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Die 29er planen zur Kieler Woche ihren Eurocup © Sascha Klahn
Kieler Woche

Maximale Meldezahlen für Kieler Woche

Die Kieler Woche besinnt sich aufs Segeln. Wegen Corona sind die Meldelisten für September schon weitgehend dicht.

von
Stefan Gerhard
in
2 Minuten

Die weltgrößte Segelwoche kann auch eine Nummer kleiner, was die Teilnehmerzahl auf der Landseite betrifft. Denn das Hauptziel der Kieler Woche 2020 – wegen Corona auf den 5. bis 13. September verschoben – ist Segeln und sonst wenig. Die Wende zurück zum Ursprung zieht – mit dem Ergebnis: Viele Klassen haben die maximale Meldezahl erreicht, und die Wartelisten füllen sich.

Kein Publikum auf der Landseite

Ein Grund für die Enge: „Alle Planungen – zum Beispiel in Hinblick auf Teilnehmerzahlen – sind auf die aktuell bis August geltenden Corona-Beschränkungen abgestimmt.“ erklärt Organisationsleiter Dirk Ramhorst. Stichwort: Hygienevorschriften und Mindestabstandsregeln müssen eingehalten werden.

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Olympiazentrum in Schilksee während der letztjährigen Kieler Woche © segelbilder.de

Den Seglern geht es ähnlich wie den Teams der Fußball-Bundesliga: Die Wettbewerbe werden ohne Zuschauer ausgetragen. Was also tun gegen das Geistersegeln? „Wir werden die Arbeit in den sozialen Netzwerken ausbauen und die Regatten über Kieler-Woche-TV zugänglich machen.“ so Ramhorst. Die Kosten dafür trägt die Stadt Kiel. Auch wenn die Kieler Bürger so gut wie nicht persönlich dabei sein können.

Aktive, Trainer und Organisatoren unter sich

Da die Gesamtzahl der Personen im Eventbereich im Hafenvorfeld in Schilksee auf rund 1000 begrenzt wird, muss das Gelände abgesperrt werden. Die Aktiven sind mit Trainern und Organisatoren unter sich.

Das Regattahaus, das Check-In-Zelt und die Vaasahalle sind die Eckpfeiler an Land. Sie sollen möglicherweise um die Bootshalle des Kieler Yacht-Clubs in Strande erweitert werden. Auf Veranstaltungszelte, die Sponsorenmeile und Verkaufsstände wird verzichtet, heißt es von den Organisatoren.

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Kieler Woche 2019 © Kiel Marketing

Sechs Bahnen pro Halbzeit geplant

Auf dem Wasser sind bis zu sechs Bahnen pro Kieler-Woche-Hälfte geplant. Die Bahnverteilung und die maximale Meldezahlt stehen schon heute grob. Durch die mögliche Absage der Kielbootklassen aufgrund der bestehenden Verordnungen könnte sich hier noch etwas ändern.

Schon zu Pfingsten zeichnete sich ab, dass viele Aktive aus aller Welt die Chance nutzen wollen, zu Kieler Woche anzutreten. Die olympischen Klassen 49er, 49er FX, Laser Radial, Laser Radial Standard und Nacra 17 sowie die Nachwuchsklassen 29er, 420er, Laser 4.7 und Laser open haben Wartelisten.

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Sechs Regattabahnen sollen auf der Kieler Förde bespielt werden © segelbilder.de

Der Wechseltag der Kieler Woche kommt

Um ein überfülltes Hafenvorfeld beim Wechsel der Klassen im ersten und zweiten Teil der Kieler Woche zu vermeiden, wird der Mittwoch komplett zum Wechseltag. „Wir gehen davon aus, dass die Aktiven Verständnis für unser Vorgehen haben. Nur so können wir die Einhaltung der Corona-Vorschriften und damit die Regatten garantieren“, hofft Ramhorst.

Noch sei man im Gespräch mit den 470ern, die der Deutsche Segler-Verband gern am Start sehen würde. „Dazu müssten wir die bisherigen maximalen Meldezahlen in diesen Klassen anpassen. Wir sind mit den Klassen im Gespräch und werden flexibel reagieren“, so der oberste Wettfahrtleiter Fabian Bach.

Ob Seesegeln bei der Kieler Woche 2020 möglich sein wird, entscheidet sich Mitte Juli, da das Bundesland Schleswig-Holstein voraussichtlich Anfang Juli neue Maßnahmen bekannt geben wird. „Wer segeln möchte, wird sich ohnehin schnell melden. Denn wer zuerst meldet, der ist dabei“, so Dirk Ramhorst.

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J24 auf dem Regattafeld © Segelbilder.de

 

 

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