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Greta Thunberg © Caroline Stephens
Klimaaktivistin

Greta Thunberg nimmt Segelyacht statt Jet

Um ihre Klimakampagne in den USA fortzusetzen, will die Klimaaktivistin auf der Rennsegelyacht Malizia über den Atlantik.

float Redaktion
von in
3 Minuten | 1 Kommentar

Klimaaktivistin Greta Thunberg wird Mitte August von Europa nach Nordamerika segeln, um eine mehrmonatige Klimatour in Amerika zu starten. Das wurde heute morgen bekannt. Dazu nutzt die 16-jährige Schwedin die vollkommen emissionsfreie Hochseeyacht „Malizia“. Skipper ist der Hamburger Boris Herrmann, die mit Solarpaneelen und Hydrogeneratoren zur Energieerzeugung ausgestattet ist.

Greta Thunberg segelt auf Malizia

Die Open 60 Malicia © Andreas Lindlahr-Team Malizia

Rennyacht wird Reisemittel

Ziel der Reise sind zunächst die Vereinigten Staaten von Amerika. Das gab Greta Thunberg am Montagvormittag (29. Juli) bekannt. Die Tour soll später auch nach Mittel- und Südamerika führen, heißt es in einer Pressemeldung der Malizia-Crew, und sie soll bis weit ins Jahr 2020 hinein andauern.

Nach der Ankunft in Nordamerika wird Greta an zwei großangelegten Klimademonstrationen am 20. und 27. September teilnehmen. Sie wird nach den zwei bis drei Wochen Segelreise auch auf dem United Nations Climate Action Summit am 23. September sprechen. Dazu hat UN-Generalsekretär António Guterres nach New York City eingeladen.

Greta Thunberg segelt auf Malizia

Klimademonstrationen am 20. und 27. September in Nordamerika © Anders Hellberg

Sabbatjahr fürs Klima

Greta Thunberg nimmt ein Sabbatjahr von der Schule, um einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in Nordamerika beizuwohnen. Außerdem will sie Menschen treffen, die vom Klimawandel und den ökologischen Folgen besonders bedroht sind, aber auch Klimaaktivisten und Entscheidungsträger.

Die 16-jährige Schwedin plant zudem Besuche in Kanada und Mexiko. Außerdem wird Greta zur jährlichen UN-Klimakonferenz (COP25) nach Santiago de Chile reisen, die vom 2. bis 13. Dezember stattfindet. Damit verbunden werden Besuche an anderen Orten in Südamerika.

Bewusster Entscheid gegen das Fliegen

Auf Facebook kommentierte Greta Thunberg dies heute: „Gute Nachrichten! Ich werde am UN-Klimagipfel in New York, an der COP25 in Santiago und anderen Veranstaltungen teilnehmen. Mir wurde eine Fahrt mit dem 60-Fuß-Rennboot Malizia II angeboten. Mitte August werden wir über den Atlantik von Großbritannien nach New York segeln.“

Greta Thunberg fliegt nicht, weil durch den Flugverkehr enorme Mengen von Emissionen ausgestoßen werden – Emissionen, die sich stark verbreiten, weil sie weit oben in der Erdatmosphäre ausgestoßen werden. „Deshalb wird sie ihre Transportwege und -mittel auch in Amerika nach der geringstmöglichen CO2-Belastung auswählen“, heißt es in der heutigen Malizia-Presseerklärung.

Greta Thunberg segelt auf Malizia

Greta und ihr Vater treffen Boris Herrmann © Birte Lorenzen

Besondere Crew für eine besondere Reise

Begleitet wird Greta Thunberg durch ihren Vater Svante Thunberg und dem Dokumentarfilmer Nathan Grossman. Die Crew an Bord besteht aus Boris Herrmann und Pierre Casiraghi, Gründer des Teams Malizia und Enkel des einstigen monegassischen Fürsten Rainier III und Grace Kelly. Dessen wassersportbegeisterter Sohn Albert II, der heutige Fürst von Monaco, vergibt unter anderem den Ocean Tribute Award.

Malizia-Skipper Boris Herrmann führt weiter aus: „Greta steht erstaunlich couragiert auf gegen Ignoranz und Ungerechtigkeit in Bezug auf die Klimakrise. Es überrascht mich nicht, dass sie diesen Trip für sich als absolut machbar in Betracht gezogen hat – bei dem Mut, mit dem sie laut und klar auch gegenüber den mächtigsten Menschen spricht.“

Greta Thunberg segelt auf Malizia

Keine Luxuskoje... © Team Malizia

Greta Thunberg segelt auf Malizia

auf der Rennyacht Malizia © Team Malizia

„Spätestens 2020 müssen wir damit beginnen, die Emissionskurve steil nach unten zu biegen, wenn wir noch eine Chance haben wollen, unter 1,5 Grad des globalen Temperaturanstiegs zu bleiben.“ erklärt Greta Thunberg heute in einem Facebook-Post ihre Intention. „Wir haben immer noch ein Zeitfenster, in dem die Dinge in unseren eigenen Händen liegen. Aber das Fenster schließt sich schnell. Deshalb habe ich mich entschieden, diese Reise jetzt zu machen.“

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Ein Kommentar

Ilse Schmeller /

…. klingt ja gut. Für den Moment. Aber WER außer Greta bitte !!!würde schon das Angebot kriegen, kostenlos mit der Super-Yacht nach USA zu segeln?????Und WELCHE/R Geschäftsfrau/Mann,(klar) hätte bitteschön (!!!!)die ZEIT, das zu tun?? Meine Güte,, alles maßlose Übertreibung und vor allem totale Ablenkung von der Lebens-Wirklichkeit, einfach um (s)eine (sorry, IHRE natürlich auch)…trotzige, unüberlegte Meinung möglichst laut und unüberhörbar rauszubrüllen—immer das Gleiche!!…Ilse Schmeller

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