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Alex Thomson Alex Thomson in düsterer Stimmung © Hugo Boss
HAVARIE AUF DEM ATLANTIK

Alex Thomson muss nach Hause

Der Kiel von Alex Thomsons Yacht wurde auf dem Atlantik zu stark beschädigt, um ihn zu halten. Heimkehr-Strategie noch unklar.

float Redaktion
von in
2 Minuten

Für Alex Thomson und seine brandneue Foiling-Segelyacht „Hugo Boss“ war die Transatlantik-Regatta Transat Jacques Fabre am Sonntagmorgen vorbei. Nach dem Zusammenstoß mit einem UFO genannten Stück Treibgut unterhalb der Wasseroberfläche hing der Kiel des Rennboots nur noch am seidenen Faden. Heute morgen wurde klar, dass die beiden annähernd unverletzt gebliebenen britischen Segler trotz Arbeiten am Kiel das Boot nicht wieder flott bekommen. Soeben gab Ross Daniel, der Technik-Chef des Segel-Rennstalls, bekannt, dass der Kiel nicht zu retten ist.

„Trotz aller Bemühungen wurde klar, dass das Festhalten des Kiels ein großes Risiko für das Boot darstellen würde. Da der Kiel nur mit der Hydraulikpumpe befestigt war und sich in einer instabilen Position befand, bestand die ernsthafte Gefahr einer erheblichen Beschädigung des Rumpfes.“

Daher wurde der Kiel gekappt: „Alex und Neal machten sich unter Anleitung unseres Land-Teams daran, den Hydraulikzylinder abzuschneiden, um den Kiel vom Boot zu trennen.“ Nach einigen Stunden Arbeit waren die Segler erfolgreich – und der Kiel ist nun nicht mehr am Boot befestigt. Damit ist das Boot auf hoher See, trotz des recht annehmbaren Wetters unter Hochdruckeinfluss, sehr viel weniger stabil.

Hugo Boss

Hugo Boss (o. l.) trägt Schwarz und ist ausgeschieden © Transat Jacques Vabre

Ballasttanks gefüllt, Foils ausgefahren

„Alex und Neal haben die Ballasttanks an Bord gefüllt und die Foils vollständig ausgezogen, um das Boot so stabil wie möglich zu halten.“ so Ross Daniel. „Sie befinden sich derzeit in leichtem Wind und leichtem Seegang, und wir sind zuversichtlich, dass es kein unmittelbares Risiko für das Boot oder die Skipper gibt.“

Der nächste Schritt ist nach Aussage des Land-Teams, das Boot „langsam und sicher zu einem Hafen zu bringen“. Zurzeit werden verschiedene Optionen geprüft. Das wahrscheinlichste Ziel sind die Kanarischen Inseln, wo die Hauptgruppe der Segler des Transat Jacques Vabre vorbeigesegelt ist.

Alex Thomson legte Schnellstart hin

Gegen 10:37 Uhr deutscher Zeit, während Alex Thomson und Neal McDonald mit rund 25 Knoten segelten, kollidierte ihr Boot mit einem UFO – also ein Unidentified floating object, ein unbekanntes schwimmendes Objekt. „Wir sind nicht sicher, mit was wir kollidiert sind, aber es muss etwas Großes unter Wasser gewesen sein, das imstande war, das Boot bei 25 Knoten Tempo zu stoppen.“ berichtet Axel Thomson.

Die beiden Segler haben außer ein paar Schrammen nichts abbekommen, aber der Aufprall war heftig: „Wenn man ins Auto steigt, die Augen schließt und mit 60 Stundenkilometern gegen eine Wand fährt – so fühlte es sich an!“

Seit sieben Tage ist die Flotte der IMOCAs und Class 40, dazu drei Trimarane bei der Atlantikregatta Transat Jacques Vabre unterwegs. Die Wettfahrt ist deswegen so anspruchsvoll, weil hier die Weltelite der Hochseesegler unterwegs ist.

 

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