float Magazine

Albatross Albatross © Chris Jordan
Filmstart

World Oceans Day

Zum Welt-Tag der Ozeane startet der Film „Albatross“.

Kerstin Zillmer
von in
2 Minuten

Eine Million Plastikflaschen werden täglich weltweit produziert, jedes Jahr kaufen, benutzen und entsorgen zwei Milliarden Menschen sechs Millionen Tonnen Plastik. Alarmierende Zahlen, die uns zum sofortigen Handeln und Umdenken aufrufen!

Wir berichten auf float kontinuierlich über das Thema Plastikmüll, weil es das wichtigste Problem unserer Zeit ist – ohne Ozeane kein Leben.

Zum heutigen World Ocean Day wollen wir deshalb das Leben in den Ozeanen zeigen.

Eine Liebesgeschichte aus dem Herzen des Pazifik

Das Projekt nahm seinen Anfang, als der Regisseur und Autor Chris Jordan und der Aktivist und Fotograf Manuel Maqueda vom Müllstrudel in der Nähe der Midway Islands im Nordpazifik zwischen Japan und Hawai erfuhren. Sie besuchten die Inseln mit ihrem Team und filmten und fotografierten Tausende von jungen Albatrossen, die verendet am Strand lagen – ihre Mägen waren mit Plastikmüll gefüllt. Die Aufnahmen zeigen sehr eindringlich das Leid der Vögel. „Sie beschreiben die zerstörerische Kraft unserer Kultur des Massenkonsums und das geschädigte Verhältnis der Menschheit zur lebenden Welt“, schreibt Jordan.

Bei ihrem nächsten Besuch von Midway dokumentiert das Team lebende Albatrosse, die zu Hunderttausenden auf der ganzen Insel singen und tanzen. Insgesamt acht Mal in vier Jahren kehren sie nach Midway zurück und erleben mit jeder Reise die Schönheit, Anmut und Empfindung der Vögel intensiver.

Chris Jordan arbeitete für den Film mit verschiedenen Redaktions-, Schreib- und Produktionsteams zusammen, um das mehr als 400 Stunden umfassende Material in einen Film zu verwandeln. In seinem Studio in Seattle experimentierte er mit Ton und Musik, schrieb die Erzählung und nahm sie auf. Sein Freund und Mitarbeiter Jim Hurst, der als leitender Kameramann und Tontechniker das Projekts begleitet hatte, half bei der Soundgestaltung und Audiomischung.

Der Schnittstil des Films weicht von traditionellen Dokumentarfilmen ab. Jordan wollte die „intensiv lebendige, sinnliche, emotionale und spirituelle Erfahrung“ vermitteln, die ihm und seinem Team auf der Insel zuteil wurde.

Der Film als öffentliches Kunstwerk

Chris Jordan hat den Film nicht als kommerzielles Produkt veröffentlichen wollen, um dem Thema gerecht zu werden. So schreibt er auf der Website: „Ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, dass wir alle im Namen des Lebens radikal und kreativ handeln.“ Und so stellt er seine achtjährige Arbeit der Welt als Geschenk zur Verfügung: Das Projekt „Albatross“ ist ein kostenloses öffentliches Kunstwerk.

Im Rahmen des heutigen World-Ocean-Day wird „Albatross“ bei den Vereinten Nationen gezeigt und ist ab heute dauerhaft und kostenlos verfügbar. Wer den Film herunterladen möchte, kann das hier tun. Spenden sind herzlich willkommen.

Aktuelle Infos gibt es auf facebook.

Wer Informationen über die aktuelle Situation der Ozeane und ihre Verschmutzung wissen möchte, sollte diesen Film anschauen:

Stand by the Sea – A Film in Honor of World Oceans Day

„Stand by the Sea“
Regie: Francesco Malingri
Idee: Federico Zecchin
Produktion: SilverCare, in Zusammenarbeit mit italienischen Seglern

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