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Alex Thomson Alex Thomson ist am Sonntag auf dem Atlantik havariert © Hugo Boss
Update Havarie auf dem Atlantik

Noch 300 Meilen für Alex Thomson bis Cabo Verde

Ohne Kiel unterm Boot segelt Alex Thompson nach seiner UFO-Kollision 800 Seemeilen Richtung Kapverden.

float Redaktion
von in
2 Minuten

Der im Atlantik mit seinem brandneuen Rennboot „Hugo Boss“ am letzten Wochenende havarierte Profi-Hochseesegler Alex Thomson segelt seit Montag mit seinem kiellosen Boot Richtung Kapverdische Inseln. Nach der Kollision mit einem UFO, einem großen, unter Wasser treibenden Gegenstand, war das Schiff des britischen Seglers und seines Teamkollegen Neal McDonald zuvor stark beschädigt worden. So genannte UFO gefährden den Schiffsverkehr immer stärker.

Am Mittwochnachmittag (17 Uhr deutscher Zeit) gab es neue Informationen vom technischen Team: Alex Thomsen und sein Co-Skipper kommen gut voran mit der beschädigten Rennyacht „Hugo Boss“. Sie sind nach Auskunft seines Rennstalls jetzt rund 300 Meilen von den Kapverdischen Inseln entfernt und segeln „mit Vorsicht“, heißt es, mit etwa zehn Knoten. Beide Segler konnten etwas schlafen und konzentrieren sich jetzt darauf, sicher an Land zu gehen.

Die aktuelle Route sieht vor, dass das Boot bis Freitagmorgen ankommt. Mitglieder des technischen Teams von Alex Thomson Racing sind inzwischen auf den Kapverden angekommen und bereiten sich auf die Ankunft des Bootes vor.

Die Rennziege ganz vorsichtig segeln

Ross Daniel, der technische Direktor des Segel-Rennstalls Alex Thomson Racing, hatte am Montagabend (4. November) kurz nach 22 Uhr erklärt: „Zusammen mit Alex und Neal hat unser technisches Team heute eine Reihe von verschiedenen Optionen geprüft. Es wurde entschieden, dass die Skipper am sichersten zu den Kapverdischen Inseln segeln, etwa 800 Seemeilen vom derzeitigen Standort der Hugo Boss entfernt.“

Hugo Boss

Das neue Boot wurde erst vor wenigen Wochen vorgestellt © Hugo Boss

Die Transatlantik-Regatta Transat Jacques Vabre, eigentlich gedacht Testlauf für das neue, vor wenigen Wochen präsentierte Rennboot, war für die Zweier-Crew damit vorbei. Nach dem Beinahe-Abriss des Kiels am Sonntag konnten die beiden Segler den Kiel selbst abtrennen, um den Bootsrumpf nicht zu gefährden. Seitdem ist das Boot ohne den stabilisierenden Kiel unterwegs und nur sehr eingeschränkt manövrierfähig.

Fünf Tage Reise sind kalkuliert

„Alex und Neal fahren derzeit bei leichtem Wind mit bis zu sieben Knoten.“ so Ross Daniel. „Sie werden weiterhin vorsichtig in südöstlicher Richtung zu den Cabo-Verde-Inseln segeln. Bei den aktuellen Wetterbedingungen schätzen wir, dass die Reise etwa fünf Tage dauern wird.“ Die prognostizierte Reisezeit hat sich inzwischen auf vier Tage reduziert.

Hugo Boss

Hugo Boss (o. l.) trägt Schwarz und ist ausgeschieden © Transat Jacques Vabre

Das technische Team der beiden Segler bereitet sich darauf vor, das havarierte Boot in den nächsten Tagen auf dem Wasser in Empfang zu nehmen. Man will die Crew dabei unterstützen, das Boot sicher in den Hafen zu bringen. „Wir stehen in ständigem Dialog mit Alex und Neal an Bord und beobachten den Status des Bootes weiterhin genau. Die Sicherheit unserer Skipper und des Bootes bleibt unsere oberste Priorität“, hieß es von Alex Thomson Racing.

Unterdessen hat Alex Thomson ein Video von Bord seiner Segelyacht veröffentlicht, in dem er die Kollision mit dem UFO schildert. Die beiden Segler haben außer ein paar Schrammen nichts abbekommen. Aber der Aufprall war heftig: „Wenn man ins Auto steigt, die Augen schließt und mit 60 Stundenkilometern gegen eine Wand fährt – so fühlte es sich an!“

HUGO BOSS onboard update: skippers safe and heading to Cape Verde Islands

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