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Dunkle Corona-Wolken halten die Frauen auch 2020 nicht auf © Lars Wehrmann|Helga Cup
Frauenregatta

Die Helgas starten wieder

Bis 4. Oktober findet der 3. Helga-Cup Corona-gerecht statt – etwas kleiner, aber jetzt auch inklusiv.

von
Kerstin Zillmer
in
2 Minuten

Heute Nachmittag ging es los – der Startschuss zum Helga-Cup fiel um 14:30 Uhr, heute Abend ist die offizielle Eröffnung. Mit einem Sicherheitsabstand von vier Monaten startet die reine Frauenregatta zum dritten Mal auf der Außenalster in Hamburg beim Norddeutschen Regatta-Verein (NRV). Bunt, divers und inklusiv heißt das diesjährige Motto. Denn die Regatta wurde im Jahr 2020 um eine inklusive Regattabahn erweitert.

Als „Schwester“ des Helga-Cups soll das erweiterte Format frischen Wind in die inklusive Segelszene bringen. Gesegelt wird mit den Inklusionsbooten SV14 wie beim Helgahard-Cup. Die Kombination mit den J70s soll spannend werden. Die Paralympionikin Kirsten Bruhn hat bereits erste Inklusion-Regattaerfahrungen im August gesammelt.

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Das HSC Womens Team mit Steuerfrau Silke Basedow unterstützen den Cup schon seit der Gründung © Lars Wehrmann

Unter Corona wenig Zeit zum Trainieren

Dieses Mal treten wegen Corona nur 42 Teams an, dabei hatten im April bereits über 80 Teams gemeldet. Auch ist die Beteiligung nicht ganz so international wie bei den ersten beiden Veranstaltungen – ein Team aus der Schweiz und eines aus Österreich sind dabei. Mit drei Teams kommen aus Berlin, dem bisher am stärksten vertretenen Bundesland, nur die Hälfte der Frauen zur Regatta.

„Wir sind Mütter und Töchter“, schreiben die Wannseefrauen in ihrem Newsletter. „Durch Corona haben wir dieses Jahr einfach andere Prioritäten als Segeln gehabt.“ Denn besonders Frauen haben mit Homeoffice und Kinderbetreuung wenig Zeit zum Segeln und zur Vorbereitung auf Regatten während der ersten Monate der Pandemie gefunden. Trotz aller Widrigkeiten sind sie dabei, auch aus Respekt vor den Organisatoren, die dieses Jahr besondere Startbedingungen zu stemmen haben.

Der Helga-Cup ist die größte Frauensegelregatta und hat seit seiner ersten Austragung 2018 viel frischen Wind in die wachsende Frauensegelszene gebracht. Bei den Teilnehmerinnen, die vorwiegend aus dem Breitensport kommen, löste das neue Format enorme Begeisterung aus – und hat ein neues Bewusstsein für das Frauensegeln geschaffen. Unter dem Motto #thinkHelga will der Cup segelnde Frauen sichtbar machen, mitsegelnden Frauen Mut machen und nichtsegelnde Frauen fürs Segeln begeistern.

Die Rennen von Samstag und Sonntag werden live via Internet, auf YouTube und auf sportdeutschland.tv zu sehen sein. Am Sonntag um 16 Uhr werden die Siegerinnen geehrt.

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