float Magazine

Oberbaumbrücke Berlin © Kerstin Zillmer
ORTE AM WASSER: BERLIN

Wo liegt eigentlich Spreeathen?

Wasserseitig hat die Hauptstadt noch einen weiten Weg vor sich

float Redaktion
von in
1 Minuten | 2 Kommentare

Berlin ist eine Wassermetropole. Die Spree fließt mitten durch die Innenstadt, vorbei am Kanzleramt, den großen Museen und demnächst auch am neuen Schloss. Vom Müggelsee bis zum Wannsee erstreckt sich ein umfangreiches Wassernetz, das von Berlinern und Besuchern eifrig genutzt wird. Der Berliner Wassersport ist legendär, der deutsche Segel- und Rudersport sind in Berlin entstanden und haben reichlich Tradition. Alle, die hier leben und zu Besuch kommen, genießen das.

Auf den Gewässern fährt alles, was schwimmen kann – neben unterschiedlichsten Modellen von Segel- und Motorbooten gibt es die skurrilsten Eigenbauten, vom Floß bis zum Stahlschiff. Klar, ist ja Berlin. Auch hier lebt die Stadt vom „kreativen“ Image Berlins. Denn die Millionen Berlinbesucher mögen das bunte Bild, wenn sie auf den Fahrgastdampfern die Stadt vom Wasser aus entdecken.

Die Stadt tut sich schwer, die Wasserlage für Bewohner und Besucher als Lebensort weiter zu entwickeln. Während andere Städte wie Kopenhagen, Barcelona und Hamburg als Wasserstandorte in den 1990er-Jahren städtbauliche Konzepte für die Wasserkante umgesetzt haben, wurden in Berlin Wassergrundstücke meistbietend verkauft. Ein Masterplan „Leben am Wasser“ fehlt in der deutschen Metropole noch immer, das Wassertourismuskonzept aus dem Jahr 2003 wurde bisher nicht aktualisiert.

Auf den Wasserstraßen sieht es nicht viel besser aus. In der Innenstadt dominiert die Fahrgastschifffahrt die Spree und den Landwehrkanal, während andere Betreibergruppen wie die Bunte Flotte, die mit kleineren Booten individuelle Angebote für kleinere Gruppen bietet, das Nachsehen haben.

Und was ist mit denen, die im eigenen Boot die Stadt auf dem Wasserweg entdecken wollen, die auf ihrer Bootstour von Ost nach West oder umgekehrt Berlin durchqueren möchten?
Wie das funktioniert und welche Stromschnellen man umfahren muss, haben wir ausprobiert. Was wir dabei erlebt haben, lesen Sie bald auf float.

2 Kommentare

ReSpeK(t) /

Liebe Floater.

Den Beitrag braucht ihr wohl leider nicht weiter verfolgen!

Der Link unten ist nur ein Ausschnitt aus dem Niedergang, der hier gerade angerührt wird.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/protest-gegen-naturschutz-verordnung-mueggelsee-vereine-wollen-gegen-senat-klagen/14968646.html

Der Spandauer Segelclub ist einer der ersten, den es trifft. Der Schriftverkehr ist auf der HP gut dokummentiert. Jede weitere Konzessionsverlängerung anderer Vereie und Marinas wird es wohl auch treffen.
Keine Solarzellen auf dem Boot am Steg….. Nur zum An- und Ablegen…….. Bei Verstößen Haftung des Vorstands…….

Die Totalsperrung vom Müggelsee ist wohl vom Tisch, aber viel bleibt von dem Teich nach einrichten der Sperrzonen nicht über. (Entspricht ungefähr einer Sperrung der Aussenalster)

Killende Segel stören die Vögel, klappernde Töpfe die Fische usw…… und manche Berliner sind neidisch und können jetzt mal austeilen.
Und R2G stimmt auch nicht sehr positiv. Das Entfernen der letzten kleinen Nischen und Fluchten
ist angesagt.

Der Umstieg auf ein Kajütboot hat sich somit erledigt. Ich habe ja mal auf Diggers 6-Meter-Bente gejiepert. Dabei wird´s dann wohl bleiben.

Gruß aus der Hauptstadt der, ja der, der äh,….

ReSpeK(t)

Antwort
Stephan Boden /

Hallo ReSpek(t)

Wir recherchieren gerade an einer längeren Geschichte zu diesem Thema, bei der es sehr viele Aspekte gibt. Es macht in unseren Augen Sinn, das Thema vielschichtig zu hinterfragen, ohne Aufgeregtheit und so sachlich es geht. Was manchmal schwer fällt.

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