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Sea Ray Sundancer 320 Erfolgsmodell Sea Ray Sundancer 320 © Sea Ray
Wirtschaft

Was Sea Ray in Europa vorhat

Hans Roelants, Europa-Chef von Sea Ray, spricht im float-Interview über Pläne und neue Modelle der US-Bootswerft.

Stefan Gerhard
von in
2 Minuten

Im letzten Frühjahr stand der Motorboothersteller Sea Ray aus den USA noch zum Verkauf. Aus Rentabilitätsgründen sollte die Traditionsmarke abgewickelt zu werden. Wenig später folgte beim Eigner die Rolle rückwärts. Die Brunswick Corporation behielt die Marke, Werke und Händler – offensichtlich war kein Käufer gefunden worden. Nun wollen die Amerikaner mit neuer Führungsriege ihre Marktanteile in Zeiten von Zollkriegen und einem sich rasch verändernden Markt verteidigen.

float sprach mit Hans Roelants, dem neuen Europa-Chef von Sea Ray, über den neuen Weg des Unternehmens und konkrete Pläne für das kommende Jahr.

„Eine klare Strategie für die Zukunft“

Gibt es einen Wandel hin zu einer eigenständigen Strategie für die USA und Europa?

Hans Roelants: Es gibt keine separate Sea-Ray-Strategie für Europa und die USA. Wir haben einige unterschiedliche Modelle, die es uns ermöglichen, die Bedürfnisse unserer europäischen Kunden besser zu erfüllen.

Auf dem Weg zur Boot & Fun Inwater

Sea-Ray-Motorboote auf dem Weg zur Bootsmesse in Werder © Kerstin Zillmer

Wie ist die Strategie für die Marke für die nächsten Jahre?

Da die Entscheidung getroffen wurde, Sea Ray in der Brunswick Group zu halten, gibt es eine klare Strategie für die Zukunft. Die Strategie basiert auf unseren fünf Marken-Säulen: inspiriertes Design, sorgfältige Handwerkskunst, überzeugende Performance, bester Kundensupport und hohe Erlebnisqualität. Im Einklang mit dieser Strategie hat Brunswick kürzlich den Freedom Boat Club übernommen. Wir glauben, dass dieses Geschäftsfeld immer wichtiger werden wird.

Brunswick Corporation

Sea-Ray-Bootstransport auf der Spree © Kerstin Zillmer

Wie beeinflussen die Zölle zwischen den USA und der EU Ihr Geschäft hier in Europa?

Wir produzieren einige Modelle in Europa, so dass sich keine Auswirkungen auf unser Geschäft ergeben.

Was können wir für 2020 erwarten, und wie wollen Sie die Boote auf die Bedürfnisse europäischer Kunden zuschneiden?

Für das Modelljahr 2020 werden wir einige interessante Änderungen und Verbesserungen unserer bestehenden Produktlinie vorstellen. Mit unseren Sea Ray SLX 400 und SLX 350 wollen wir auch im Segment der großen Daycruiser mehr Anteile gewinnen. Dieser ist ein Trend, der sich auch in Europa zeigt. Auf der Cannes Boat Show werden wir ein interessantes Line-Up haben, das unsere Ambitionen für das Modelljahr 2020 widerspiegelt.

Brunswick Corporation

Unterwegs durch die politische Mitte Europas: Sea-Ray-Bootstransport © Kerstin Zillmer

Hat Sea Ray ein besonderes Boot, einen richtigen Game Changer, in der Pipeline?

Wir bei Brunswick wollen nicht nur Teil der Marineindustrie sein. Wir wollen die Branche auch definieren. Ja, wir haben aufregende neue Produkte und Technologien in der Pipeline, aber ich kann noch keine Informationen darüber preisgeben.

Zur Person

Hans Roelants führt die Sea Ray ab sofort als General Manager. Er übernimmt die Geschäftsführung für Europa, Afrika und den Mittleren Osten mit Sitz in Amsterdam.

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