float Magazine

Aira 22 © Arthur Smeets / Aira Boats Zu zweit enstpannt in den Abend segeln © Arthur Smeets / Aira Boats
Segeln lernen

Los jetzt, Segel setzen!

Weshalb Segeln lernen einfach nur einfach ist, wenn man im richtigen Moment loslässt. Und warum das Saisonende gut zum Beginnen ist.

float Redaktion
von in
4 Minuten

Die Leinen loswerfen, vom Liegeplatz aufs offene Wasser paddeln, die Segel setzen, den Wind prüfen, einen Kurs bestimmen – und los. Wie schön, wie ruhig – und scheinbar unerreichbar. Ist Segeln nicht der Sport auf dem Wasser, den immer nur die anderen machen? Für den man einen absoluten Überblick braucht, die Richtung von Windböen schon aus der Ferne erkennt und nach Landmarken navigieren können muss? Manches davon stimmt, anderes ist Seemannsgarn.

Schöne Orte zum Lossegeln gibt es weltweit – und direkt um die Ecke: Auf vielen der kleinen und größeren Binnenseen und den Küstengewässern vor allem der Ostsee kann man segeln, aber auch in klassischen Charterrevieren wie Kroatien und Griechenland – bis zu exotischen Destinationen wie der Karibik. Die letzten Tage der aktuellen Saison können gut der Start für den Einstieg ins Segeln lernen sein.

Charterbar Segeln lernen

Traumstrand: Mit Charterbar Yachting auf Kuba © Marcel Gollin

Für Segler sind Reviere zugänglich, die anderen Wassersportlern verwehrt bleiben: Viele Seen sind für Boote mit Benzin- oder Dieselmotor tabu. Viele Gewässer, besonders in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz, sind für Motorboote und Wasser-Motorräder komplett gesperrt – und nur per Wind- oder Muskelkraft für den Wassersport nutzbar.

Wie geht das eigentlich?

Schot, Fall, Baum, Dirk – rund ums Segeln wimmelt es nur so vor zunächst unverständlichen Begriffen. Wenden, Halsen, Fieren, Reffen – alles das sind wichtige Dinge, aber warum haben sie so seltsame Namen? Ein Grund dafür ist die uralte Tradition der Seefahrer, deren Fachsprache sich bis heute gehalten hat.

Doch auch ohne vollständige Kenntnis des Vokabulars, mit dem Profis sich an Bord untereinander verständigen, ist der Weg aufs Segelboot frei. Natürlich unter der Anleitung eines kundigen Skippers. Lektion 1 der Segelausbildung: Skipper nennt man die Person, die an Bord das Sagen hat.

Free Spirit Segeln lernen

Der Segellehrer erklärt die Details: Free Spirit Sailing in Kroatien © Kerstin Zillmer

Welche Kleidung ziehe ich beim ersten Törn an? Muss ich mich ducken, wenn das Segel im Boot plötzlich auf die andere Seite schwenkt? Wie lautet die korrekte Antwort auf die Frage „Bereit zur Wende“? Warum ist Wassertrinken bei Tagestörns so wichtig? Was ist ein Mensch-über-Bord-Manöver? Warum muss ich eine Rettungsweste tragen?

Verein oder Bootsschule?

Fragen wie diese beantworten sich nicht alleine durch eine Web-Recherche. Wer Segeln als Sport oder Freizeitbeschäftigung betreiben will, sollte die Menschen kennenlernen, die aktiv auf dem Wasser unterwegs sind – auf einer kleinen Jolle für den Binnensee oder einer fürs Meer gemachten großen Fahrtenyacht.

Zu Beginn geht es beim Segeln lernen nicht um den Erwerb amtlicher Sportbootführerscheine, sondern um erste Erfahrungen – und um eine ganz praxisorientierte Ausbildung in den grundlegenden Fertigkeiten des Segelns. Und „Theorie“, also das Aufnehmen des grundlegenden Wissens, gibt es natürlich auch. Dafür ist der Winter da.

Day of the Bay Schnuppersegeln

Schnuppersegeln beim Day of the Bay in Berlin © Messe Berlin

Eine Gelegenheit dafür bieten die zahlreichen Schnupperangebote der Segelvereine. Dort treffen sich die organisierten Segler. Und viele von ihnen freuen sich über engagierten Nachwuchs und interessierte Neueinsteiger. Einen Überblick geben die im Deutschen Segler-Verband organisierten Segelclubs.

Für die erste Kontaktaufnahme bietet sich ein Anruf beim Sportwart oder dem für Neumitglieder zuständigen Vorstandsmitglied an. Denn auch in Segelvereinen wird das meiste ehrenamtlich organisiert., auch die Segelausbildung. Keine Angst: Ein Boot muss keiner mitbringen, der oder die mit dem Segeln beginnt.

alternativetext

Segler der Uni Greifswald auf dem Weg nach Kopenhagen © Akademischer Seglerverein zu Greifswald

Segeln im Urlaub lernen

Eine gute Alternative zum Club ist es, bei einer Wassersportschule einen Einsteigerkurs zu besuchen. Hier lernt man, unter der Anleitung eines ausgebildeten Segellehrers, in einem bezahlten Kurs in kurzer Zeit alles Wesentliche kennen, um ein Segelboot selbst zu steuern.

float friday newsletter

jetzt abonnieren

Mein Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.