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Mehr als 500 kamen zu Bootssport erleben in Münster © Lars Thierling
Bootssport erleben

Kapitän in Koblenz werden

Wer an Bord geht, soll nicht nur zusehen und mitfahren. Sondern selbst das Steuer in die Hand nehmen – wie dieses Wochenende am Rhein.

float Redaktion
von in
3 Minuten

„Noch niemals Kapitän gewesen? Dann wird es höchste Zeit!“ So werben die Macher der Aktion „Bootssport erleben“ für den schnellen Einstieg ins Boot – für alle, die noch nie oder schon lange nicht mehr an Bord gewesen sind. An diesem Wochenende macht die Crew in Koblenz Station. Los geht es am Samstagmorgen mit großer Crew und rund einem halben Dutzend Booten. Die Aktionsfläche am Peter-Altmeier-Ufer direkt am Rhein auf der Höhe des Königsbacher Biergartens.

Der Titel ist wörtlich zu verstehen: Mittendrin statt seitlich dabei. Denn wer an Bord geht, soll nicht nur zusehen und mitfahren. Sie oder er soll selbst das Boot führen. Die Intention: Wer an der Pinne oder am Steuer sitzt und unter Anleitung die ersten eigenen Erfahrungen als Skipper macht, bekommt schnell ein Gefühl fürs Motorbootfahren.

Start Boating

Für die Kleinen ist es klar: Bootfahren macht irre Spaß © Kerstin Zillmer

Einzige Voraussetzung: Neugierde

Der Anmeldestand für die Bootsfahrten an diesem Wochenende ist hoch, denn die Aktion „Bootssport erleben“ ist Teil des bis zum 11. August 2019 laufenden dreitägigen Koblenzer Sommerfests. An Rhein- und Moselufer gibt es das gesamte Wochenende über Programm. Das große Feuerwerk, also der „Rhein in Flammen“, über der Festung Ehrenbreitstein, ist am Samstag um 23 Uhr das Highlight, bevor es morgen noch einmal auf die Boote geht.

Das tut nicht weh: Denn Instrukteure, die sich mit der Technik und den Vorschriften auf dem Wasser auskennen, weisen die Wassersport-Anfänger sorgfältig ein und haben ein wachsames Auge auf alles. Die Gäste müssen nur noch – fahren! Einzige Voraussetzung: Neugier, etwas völlig Neues zu erleben.

Wer selbst fahren möchte, muss 16 Jahre oder älter sein. Rettungswesten gibt es an Bord, und das Tragen der Westen ist Pflicht. Denn im Zweifel kann das Leben retten. Man fährt ja auch nicht Auto ohne Gurt.

Bootssport erleben in Münster

Schlauchi-Crew bei Bootssport erleben in Münster © Lars Thierling

Für die Schnupperfahrten stehen Motorboote verschiedener Fabrikate und Leistungsklassen zur Verfügung. In Koblenz gehören dazu mehrere führerscheinfreie Schlauchboote (bis 15 PS Motorleistung) von verschiedenen Herstellern, in denen bereits eine kleine Familie Platz hat. Auf einem etwas stärker motorisierten RIB, einem Schlauchboot mit festem Rumpf, kann die Crew in flotte Gleitfahrt gehen.

Die „Dickschiffe“ im Fuhrpark sind Sportboote. Mit dabei ist wieder der offene GFK-Gleiter Rajo MM 560 Open, der mit 100 PS richtig gut zu Fuß ist. An Deck des 5,60 Meter langen Konsolenboots  haben fünf Gäste Platz. Außerdem geht mindestens eines der sportlichen Familienboote von Boote Hellwig in Koblenz an den Start.

Ein halbes Tausend Gäste in Münster

Das Ziel der Veranstalter: mehr Menschen aufs Wasser bringen. Das haben sie schon beim Hafenfest in Münster vor knapp zwei Monaten mit großem Erfolg geschafft. Zum Auftakt des Bootfahrens für Anfänger kam ein halbes Tausend Testfahrer bei 26 Grad.

  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling

Schön an der Aktion „Bootssport erleben“ ist, dass sie so unkompliziert ist. Es ist keine Anmeldung notwendig. Wer mit will, kann sich spontan noch am selben Tag (Samstag 11 bis 19 Uhr und Sonntag 10 bis 18 Uhr) dafür entscheiden, an Bord zu gehen. Wer sicher dabei sein möchte, sollte frühzeitig vor Ort sein. Denn wer zuerst kommt, geht zuerst aufs Wasser!

Nächster Stopp ist Werder

Die Aktion geht Ende August weiter. Nächster und letzter Stopp für dieses Saison ist die Boot & Fun Inwater in Werder an der Havel. Vom 30. August bis 1. September haben interessierte Wassersport-Anfänger die Möglichkeit, selbst aufs Wasser zu gehen und den ersten Schritt zum Bootsfahren zu machen – so wie  zwei Drittel der rund 300 überwiegend weiblichen Teilnehmer, die 2018 auf der Spree unter dem Motto Berlin Boating unterwegs waren.

 

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