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Das HSC Women's Team gewinnt den Helga-Cup 2020 © Lars Wehrmann
Frauenregatta

Heimspiel für Hamburger Helgas

Das HSC Women Team gewinnt den Helga-Cup 2020 im eigenen Revier, die Blondies siegen auf der neuen Inklusions-Bahn.

von
Kerstin Zillmer
in
2 Minuten

Das letzte Rennen beim Helga-Cup 2020 zeigte noch einmal: Abgerechnet wird zum Schluss. Bei einem packenden Schlussspurt schien es erst so, als wenn die Goldelsen den Lauf und die Gesamtwertung für sich entscheiden würden. Denn der Favorit, das HSC Women Team, blieb zuvor nach einem gewaltigem Surfsprint tatsächlich an der letzten Tonne hängen und muss mit einiger Verzögerung im Stau einen Strafkringel drehen. Spannender geht es nicht mehr.

Als das Boot der vom Hamburger Segel-Club schließlich als Dritte über die Ziellinie fuhr und noch einem bedrohlich nahen Alsterdampfer auswichen, war klar: Die HSC-Crew mit Silke Basedow, Marion Rommel, Luisa Krüger und Juliane Zepp schafft den Gesamtsieg und gewinnt so den Helga Cup 2020 im eigenen Revier. Nur die Zuschauer wussten, dass das ebenfalls ganz vorne mitfahrende Team „Uppfrontinas“ wegen eines nicht bereinigten Frühstarts nicht gewertet werden würde.

  • Helga-Cup 2020Action auf der Außenalster © Lars Wehrmann
  • Helga-Cup 2020Action auf der Außenalster © Lars Wehrmann
  • Helga-Cup 2020Action auf der Außenalster © Lars Wehrmann
  • Helga-Cup 2020Action auf der Außenalster © Lars Wehrmann

Wind bis 35 Knoten

42 Teams segelten über drei Tage insgesamt 45 Wettfahrten und 484 Seemeilen. Und es gab Sonne, Wolken und knackige Böen bis zu 35 Knoten. Am Freitagnachmittag ging es los. Der Startschuss fiel um 14:30 Uhr, dann folgte die offizielle Eröffnung für den Helga-Cup 2020. Mit einem „Sicherheitsabstand“ von vier Monaten startete größte Frauenregatta der Welt zum dritten Mal auf der Außenalster in Hamburg.

Der besonderen Umstände des Corona-Jahrs wegen traten nur dreieinhalb Dutzend Frauenteams an. Dabei waren im April schon mehr als 80 Crews angemeldet. „Wir sind Mütter und Töchter“, hatten die Wannseefrauen in ihrem Newsletter geschrieben. „Durch Corona haben wir dieses Jahr einfach andere Prioritäten als Segeln gehabt.“ Trotz aller Widrigkeiten waren sie dabei, auch aus Respekt vor den Organisatoren.

Bunt, divers und inklusiv

Beim Norddeutschen Regatta-Verein sollte es „Bunt, divers und inklusiv“ zugehen, so das diesjährige Motto. Ein Grund dafür: Die Regatta wurde um eine „inklusive“ Regattabahn erweitert. Gesegelt wird dabei mit den Inklusionsbooten SV 14. Die „Blondies“ mit Luise Wanser und Kirsten Bruhn, selbst dreifache Paralympic-Championikin, gewinnt ebenfalls, auf der neu eingeführten inklusiven S\V-14-Bahn.

Seit der ersten Austragung 2018 hat der Helga-Cup viel frischen Wind in die wachsende Frauensegelszene gebracht. Bei den Teilnehmerinnen, die vorwiegend aus dem Breitensport kommen, löste das neue Format enorme Begeisterung aus – und hat ein neues Bewusstsein für das Frauensegeln geschaffen.

Begleitboot mit Elektroantrieb
Leiser als der Wind: Begleitboot mit Elektroantrieb © Lars Wehrmann

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