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Charly (rechts) bei Bootssport erleben in Münster © Lars Thierling
Bootssport erleben

Mit dem Schlauchi Schleifen drehen

Von gar keine Ahnung bis ziemlich bester Anfang: Boote zum ersten Mal selbst steuern – am Wochenende in Fehmarn.

float Redaktion
von in
3 Minuten

Die Aktion „Bootssport erleben“ macht am Wochenende Station auf der Ostseeinsel Fehmarn. Am Yachthafen Burgtiefe am Südzipfel der Insel mit fünf Häfen geht es am Samstagmorgen mit großer Crew und insgesamt sieben Booten los. Der Titel ist wörtlich zu verstehen: Mittendrin statt seitlich dabei. Denn wer an Bord geht, soll nicht nur zusehen und mitfahren. Sie oder er soll selbst das Boot führen.

Die Intention: Wer an der Pinne oder am Steuer sitzt und unter Anleitung die ersten eigenen Erfahrungen als Skipper macht, bekommt schnell ein Gefühl fürs Motorbootfahren. Oder fürs Segeln. Denn auf Fehmarn ist zum ersten Mal ein Segelboot im Angebot. Auf dem sportlichen Kajütkreuzer Bente 24 geht es von Steg 1 im Yachthafen hinaus auf die Ostsee.

Bootssport erleben Bente 24

Die Bente 24 in der mit nachhaltigen Materialien gefertigten Version © Kerstin Zillmer

Rettungsweste ist Pflicht an Bord

Für die Schnupperfahrten stehen auch Motorboote verschiedener Fabrikate und Leistungsklassen zur Verfügung: Dazu gehören mehrere führerscheinfreie Schlauchboote (bis 15 PS Motorleistung) von verschiedenen Herstellern, in denen bereits eine kleine Familie Platz hat.

Die knallrote Whaly 500R ist mit 60 PS schon deutlich stärker ausgestattet. Das „Dickschiff“ im Fuhrpark ist wieder der offene GFK-Gleiter Rajo 560 Open, der mit 140 PS richtig gut zu Fuß ist. An Deck des 5,60 Meter langen Sportboots haben fünf Gäste Platz für einen ziemlich flotten Törn.

  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling
  • Bootssport erleben Münster © Lars Thierling

Das tut nicht weh: Denn Instrukteure, die sich mit der Technik und den Vorschriften auf dem Wasser auskennen, weisen die Wassersport-Anfänger sorgfältig ein und haben ein wachsames Auge auf alles. Die Gäste müssen nur noch – fahren! Einzige Voraussetzung: Neugier, etwas völlig Neues zu erleben.

Wer selbst fahren möchte, muss 16 Jahre oder älter sein. Rettungswesten gibt es an Bord, und das Tragen der Westen ist Pflicht. Denn im Zweifel kann das Leben retten. Man fährt ja auch nicht Auto ohne Gurt.

Schön, weil umkompliziert

Das Ziel der Veranstalter: mehr Menschen aufs Wasser bringen. Das haben sie schon beim Hafenfest in Münster vor knapp zwei Monaten mit großem Erfolg geschafft. Zum Auftakt des Bootfahrens für Anfänger kam ein halbes Tausend Testfahrer bei 26 Grad.

Schön an der Aktion „Bootssport erleben“ ist, dass sie so unkompliziert ist. Es ist keine Anmeldung notwendig. Wer mit will, kann sich spontan noch am selben Tag (Samstag 11 bis 19 Uhr und Sonntag 10 bis 18 Uhr) dafür entscheiden, an Bord zu gehen. Beim Probesegeln kann es auch schiefgehen, wenn man zu spät dran ist. Denn wer sicher mit der Bente 24 unter Segeln raus auf die Ostsee möchte, sollte frühzeitig vor Ort sein. Denn wer zuerst kommt, geht zuerst aufs Wasser!

direkt zum Video

Startpunkt

Am Yachthafen 1, 23769 Burg auf Fehmarn, Karte

Nächste Stopps: Koblenz und Werder

Die Aktion geht im August in anderen Revieren weiter: In Koblenz auf dem Rhein und im Rahmen der Boot & Fun Inwater in Werder an der Havel. Auch hier haben interessierte Wassersport-Anfänger die Möglichkeit, selbst aufs Wasser zu gehen und den ersten Schritt zum Bootsfahren zu machen – so wie  zwei Drittel der rund 300 überwiegend weiblichen Teilnehmer, die 2018 auf der Spree unter dem Motto Berlin Boating unterwegs waren.

Hier die Termine im einzelnen

Koblenz: 10. und 11. August bei Rhein in Flammen, Samstag 11-19 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr

Werder (Havel): 30. August bis 1. September bei der Boot & Fun Inwater, 10-18 Uhr

Start Boating

Für die Kleinen ist es klar: Bootfahren macht irre Spaß © Kerstin Zillmer

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