Firmenführung bei Brunswick. Der Marine-Konzern hatte sich erst im Frühjahr 2019 von seiner Fitnesssparte getrennt und wenige Wochen später neues Führungspersonal bei Sea Ray in den USA und Europa rekrutiert, um die 2018 noch zum Verkauf stehende Motorbootmarke Marke voranzubringen.

Freedom Boat Club Jeanneau
Eröffnung des Bootclubs... © Brunswick
Freedom Boat Club Jeanneau
... an der Atlantikküste © Brunswick

„Beneteau und Jeanneau sind gute Kunden von Mercury, also haben sie eine Beziehung außerhalb der Bootswelt. Wir haben derzeit keine Pläne, etwas zu ändern, was wir durch unser europäisches Wachstum mit Beneteau tun.“ erklärte Giglio. Louis Chemi, der Vizechef des FBC-Franchisegeschäfts, nahm an den Openings in La Rochelle an der Atlantikküste und Carnon nahe Montpellier im Mittelmeer teil.

Auch die den Franzosen gehörenden US-Bootsmarken stören die Harmonie offenbar nicht. Die in den USA gefertigten Boote von Wellcraft, Glastron und anderen stehen die in direkter Konkurrenz zu den Brunswick-Motorbooten. Einige der Franchisenehmer des Freedom Boat Clubs nutzen diese Marken, „und es sieht nicht so aus“, so der FBC-Chef, „als würde sich das ändern.“

Clubmitglieder können günstig mieten

Beim FCB zahlt man für die Clubmitgliedschaft jedes Jahr einen Beitrag und erhält so Zugang zu Booten in Europa. Ein Drittel der Mitglieder sind Neulinge, die mit dem Club ihre ersten Touren auf dem Wasser unternehmen. In Amerika hat der Club rund 16.000 Mitglieder, die Zugriff auf 1.600 Boote haben.

Freedom Boat Club Jeanneau
Demnächst für Club-Crews zu leihen? Die Jeanneau Leader 30 © Jeanneau

Die weitere Expansion nach dem Start in Frankreich soll in ganz Europa erfolgen. Das war jedenfalls der Plan nach der Ankündigung des Jeanneau-Chefs Jean-Paul Chapeleau 2018. Zum Einsatz kommen sollen Jeanneau-Motorboote mit Außenbordmotoren.

Ob und wann der Freedom Boat Club nach Deutschland kommt, ist noch nicht klar. Wo welche Boote verfügbar sind, hängt von den Händlern ab, die sich beteiligen. Mit dem Service Band of Boats ist die Beneteau-Gruppe auch bei der Vermittlung von Miet- und Charterbooten ohne Clubmitgliedschaft aktiv – allerdings noch nicht in Deutschland.

Mehr auf der Werft-Website von Jeanneau

Freedom Boat Club Jeanneau
Den Start beim Freedom Boat Club in Europa machen Jeanneau-Boote © Brunswick

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