float Magazine

Jens Brambusch überwintert hier © Marina Kas
Leben an Bord

Für eine Handvoll Lira

float-Autor und Segelaussteiger Jens Brambusch lebt seit einem Vierteljahr an Bord seiner Moody 425 an der türkischen Südküste. Zeit für einen Kassensturz.

Jens Brambusch
von in
7 Minuten

Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, kann ich leider nicht beantworten. Nicht, dass ich nicht wollte, ich selber hatte nach Antworten auf genau diese Frage gesucht, bevor ich in Deutschland Wohnung und Job aufgab, um fortan auf einem Schiff im Mittelmeer zu leben – und ich bin nicht wirklich fündig geworden. Was daran liegt, dass die Frage zwar nachvollziehbar, aber genauso unmöglich zu beantworten ist wie die, was denn eigentlich das Leben in Deutschland kostet?

Eine Villa in München-Bogenhausen ist nun mal teurer als eine Zweiraumwohnung in der Platte in Eisenhüttenstadt, das Fünf-Gänge-Menü in einem Drei-Sterne-Restaurant in Baiersbronn exklusiver als Pommes-Schranke im Ruhrpott. Wohnen kann man hier wie da, Gnocchi an Trüffel schmecken ebenso wie Currywurst mit Fritten. Nur der Preis unterscheidet sich ein wenig.

Und so ähnlich verhält sich auch, wenn man auf dem Wasser lebt. Es ist schier unmöglich zu sagen, was das Abenteuer kostet. Das beginnt mit der Größe des Schiffes, geht über das Revier und endet bei den persönlichen Vorlieben. Selbstversorger oder Restaurantbesucher? Hobby-Trinker oder Tee-Liebhaber?

Ich kann also keine Antwort geben, aber versuchen, mich einer anzunähern. Aufgrund der Erfahrungswerte, die ich in den vergangenen Monaten in der Türkei gesammelt habe, die bekanntlich günstiger ist, als die meisten anderen Reviere im Mittelmeer (Albanien mal ausgeklammert). Hier also mein Versuch einer Antwort auf die Frage aller Fragen.

Segelaussteiger

Die Türkei ist ein preiswertes Segelrevier © Jens Brambusch

Mein Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.