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Race to Alaska © R2AK, Liv von Oelreich
Race to Alaska

Nur die Harten kommen durch

Beim Race to Alaska sind alle Wasserfahrzeuge ohne Motoren erlaubt, um 750 Meilen nach Norden zu kommen. Die ersten R2AK-Teams haben gemeldet.

Kerstin Zillmer
von in
2 Minuten

Es ist wieder soweit! Beim verrücktesten Rennen, dem Race to Alaska, haben die ersten Teams bereits gemeldet. 750 Meilen (1.207 km) von Port Townsend im US-Staat Washington nach Ketchikan in Alaska werden bei dieser Regatta nur mit Wind und Muskeln bezwungen. Erlaubt sind beim R2AK alle Wasserfahrzeuge, solange sie keine Motoren haben: Segelboote, Kanus, Tretboote, Paddling-Boards – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bei Flaute wird gerudert, gepaddelt oder in die Kette getreten.

Die Kultregatta zählt zu den härtesten der Welt, denn es gibt keinerlei Unterstützung: keine Beiboote, kein Essen, keine Unterkünfte. Nur Muskeln und Wind – so er denn weht – sind die treibenden Kräfte hoch in den kalten Norden. Und die Teilnehmer kommen von überall her, um den zweiten Platz zu machen und das legendäre Set Steakmesser zu gewinnen. Und wer es auf das oberste Treppchen schafft, geht mit 10.000 US-Dollar nach Hause.

Race to Alaska R2AK

Team Sail like a Girl © Katrina Zoe Norbom

2018 gewann erstmals eine Frauencrew

Auf dem Podium stand letztes Jahr zum ersten Mal ein Frauenteam: Für die achtköpfige Crew Sail like a girl war das R2AK letzes Jahr ein Spaziergang im Vergleich zum täglichen Leben. Sie kamen aus Seattle mit ihrem One-Design-Boot, einer Melges 32, um frei von Pflichten 750 Meilen die salzige Luft der unberechenbaren See zu atmen. Ein Boot und acht Frauen. Haferflocken, Proteinpulver und Powerbars machten sie so stark, dass sie souverän den ersten Platz machten.

Die Kultregatta findet dieses Jahr zum fünften Mal statt. Ausgedacht haben sich die Quälerei drei Freunde in einer trunkenen Nacht. Sie wollten Menschen dazu bewegen, wieder mehr Abenteuer zu wagen. Es ist ihnen gelungen: Denn jedes Jahr kommen die Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen mit den unglaublichsten Kreationen, um die Strecke des R2AK zurückzulegen.

R2AK 2019: All or Nothing

Bis zum bitteren Ende

Die Teams starten von Port Townsend nach Victoria im kanadischen British Columbia mit einer ersten 40 Meilen-Wettfahrt über das offene Meer. Die Crews überqueren dabei zwei Schifffahrtsstraßen und die Grenze zu Kanada. Diese erste Etappe ist als Qualifier für das gesamte Rennen gedacht – und als Stand-alone-Sprint für Leute, die beim R2AK nur mal naschen wollen.

Von Victoria geht es dann 710 Meilen weiter bis nach Ketchikan, einem rund 8.000 Einwohner zählenden Städtchen im Süden von Alaska. Die Teams starten in Victoria am 3. Juni 2019. Sie fahren weiter bis Ketchikan oder werden vom Kehrschiff aufgenommen. Abgesehen von zwei Wegpunkten entlang der Strecke in Seymour Narrows und Bella Bella gibt es keinen offiziellen Kurs. Um einen bekannten Barden zu zitieren: „Du kannst deinen eigenen Weg gehen.“

Bis zum 15. April ist noch Zeit, sich für das Rennen der Härtesten, das am 3. Juni 2019 in Port Townsend startet, anzumelden. Nur Mut! Wir begleiten euch beim Race to Alaska auf float.

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