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Cala Gonone, Sardinien Cala Gonone
Marina-Check

Schöner Süden mittendrin

So viele Einwohner wie Hamburg, aber das Wetter ist besser. Und die Küstenlinie länger.

Thomas Stasch
von in
3 Minuten | 2 Kommentare

„Segeln, wo andere Urlaub machen“ – oder so ähnlich ging der Spruch. Wenn man erzählt, dass man zum Urlauben auf eine Insel im Mittelmeer fliegt, denken fast alle als erstes an Mallorca, jene Baleareninsel, die viele Deutsche gerne gegen Helgoland eintauschen würden. Aber es gibt noch das eine oder andere weitere Eiland im Mittelmeer, das ähnlich attraktiv ist – so etwa die italienische Insel Sardinien.

Auf Sardinien leben etwa so viele Menschen wie in Hamburg – aber das Wetter ist meist besser. Und die Küstenlinie ist definitiv länger. Neben 24.000 Quadratkilometern Landfläche bietet Sardinien eine Küstenstrecke von rund 1.000 Seemeilen. Das schreit doch nach einem Törn rund Sardinien, oder nicht? Häfen, um mit einem gecharterten Boot festzumachen, gibt es dort genug.

Man kann gar nicht anders – man stolpert immer über weitere Yachthäfen.

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Die Crews erwartet türkisblaues und glasklares Wasser rund um die Insel. Die Seestrecken führen vorbei an beeindruckenden Felsformationen aus Granit, unberührte Natur und tolle Vegetation gibt es allerorten. Hat man als Wasserwanderer einmal auf der Strecke festgemacht, findet man rund um Sardinien seichte Badeparadiese auf karibischem Niveau, dazu fabelhafte Ankerbuchten und die entsprechenden Strände.

Nach dem abendlichen Ankommen in einer Marina darf sich die Crew auf die Hochgenüsse mediterraner Küche und das beste weltbeste Eis überhaupt freuen, italienisches nämlich. Weshalb sich ein Langtörn rund um die Insel anbietet, formulierte einmal ein ortskundiges Seglerpaar so: „Man kann gar nicht anders, man stolpert immer wieder über weitere Yachthäfen.“ Beispielhaft für die Infrastruktur auf Sardinien stellen wir drei Marinas vor.

Edelstein des Mittelmeers: Marina di Porto Cervo

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Marina di Porto Cervo © Uschi und Andreas Müller

Die Betreiber des Yachthafens bewerben ihr eigenes Revier als Charm on the Mediterranean Sea. Das sagen Hoteliers an der Costa Brava zwar auch über ihren Standort, doch Porto Cervo wirkt wirklich edel mit einem Ensemble, das aus dem alten Hafen und der neuen Marina besteht.

Was die Webseite verspricht, das hält der Ort tatsächlich. Die Marina bietet bei der Ausstattung gehobenes Niveau. Hafen, Stadt und Natur verschmelzen hier zu einem großen schönen Ganzen.

Wo liegt’s
Ansteuerung: 41° 08,08′ N / 009° 31,67′ E
Region: Mittelmeer, Sardinien
Wassertiefe: 1,50 bis 3,20 m
Anzahl der Liegeplätze: 720

Wer macht’s

Marina di Porto Cervo, Casa Il Ginepro 1/a, 07020 Porto Cervo (Italien), Tel. +39 (0789) 90 51 11, www.marinadiportocervo.com

Das gibt’s

Duschen, Toiletten, Strom am Steg, Trinkwasser am Steg, Slip
Service vor Ort: Bordwerkstatt, Motorenwerkstatt, Segelmacher, Schiffsausrüster, Bank, Post, Restaurant, Einkauf, Wäscherei, Internet, WLAN
Tankmöglichkeiten: Diesel, Benzin
Entsorgung: Altöl, WC-Tank, Chemie-WC

Gut auch für Luxusyachten: Marina di Olbia

  • alternative text© Uschi und Andreas Müller
  • alternative text© Uschi und Andreas Müller
  • alternative text© Uschi und Andreas Müller

Der Name des Hafens bezieht sich auf dessen Lage im Golf von Olbia, und ebenso ist auch der viertgrößte Ort der Insel benannt. Viele verbinden mit Olbia den internationalen Flughafen der Insel, aber der Ort hat mehr zu bieten.

Die Marina in der Handelsmetropole der Insel bietet rund 270 Booten Platz, und die dürfen auch gerne ein bisschen länger sein: Auch eine 80 Meter lange Luxusyacht kann hier einen Stopp einlegen.

Olbia genießt auch einen guten Ruf als gastronomisches Zentrum, besonders für Miesmuscheln, die direkt in der flachen Bucht geerntet werden. Frischer geht’s kaum.

Wo liegt’s

  • Ansteuerung: 40° 54,94′ N / 009° 31,45′ E
  • Region: Mittelmeer, Sardinien
  • Wassertiefe: bis 5 m
  • Anzahl der Liegeplätze: 270

Wer macht’s
Marina di Olbia, Via Piovene 8, 07026 Olbia (Italien), Tel. +39 (0789) 671 21, www.marinadiolbia.it

Das gibt’s
Duschen, Toiletten, Strom am Steg, Trinkwasser am Steg, Slip
Service vor Ort: Bordwerkstatt, Motorenwerkstatt, Restaurant, Einkauf, Internetzugang, WLAN
Tankmöglichkeiten: Benzin, Diesel, Gas

Groß geworden: Porto di Santa Teresa di Gallura

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Marina di Olbia © Uschi und Andreas Müller

Noch vor wenigen Jahrzehnte war Santa Teresa di Gallura noch ein kleines Fischerdörfchen. Durch den Tourismus hat sich die heutige kleine Stadt im Norden Sardiniens daraus entwickelt.

Der Hafen von Santa Teresa gehört mit rund 700 Plätzen zu den ganz großen auf der Mittelmeerinsel. Dem entsprechend ist auch das Dienstleistungsangebot nahezu allumfassend.

Für kunstinteressierte Crews bietet sich ein Besuch in den Sommermonaten an, wenn abends ein kleiner Kunstmarkt in den Hauptstraßen des Ortes stattfindet.

Wo liegt’s

  • Ansteuerung: 41° 14,25′ N / 009° 11,70′ E
  • Region: Mittelmeer, Sardinien
  • Wassertiefe: 2 bis 5 m
  • Anzahl der Liegeplätze: 700

Das gibt’s
Duschen, Toiletten, Strom am Steg, Trinkwasser am Steg, Slip, Kran
Service vor Ort: Bordwerkstatt, Motorenwerkstatt, Bank, Restaurant, Einkauf, Internetzugang, WLAN
Tankmöglichkeiten: Benzin, Diesel
Entsorgung: WC-Tank

Wer macht’s
Marina Santa Teresa di Gallura, Località Terravecchia, 07028 Santa Teresa Gallura (Italien), Tel. +39 (0789) 75 19 36, www.portosantateresa.com


Mehr Bewertungen wie diese zu über 700 weiteren Marinas bietet www.marina-guide.de.

2 Kommentare

Frederic /

Marinatours – Marina di Carloforte nicht vergessen. Zumindest mal ansehen. Lohnt sich echt…

Antwort
Thomas Stasch /

Hallo Frederic, danke für den Hinweis. Wir werden uns die Marina di Carloforte mal anschauen.

Antwort

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