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Fremantle Sea Rescue © Fremantle Sea Rescue
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Seekrank in Seenot

Drei Australier fielen seekrank von Bord und lösten Großalarm aus.

float Redaktion
von in
2 Minuten | 1 Kommentar

Vier Seemeilen vor der Küste bei Perth in Australien wurden am 30. Januar bei einer groß angelegten Suche zwei 24-jährige Frauen und ein 30-jähriger Mann gerettet, nachdem die drei am Samstag gegen 20 Uhr seekrank vom Heck eines Boots gefallen waren.

Mit einem Flugzeug, zwei Hubschraubern und neun Rettungsschiffen wurde von der Western Australia Police drei Stunden lang nach den drei Vermissten gesucht. Gegen 23 Uhr wurden sie, mehr als zwei Seemeilen vom Ort des Unglücks entfernt, vom Support-Tender einer Bohrinsel entdeckt. Der Skipper des Tenders hatte sich freiwillig bereit erklärt, bei der Suche zu helfen und seine Radargeräte und Suchscheinwerfer eingesetzt.

Die seekranken Freunde nicht bemerkt

Der Skipper des Sportboots, ein Mann Mitte zwanzig, hatte zuerst gar nicht bemerkt, dass seine Freunde über Bord gefallen waren. Bis er sich umdrehte und feststellte, dass er auf dem 6,40 Meter Boot ganz allein war. Er konnte aber in der Dunkelheit und wegen des hohen Wellengangs nichts erkennen. So alarmierte er sofort die Küstenwache.

Die Polizei geht davon aus, dass das Trio seekrank war und am Heck des Schiffes stand, als sie nach einem Ausflug auf Rottnest Island nach Fremantle zurückkehrten. Obwohl das Boot mit Schwimmwesten ausgestattet war, trug von den drei Verunglückten keiner eine Weste. „Wie gut, dass sie überlebt haben! Es ist schwer genug, Menschen bei Tageslicht zu orten. Sie nachts zu finden, ist extrem schwierig.“ sagte Sergeant Alan Trist, der den Einsatz geleitet hatte. „Auch wenn es keine gesetzliche Pflicht für Erwachsene gibt, eine Schwimmweste zu tragen, wäre es unter den herrschenden Wettebedingungen doch eine gute Idee gewesen.“

Eine hell-orange oder gelbe Weste hätten es deutlich leichter gemacht, jemanden in Dunkelheit bei schwerer See zu finden, sagte Trist. Die drei Geretteten wurden von einem Lotsenschiff ins Krankenhaus gebracht, wo sie wegen schwerer Erschöpfung und Unterkühlung behandelt wurden.

Man fragt sich: Warum stehen Seekranke ungesichert am Heck? Und nicht seitlich an der Reling, wie es alle machen? Allen, die trotz unseres Stöpsel-Tipps noch seekrank sind: Zieht Rettungswesten an!

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Ein Kommentar

Sebastian /

Interessante Geschichte, das wäre zumindest für mich eine Erklärung. Seit meinem fünften Lebensjahr bin ich nur auf einem Ohr taub. Ich bin schon bei 12 Windstärken auf großen Schiffen und selbst bei ordentlichem Seegang gesegelt. Seekrank war ich wirklich noch nie. Selbst dann nicht, wenn ich unter Deck beim Kartenlesen hin und her geschmissen würde. Das macht mich wohl zu einem perfekten Probanden. Wer mich buchen möchte, kann sich gern bei mir melden 🙂

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