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Michael Guggenberger hat das Golden Globe Race 2022 fest im Blick © Julia Eder / Martin Kadlez
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Captain Gugg beim Golden Globe

Michael Guggenberger startet bald zum Golden Globe Race. Wir sprachen mit dem Österreicher über den Reiz des Retro-Segelabenteuers.

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Er ist einer von 25 TeilnehmerInnen von 7,79 Milliarden Menschen weltweit, die beim Golden Globe Race 2022 im September antreten werden. Er ist der einzige Deutschsprachige und der einzige Österreicher. Und er ist wild entschlossen und dabei gut aufgestellt, um bei der Retro-Regatta wie in den 1960er-Jahren nonstop um die Welt zu segeln: Michael Guggenberger alias Captain Gugg ist bereit.

Float Originals Poster

Captain Gugg beim Golden Globe

Michael Guggenberger startet im September beim Golden Globe Race. Wir sprachen mit ihm über den Reiz des Retro-Segelabenteuers.

Man muss ein umtriebiger Geist wie Michael Guggenberger sein für dieses Abenteuer. Der Wiener ist gelernter Tischler. Er hat zu Land schon vielfach die Welt bereist, mit Freunden Musikfestivals organisiert, als Bühnenmeister beim Film gearbeitet. Jetzt segelt er. Nicht ein bisschen, sondern ganz – und bald ganz rum. Auf einer Biscay 36, einem Langkieler von vor 1985, so wie vom Golden Globe Race vorgeschrieben: wie früher.

Michael Guggenberger Golden Globe Race float Originals
Michael Guggenberger auf seiner Nina, einer Biscay 36 © Julia Eder / Martin Kadlez

Mit Kerstin Zillmer spricht der Österreicher in den float Originals über das Rennen, über sein Schiff, seine Vorbereitung, die Rennbedingungen, über Wellentäler und Monsterwellen, die Einsamkeit und das Essen. Gemeinsam erörtern sie die Frage, warum man so verrückt ist, an diesem Rennen teilzunehmen.

Alle zwei Wochen neu

Kerstin Zillmer, Stefan Gerhard und Max-Leopold Käther sind die Gastgeber der float Originals. Beim Podcast von float über Boote, Leute, Orte und Dinge bekommst Du alle 14 Tage eine neue Folge auf die Ohren. Hier sind alle Folgen der float Originals im Überblick.

Unsere Fragen an Michael Guggenberger

Michael, erzähl doch mal, wie du eigentlich zum Segeln gekommen bist. Du bist ja vom Zimmermann nicht zum Bootsbauer geworden, sondern hast Konzerte organisiert. Wann bist du aufs Boot gestiegen und hat dich das Segeln gepackt?

Man muss ja schon ein ziemlicher Abenteurer sein, um beim Golden Globe Race mitzusegeln. Wann kam dir denn der Gedanke, da mitmachen zu wollen?

Du bist der Zweite, der gemeldet hat – von 25 Seglern, die vorangekündigt haben, dass sie dabei sein wollen. Was denkst du: Werden es so viele werden?

Du hast dich mit Don McIntyre ein bisschen angefreundet. Ihr seid beide in Les Sables d’Olonne und seid vom Typ auch ein bisschen ähnlich. Don hat jetzt gerade mit float ein Interview geführt, und er sagt darin: Gebt mir ein Messer und einen Kompass, und ich finde jederzeit nach Hause. Seid ihr beide Abenteurer, die nichts mehr lieben als die waghalsige Existenz in isolierter Grenzenlosigkeit?

Mit einem 36 Fuß langen Schiff aus dieser Zeit um die Welt zu segeln, und das unter den Bedingungen von damals, ist schon ein bisschen verrückt, oder? Welches Sicherheitsequipement habt ihr heute an Bord?

Erzähl doch mal ein bisschen über dein Boot. Wie muss ein Schiff ausgerüstet sein, um gut um die Welt zu kommen? Was hast du verstärkt? Hast du am Rumpf etwas verändert? Welchen Segelsatz hast du dabei?

Man hat ja immer alles doppelt und dreifach dabei. Was denn zum Beispiel?

Du kannst nicht permanent per Satellit Fotos und Videos absetzen, wie es bei der Vendée Globe 2020 möglich war. Wie wirst du mit uns kommunizieren wollen und dürfen?

Es sind jetzt noch fünf Monate, bis das Rennen startet. Was hast du noch zu tun? Bist du finanziell gut aufgestellt?

Und wie sieht es physisch und psychisch aus? Fühlst du dich stark und mutig genug für dieses Abenteuer?

 

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