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Jetzt geht's wieder: neue Boote zu Lande und auf dem Wasser © Messe Berlin
Boot und Fun Berlin

Neuheiten, Neuheiten!

Zur Boot & Fun Berlin 2021 kommen Weltpremieren und Neuheiten erstmals nach Berlin, darunter viel Neues für Segler. Hier ist der Überblick.

von
Stefan Gerhard
in
10 Minuten

Endlich geht’s wieder – Boote auf dem Wasser und nun auch zu Lande. Berlin und Boots-Neuheiten – das gehört fest zusammen. Die Boot & Fun Berlin gilt als eine der der renommiertesten Ausstellungen für Tages-, Sport- und Familienboote in Europa – mit besonderem Fokus auf Boote für Binnengewässer und küstennahe Reviere der Ostsee und im Mittelmeer.

Nach der wuchtig gewachsenen Inwater-Schau in Werder geht es jetzt „in groß“ in Berlin weiter. Unter den Dächern der Messehallen startet mit der Gala-Nacht der Boote am 10. November die Boot & Fun Berlin, die wiederum vom 11. bis 14. November in acht Hallen unterm Funkturm läuft.
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Direkt zum Boot

In den vergangenen Jahren gewaltig gewachsen ist auf der Boot & Fun das boomende Luxussegment – mit großen Motoryachten, schnellen Tendern und exklusiven Watertoys wie Foilboards und e-Jetskis. Immer bedeutender wird auch Entschleunigung auf dem Wasser – mit entsprechenden Angeboten wie Hausbooten, spezialisierten Angelbooten und flüsterleise motorisierten Elektrobooten.

Jetzt startet Berlin auch beim Segelsport durch, der dieses Jahr passend dazu eine der Hauptrollen auf der Boot & Fun Berlin spielt. Dafür hat das Messeteam gleich an mehreren Stellschrauben gedreht: mehr Boote, mehr Aktive, mehr Segelmacher.

Mehr Segelsport als je zuvor

Eine größere Zahl Segelboote und Segelyachten als jemals zuvor auf der Boot & Fun wird ab dem 11. November in Berlin zu sehen sein. Die Highlights sind viele Neuheiten speziell in der sportlichen Kompaktklasse und einige sehr bemerkenswerte Berlin-Premieren.

Dazu präsentieren sich im Segelmacher-Center erstmals die „Fachleute für Wind“: Fast ein Dutzend Aussteller zeigt hier die Lösungen der renommiertesten Anbieter für Performance-Segel und Fahrtenyachtsegel wie North Sails, Elvstrøm und viele mehr.

Und schließlich: Traditionell stark vertreten sind die Klassenvereinigungen. Nirgendwo in Deutschland treffen sich so viele Aktive der Seglerszene wie beim „Klassentreffen“ in Berlin.

Sunbeam 32.1
Premiere in Berlin für die Sunbeam 32.1 © Werft

Erstmals gezeigt wird in Berlin die Sunbeam 32.1, die schon jetzt als eines der ikonischen Bootsmodelle des noch jungen Jahrzehnts gilt. Die eigenwillige Optik des Weekenders aus Österreich mit sehr modernen Linien polarisiert – der Designer Gerald Kiska, der ebenfalls aus der Alpenrepublik stammt, hat hier ganze Arbeit geleistet. Wir sind die Sunbeam 32.1 vor kurzem gesegelt – unser Bericht folgt!

Ausgestellt: die komplette First-Flotte

Erstmals mit der kompletten Modellpalette zu sehen sind die sportlichen Segelboote der First-Baureihe. Ursprünglich vermarktete die slowenische Werft ihre Racer unter dem Namen Seascape. Inzwischen haben sich die wendigen Boote einen so guten Ruf auf den Regattabahnen erworben, dass der Branchenriese Beneteau seit einigen Jahren als Mehrheitseigener eingestiegen ist – und den legendären Namen der eigenen Sportboote, First, mitgebracht hat.

Als Berlin-Premieren gezeigt werden auch die vier Daycruiser, Weekender und Fahrtensegler First 14 SE, First 18 SE, First 24 SE und die First 27 SE. SE steht hier für Special Edition, was anzeigt, dass die Boote die besonders hochwertige Ausstattung des Seascape-Originals mit Carbonmast und vielem mehr haben. Beim Silverrudder Race 2021 machte Olympia-Silbermedaillengewinnerin Susann Beucke ihre ersten Einhanderfahrungen auf einer Seascape.

  • Beneteau First 18 SEBeneteau First 18 SE © Werft
  • Beneteau First 24 SEBeneteau First 24 SE © Werft
  • Beneteau First 27 SEBeneteau First 27 SE © Werft

Eine weitere Neuheit ist die frisch aktualisierte Familiensegelyacht Jeanneau Sun Odyssey 410. Auch die als erstes Modell nach Neustart präsentierte Bavaria C38 passt gut in den Süden und die Ostsee. Sie zeichnet sich durch Segeleigenschaften, einfachstes Handling und – typisch Bavaria – einen ausgeklügelten Innenraum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten aus. Markante Design-Elemente wie der V-förmige Bug und Chines am Heck erlauben schnelles und sicheres Segeln.

Coole Jolle mit CAD

Eine coole, offene Sportjolle ist das Fusion Sailboat aus Leeuwarden. Die englischen Bootsbauer setzen bei ihrem per CAD ergonomisch optimierten Entwurf auf ein tiefes und selbstlenzendes Cockpit, eine besonders hohe Baumposition und einfachstes Handling. Das sympathische Sportboot ist erstmals in Berlin zu erleben.

PaperOtto ist ein faltbares Segelboot aus Holz, dem mit seiner eigenwilligen Rumpfform hervorragende Segeleigenschaften nachgesagt werden. Bis zu vier Personen finden an Bord Platz. Mit rund 50 kg Gesamtgewicht ist es zusammengefaltet nicht größer als ein Surfboard. Durch den smarten Faltmechanismus lässt sich das in Italien gefertigte Boot im Umfang so stark verkleinern, dass es sich auf dem Dach eines Kleinstwagens vom Typ Fiat Cinquecento einfach transportieren lässt.

  • PaperOttoPaperOtto © PaperOtto
  • PaperOttoPaperOtto © PaperOtto

Zubehör fürs Segeln

Was sich wie eine Randnotiz anhört, ist eine ziemlich elementare Sache: Die Überwindung eines sperrigen Furling-Kabels spart Gewicht, reduziert auftretende Lasten im Rigg und macht das Handling des Segels deutlich einfacher. Helix Furling Gennaker von North Sails leisten genau das. Da sie wie herkömmliche Gennaker über das Vorliek nach Luv rotieren, sorgt das Segel auch auf tiefen Kursen für Vortrieb, ohne die Leistungsfähigkeit auf spitzen Kursen einzubüßen.

Narwal Laminatpanel-Segel
Narwal Laminatpanel-Segel © Narwal

Für den erfolgreichen Regattaeinsatz konzipiert und erstmals in Berlin vertreten sind Laminatpanel-Segel von Narwal. Sie bieten maximale Beständigkeit bei minimalem Segelgewicht – inklusive aller Verstärkungen. Dass Produkte, die lange auf dem Markt sind, weiter verbessert werden können, zeigt übrigens die Vorstagpersenning von Narwal. Um das Flattern im oberen Bereich bei starkem Wind zu minimieren, wurde ein neues Design mit sehr effizienter Schnürung entwickelt.

Auffällig üppige Motorboot-Auswahl

Die Boot & Fun Berlin ist eine der bedeutenden Schauen für den motorisierten Wassersport, und das nicht erst, seitdem bei dem hier stattfindenden Best of Boats Award, Europas größtem Motorboot-Award, die besten Boote des Jahres präsentiert und prämiert werden. Hier, in Berlin, sind die wichtigsten Marken von sehr kompakt bis zur großen Luxusmotoryacht zu sehen.
Lang erwartet wurde die Marex 330 Scandinavia. Angekündigt mit einem Sneak Preview vor genau einem Jahr, hat das Schiff jetzt in Berlin seine Deutschlandpremiere. Marex versieht Salonbereich und Achterdeck mit einem großen Softtop. So sitzen Bordgäste wahlweise offen im Cabrio oder geschützt in der guten Stube des Vollgleiters – auch bei der für den Best of Boats Award 2021 in der Kategorie Familienboote nominierten Neuheit aus Norwegen.

Marex 330 Scandinavia
Marex 330 Scandinavia © Werft

Die in Berlin von Allert Marin erstmals präsentierte Bavaria SR 41 ist der Auftakt für die neue Motorbootlinie des fränkischen Serienherstellers. Die Motoryacht mit Zwei-Kabinen-Layout – edle Eignerkabine und geräumige Vorschiffskabine – und großem Cockpit mit Sonnenliege und Lounge Area samt Tisch direkt am Wasser ist eine Urlaubsinsel.

Und zwar eine mit kraftvoller Motorisierung für Törns von Bucht zu Bucht. Wir waren gerade im Testcenter von Bavaria nahe Giebelstadt und fuhren die Bavaria SR 41 – unser Test-Bericht folgt!

Erstmals in Berlin, zeigt Linssen Yachts das kompakte Modell Linssen 35 SL AC. SL steht bei der Werft aus den Niederlanden für „Sport Luxury“. Eines der auffälligsten Merkmale der SL-Serie ist das scheinbar schwebende Dach der Sedan-Modelle. Erzielt wird dieser Effekt durch die anthrazitfarbenen Fensterpartien und Rahmen des Salons. Sie lassen die Glasfläche optisch zu einem einzigen Element verschmelzen, das sich vom Dach zu lösen scheint.

  • alternativetextBavaria SR 41 © Werft
  • Linssen 35 SL ACLinssen 35 SL AC © Werft
  • Alfastreet 18 OpenAlfastreet 18 Open © Werft
  • Merry FisherMerry Fisher 795 S2 © Werft

Alfastreet aus Slowenien wartet mit drei Berlin-Premieren auf, und alle sind sie im Betrieb emissionsfrei, da elektrisch. Darüberhinaus sind die Boote geräumig: Die Alfastreet 18 Open und die 7,80 m lange Alfastreet 23 Cabin Evo mit Kajüte haben beide Platz für acht Erwachsene. Die 9,79 m lange und fast 3 Meter breite Alfastreet 28 Cabin Elektro – 2020 im Finale des Best of Boats Awards – kann sogar zwölf Personen an Bord beherbergen.

Die Merry-Fisher-Serie gehört zu den beliebtesten Bootsreihen in Deutschland. Sicher auch deshalb, weil der Bootstyp von Jeanneau das klassische Familienboot verkörpert – mit Essecke im Achterdeck, Badeplattform und genug Platz zum Schlafen unter Deck. In Berlin erstmals ausgestellt ist die Merry Fisher 795 der Serie 2, die dieses Jahr für den Best of Boats Award in der Kategorie Beginners nominiert ist.

Es lebe der Sport

Die neue Jeanneau Cap Camarat 10.5, die erstmals auf der Boot & Fun Berlin gezeigt wird, ähnelt als Tagesboot mehr einem Fun-Boot als einem Familienschiff. Es fährt nicht nur schnell, sondern ermöglicht auch aktiven Wassersport, etwa Wasserski. Doch auch für relaxtes Cruisen mit der Familie eignet es sich hervorragend.

Das Bootscenter B1 – ein im Berliner Umland ansässiger Bootshersteller – ist bei der Boot & Fun Berlin 2021 sicher der Aussteller mit den meisten Booten. Geplant hat das Werderaner Unternehmen, etwa 30 Motorboote zu zeigen. Alle Marken der Brandenburger sind, im neuen Design, in den Messehallen unterm Funkturm zu sehen: B1 Yachts mit der Premiere St Tropez 7 Shadow Series, Aqualine mit der kompletten Modellreihe von der Aqualine 520 bis zur Aqualine 750 S. Premiere hat die Aqualine 750 Black Edition.

Aqualine 750 Black
Aqualine 750 Black © Werft

Die spezialisierten Angelboote der Marke Finval Berlin kommen – mit zehn unterschiedlichen, stark getunten Modellen – fast im Dutzend. Nicht nur an der Optik der erstmals auf der Boot & Fun Inwater gezeigten Marke hat man bei B1 gearbeitet, vor allem bei der Technik speziell für Sportfischer gibt es große Vielfalt. Präsentiert werden – als Use Cases – in drei Booten die neuesten Systeme der drei großen Marken Humminbird/Minnkota, Lowrance/Navico und Garmin.

Weltpremiere für Alu-Angelmaschinen

Mit zwei Weltpremieren wartet Seamachine aus Hamburg auf: Das junge Unternehmen präsentiert die Seamachine Challenger und die Seamachine Stealth, zwei Angelboote der neusten Generation. Die Stealth ist das erste Angelboot, das serienmäßig als Elektroboot angeboten wird. Dabei kooperiert Seamachine mit dem chinesischen Elektro-Bootsmotorenhersteller e-Propulsion.

Angelehnt an das Design US-amerikanischer Muscle Cars der 1960er- und 1970er-Jahre, präsentiert sich die Challenger mit ihrem bulligen Aussehen als Bolide auf dem Wasser. Hoch motorisierbar und widerstandsfähig, richtet sich das Boot direkt an anspruchsvolle Angler. Gefertigt werden die Boote in Russland.

Die Seamachine Stealth – Stephan Reifenrath sprach darüber im float Originals Podcast Aluboote neu gedacht – ist das weltweit erste Angelboot, das komplett und konsequent als Elektroboot ausgebaut ist. Denn schließlich dürfen immer mehr Gewässer in Deutschland und Europa nur noch mit elektrischen Antrieben befahren werden. Mit fünf Quadratmetern Fläche auf den Casting-Decks bietet das Modell den wohl meisten Platz für ein Boot dieser Größe.

Russland, eine Sportbootbau-Nation?

Velvette baut seit 2008 schnelle und schön gestaltete Boote – vom Angelboot über dynamische Kajütboote und starke Daycruiser bis zum avantgardistischen 33-Fuß-Tender und der luxuriösen 41-Fuß-Fahrtenyacht. In Berlin sind die klassisch-sportlichen Boote aus Russland zum ersten Mal zu sehen.

Velvette 24
Velvette 24 © Werft
Alpha RIBS 6
Alpha RIBS 6 © Werft

Als Deutschlandpremiere kommt die Velvette 24. Elegant und „schiffig“ im Design, bietet der blaue Bolide eine praxisorientierte Aufteilung – mit großer U-Sitzgruppe im Cockpit, einer gut gemachten Kajüte mit Schlafplätzen für zwei Erwachsene und einer Unterflurkoje für zwei Kinder. Das Beste: Die Boote haben eine Lieferzeit von nur acht bis zwölf Wochen.

Messepremiere in der Hauptstadt haben auch die ultrarobusten Festrumpf-Schlauchboote der Marke Alpha RIBs. Das namensgebende Symbol steht auf jedem der sehr schnellen und sicheren Boote. Schließlich geht es, so sagt es Aussteller Marc Bieber, auf dem Wasser mehr als anderswo um Emotionen. Und um Erlebnisse, die berühren. Gute Begleiter dafür sind, so sagt Bieber, die Alpha-RIBS-Modelle, die dynamisch, souverän und weich selbst durch die raue See gleiten.
Einen Gang runter schalten lässt es sich mit elektrisch angetriebenen Booten und Sloepen, mit denen die Niederländer ihre eigene Bootsart fürs Wasserwandern erdacht haben.

Die Entdeckung der Entspannung

Das meistverkaufte Elektroboot in Europa ist auf der Boot & Fun Berlin mit einem neuen Design-Upgrade zu sehen. Die Frauscher 650 Alassio ist ein klassisches Tagesboot, das durch große Touchscreens, ein High-End-Audiosystem und sein Bugstrahlruder in seiner Klasse ziemlich solitär ist.

Noch entspannter geht es auf der Frauscher TimeSquare 20 zu. Der Katamaran für Tagestrips auf Binnengewässern ist gleichzeitig eine Open-Air-Lounge, eine beinahe still schwimmende Insel mit null Emissionen dank elektrischer Torqeedo-Motorisierung und ein gelungener futuristischer Designentwurf für Early Adopters.

Frauscher 650 Alassio
Frauscher 650 Alassio © Werft
Frauscher TimeSquare 20
Frauscher TimeSquare 20 © Werft

Nach ihrer Deutschlandpremiere auf der Boot & Fun Inwater 2021 in Werder kommen die Sloepen von VanVossen nun nach Berlin. Als offene Motorboote ähneln sie den Hamburger Tuckerbooten. Die VanVossen 550 ist mit ihrem leichtgängigen doppelwandigen Aluminiumrumpf als Verdränger konzipiert. Mit 8 bis 15 PS starker Motorisierung kann sie auch führerscheinfrei mit maximal acht Personen gefahren werden. Platz für zehn Personen hat die VanVossen 650, die mit maximal 100 PS leicht, stabil und richtig flott zu fahren ist.

  • VanVossen Sloep 550VanVossen Sloep 550 © Werft
  • VanVossen Sloep 650VanVossen Sloep 650 © Werft

Menken aus den Niederlanden präsentiert die neueste Version von The CABXL. Der robuste Tender ist im Standard „ready to go“, mit Badeplattform, Cockpitboden aus Teakholz und Innenbeleuchtung. Die Berlin-Premiere ist kursstabil, wendig und robust. Das verdankt das Boot seiner schweren Bauweise und dem durchdachten Unterwasserschiff.

Menken
Menken CABXL © Menken
Intender 700
Intender 700 © Werft

Die Intender 700 interpretiert als Berlin-Premiere das Sloep-Design neu. Die Seitenlinie ist modern und fast klar gehalten. Natürlich ist auch das mit einem Kräutler-Elektromotor angetriebene Boot eine echte niederländische Sloep. Im Inneren bietet es Lounge-Atmosphäre auf feinstem Garn. Badefreundlich: Mit zwei Handgriffen lässt sich der Spiegel umklappen und gibt dann das Heck komplett zum Wasser hin frei.

Variante: Watertoys

Ein Hausboot für den Kofferraum ist der InflaCat. Erstmals auf der Boot & Fun Berlin präsentiert wird der aufblasbare Katamaran, der zusammengelegt in den Kofferraum eines PKW passt. Mit einem Zeltdach darüber wird es zur Laube auf dem Wasser, in der bis zu vier Wasserwanderer Platz finden. Für die Fortbewegung gilt: Zero Emissions – entweder per Stand-Up-Paddel oder, bequemer, mit einem elektrischen Antrieb samt Photovoltaikpaneelen für mehr Reichweite.

Das Sunfloat, erstmals in Berlin zu sehen, will die Vorzüge von Floß, Motorboot und einem Sonnendeck miteinander verbinden. Man benötigt dafür nicht einmal einen Bootsschein. In 20 Minuten ist das Schlauchboot mit elektrischem Antrieb aufgebaut, das mit einem vor Sonne schützenden Schirmchen zur fahrenden Insel wird.

Sunfloat
Sunfloat © Hersteller

Ein Board, vier Funktionalitäten – das ist das Konzept von Maverick. Segeln, Surfen, SUP-Paddeln und stehend Segeln lässt es sich mit dem in Italien designten und in England hergestellten Spaßgerät.

Motoren und textile Freuden

Nach dem Erfolg der kleineren Außenborder mit 2,5 bis 15 PS stellt der Ausrüster A. W. Niemeyer als Weltpremiere in Berlin auch leistungsstärkere Einspritzmotoren vor. Gezeigt werden die 40 und 60 PS starken Außenborder wieder unter dem Namen OceanCraft by awn.

Zu heiß an Bord? Bei Polsterbezugsstoffen reduziert die Cool Color genannte Technologie die Aufheizung der Oberfläche bei direkter Sonneneinstrahlung. Spezielle Farbpigmente „remittieren“ bis zu 80 Prozent der nahen Infrarotstrahlung des Sonnenlichts und reduzieren so die Erwärmung der Oberfläche deutlich. Die skai-Polsterstoffe sind erstmals in Berlin zu sehen.

Rymhart
Den neuen Hoody light gibt’s auf der Messe in Berlin © Rymhart

Auch bei Textilien für Boaties gibt es Neues in Berlin: Auf die neue Kapuzenjacke der Outdoor-Marke Rymhart musste man wirklich lange warten. Ein Grund: Die Crew in der Stader Strickerei hatte sich technisch etwas komplett Neues vorgenommen. Die Oberfläche des Hoodies aus 100 Prozent Wolle ist anders als das vertraute Perlfang-Gestrick der bekannten Troyer.

Man erkennt keine Maschen mehr, sondern eine homogene „körnige“ Struktur. Für das Doubleface-Material wurden zwei Garnstärken zu einem Stoff verstrickt und dann außen gewalkt. Das macht den Strickstoff relativ winddicht und lässt Sprühregen lange abperlen – bei halbem Gewicht im Vergleich zum Troyer, und ebenso kuschelig. Damit kommt man von der Messe gut nach Hause.

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