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Leo Sampson hat mit Shipwright Pete den ersten Bootsbauer fest angestellt. Zusammen bringen sie das Refit-Projekt Tally Ho tatkräftig voran.
Refit-Projekt

Leos erster Angestellter

Leo Sampson hat mit Shipwright Pete den ersten Bootsbauer fest angestellt. Zusammen bringen sie das Refit-Projekt Tally Ho tatkräftig voran.

von
Tommy Loewe
in
2 Minuten

Gerade rechtzeitig bevor die Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus auch in Sequim/Washington greifen, hat Leo zwei neue Mitarbeiter gefunden. So werkeln sie nun zu dritt in Isolation an dem 1910 Albert Strange Kutter „Tally Ho“: Leo, Volunteer Patrick, der Künstler und Bildhauer, der seine Fertigkeiten in Holz vertiefen will und Pete, ein echter Holzschiffbauer aus Port Townsend, Leos neuer Mitarbeiter.

Dank der vielen großzügigen Spender und Unterstützer kann Leo sich jetzt seinen ersten Angestellten leisten. Pete arbeitet schon lange im Schiffbau. Mit seinen Erfahrungen bereichert und beschleunigt er das Projekt. Für Leo ist es eine Riesenerleichterung, denn jetzt muss er nicht mehr jeden Handgriff überwachen.

Tally Ho
Pete, Leos neuer Mitarbeiter ist ein Holzschiffbauer aus Port Townsend © Leo Sampson

100 Bolzen mit Kopf und Fuss

Die Balkweger müssen befestigt werden. Dafür müssen vorab 100 Bronzebolzen mit Kopf und Gewinde versehen werden. Dann muss die genaue Position der Decksbalken und Rüsteisen (Wantenbefestigungen) festgelegt werden, damit die Bolzen nicht kollidieren. Das Bohren und Festschrauben delegiert Leo nun an Pete, der nicht so gern in die Kamera spricht – Leo ist der bessere Entertainer.

Zuerst bauen die drei endlich eine feste Treppe, was den Aufstieg an Deck, wo jetzt die Hauptarbeiten stattfinden, erheblich erleichtert. Während Pat und Pete am Balkweger schrauben, kümmert sich Leo um die Decksbalken. Er erklärt genau, was „constant camber“ (gleichbleibende Decksbalkenbucht – Wölbung der Decksbalken) bedeutet und welchen Einfluss das auf den Decksprung (die harmonische Linie von Bug bis Heck) hat.

Tally Ho
Leo erklärt die gleichbleibende Wölbung der Decksbalken © Leo Sampson

Dann stapelt er seine Weißeiche, die Marshall der Pink Fireman aus Neu-England gebracht hat solange um, bis er alle Decksbalken mit dem richtigen Faserverlauf aufreißen kann. Er hat eine genaue Liste und Glück gehabt: Es geht gerade eben auf.

Steht das Spantengerippe?

Nun müssen die Balken mit der großen Kreissäge grob ausgeschnitten, abgerichtet, auf Dicke gehobelt, an der Schiffssäge nach Maß ausgeschnitten und geputzt, also genau in der endgültigen Form glatt gehobelt werden. Dann erst kommen Decksbalken an Deck.

Spannend wird es, als die Balkweger fertig mit den Spanten verbolzt sind. Jetzt werden die Schraubzwingen und das Drahtseil vom Bug zum Heck, die das ganze Gebilde in Form gehalten haben, gelöst. Siehe da, alles steht ausgerichtet und lotrecht, genau wie es soll. Kein Wunder bei der guten Vorarbeit.

BoatBuilding - Making Deck Beams / Hiring another Shipwright! (EP69)

Wer mehr für das Projekt tun möchte.

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